Energie

Im Aktionsfeld Energie nehmen die einschlägigen Branchen mehrheitlich eine günstige Entwicklung ein und erzielen Überschüsse im internationalen Handel. Grundsätzlich ist damit auch hier von einer ausreichenden unternehmerischen Stärke für die aktionsfeldbezogene Weiterentwicklung auszugehen. Die Forschungsdichte in Unternehmen wie außeruniversitären Einrichtungen ist allerdings erheblich geringer als im Bereich Industrielle Produktionsprozesse oder in den Kernbereichen von Mobilität & Logistik.

Die Elemente einer Spitzenreiterstrategie werden daher gekennzeichnet sein von Elementen der Vernetzung der Akteure und der Fokussierung auf gemeinsame Leitprojekte. Durch die Bündelung der Kräfte muss auch die internationale Sichtbarkeit erhöht werden. Große Chancen für den Aufbau überregionaler Stärken bieten sich beim Thema Speichertechnologie.

STRATEGISCHE LEITZIELE

  • Der Standortvorteil für Oberösterreich liegt 2020 in einer exzellenten, auf Energiedienstleistung ausgelegten, infrastrukturellen Ausstattung und damit einhergehenden hohen Versorgungsqualität und -sicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen.
  • Oberösterreich hat bis 2020 seine Energieinfrastruktur und -forschung in Richtung flexibler Systeme optimal weiterentwickelt und den stetig wachsenden Anforderungen, insbesondere bezüglich der Integration der erneuerbaren Energieträger, angepasst. 
  • Oberösterreich stärkt den Produktions- und Forschungsstandort durch die Entwicklung von Technologien, Produkten und Dienstleistungen, die zur Erhöhung der Energieeffizienz aller Energieträger beitragen und im internationalen Vergleich besonders energieeffiziente Produktionsprozesse ermöglichen.
  • In allen Erziehungs-, Aus- und Fortbildungsbereichen (Lebenslanges Lernen) wird das Thema der „Energie- und Ressourcenschonung“ stärker im Bewusstsein der Menschen verankert. 
  • Oberösterreich stellt durch die Stärkung aller naturwissenschaftlichen Aus- und Weiterbildungen und durch die Entwicklung neuer Hochschulstudien und -lehrgänge den Nachwuchs an interdisziplinären TechnikerInnen und Fachkräften, besonders für den Energiebereich, zur Verfügung.
  • Oberösterreich verfügt 2020 über anerkannte Forschungskompetenzen an Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitären Institutionen und Unternehmen im Bereich der Umwandlung, Bereitstellung und Nutzung von Energie.
  • Die wesentlichen Forschungsthemen dabei sind ressourceneffiziente Produktion und die gesicherte und wirtschaftliche Bereitstellung von Energie in geeigneter Qualität sowie das Thema Energiespeicherung.
  • Der Wissenstransfer und die Bündelung der Energieforschungskompetenzen und -strukturen münden bis 2020 in eine erhöhte internationale Sichtbarkeit und Vernetzung.
  • Die Stimulierung der Forschung und die Unterstützung der Marktdiffusion von neuen Technologien tragen zu einer Beschleunigung der Innovationsprozesse bei und sichern so den Produktionsstandort Oberösterreich ab.
  • Die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen, der Förder- und Finanzierungsinstrumente sowie rasche Genehmigungsverfahren schaffen Anreize zur betrieblichen Forschung und zu neuen Investitionen. Dies unterstützt Unternehmen bei der Erschließung neuer bzw. beim Ausbau bestehender Märkte.
  • Die regionalen Akteure der Energiepolitik bündeln ihre Kräfte zur optimalen Mitgestaltung von relevanten Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene.
  • Der Export von oö. Energie- und Umwelttechnologien und der Anteil an ganzheitlichen Energiedienstleistungen wird erhöht.