Gesundheit | Alternde Gesellschaft

Das Aktionsfeld Gesundheit | Alternde Gesellschaft stellt einen neuen Programmschwerpunkt dar und befindet sich daher im Stadium eines Zukunftsfeldes.

Relative Spezialisierungen mit hohem Wachstumspotential zeigen sich z. B. bei elektrotherapeutischen und medizinischen Geräten. Die realisierten Produktions- und Forschungsvolumina im Unternehmensbereich sind allerdings insgesamt überschaubar.

Stärken sind hier bewusst dort voranzutreiben, wo unternehmerische Stärken mit regionaler Exzellenz in der Forschung sinnvoll kombiniert werden können. Selektiv sollen dabei einige wenige Pilotprojekte mit Bedarfsträgern vorangetrieben werden und stark überregional kooperiert werden, um notwendige komplementäre Kompetenzen zu sichern.

Ziel muss es sein, die bestehenden Stärken zu nutzen, um in Nischen zeitnah Sichtbarkeit und Exzellenz auf- und auszubauen. Die Arbeiten in diesem Aktionsfeld sind mit einer ressortübergreifenden Gesamtstrategie im Gesundheitsbereich auf Landesebene abzustimmen.

STRATEGISCHE LEITZIELE

  • Oberösterreich ist 2020 ein Land, in dem die Gesundheit des Menschen und die Einbindung in sein soziales Umfeld von besonderer Bedeutung sind. Oberösterreich fördert die Entwicklung neuer Technologien zur Steigerung der Effizienz und Qualität der integrierten Gesundheitsversorgung.
  • Oberösterreich ist 2020 eine führende Region im Bereich „Individualisierte Medizin“. Oberösterreich bekennt sich zur Prävention und fördert die Entwicklung von personalisierten Technologien, die es insbesondere einer alternden Gesellschaft ermöglicht, die Beschäftigungsfähigkeit (Employability) zu erhöhen, länger am Arbeitsplatz, im eigenen Heim und in der Gesellschaft aktiv zu sein.
  • Oberösterreich ermöglicht 2020 durch altersunabhängige und altersadäquate Bildungsprozesse eine verstärkte Teilnahme an beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Sinne des LLL (Lebenslanges Lernen).
  • Oberösterreich hat bis 2020 Maßnahmen zum Ausbau und der stärkeren Vernetzung des sekundären und tertiären Bildungsbereichs gesetzt und kohärente Bildungsprogramme im Gesundheits- und Medizinbereich und den damit verbundenen relevanten, technologiezentrierten Ausbildungen geschaffen.
  • Oberösterreich hat 2020 die bestehenden Forschungskompetenzen thematisch strukturiert und vernetzt und zu einem exzellenten und international ausgerichteten Forschungs- und Transferzentrum für medizinische Technologien mit entsprechender Infrastruktur ausgebaut. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Fachhochschulen, sowie mit außeruniversitären Forschungsinstitutionen, klinischen Partnern und Unternehmen in Oberösterreich sowie mit starken nationalen und internationalen Kooperationen.
  • Oberösterreich fördert die interdisziplinäre Forschung und Entwicklung von innovativen Lösungen, für insbesondere auf ältere Menschen ausgerichtete Produkte, Geräte, Systeme und Dienstleistungen, damit diese in einer aktiven und unabhängigen Lebensführung unterstützt werden.
  • Oberösterreich forciert den raschen Transfer der entwickelten Technologien aus der Forschung in die Anwendung. Dazu gehören die Befassung mit den regionalen Rahmenbedingungen, die Entwicklung von geeigneten und durchgängigen Förderprogrammen mit hoher Hebelwirkung und die Forcierung von Unternehmensgründungen (Spin-offs und Startups).
  • Oberösterreich unterstützt die marktnahe Forschung und Entwicklung in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen und fördert die internationale Vernetzung der Unternehmen. Existierende Leitbetriebe, KMUs und kleine Unternehmen in spezifischen Nischen werden in ihrem Ausbau unterstützt, neue Leitbetriebe und potentielle Forschungsheadquarter werden angesiedelt.

Am 3. März 2015 startete die Ausschreibung „Medizintechnik (Gesundheitswesen, alternde Gesellschaft)“. Die Evaluierung der eingereichten Projekte erfolgte durch unabhängige Expert/innen der FFG. Von 19 eingereichten Projekten wurden 8 Projekte mit einer Gesamt-Fördersumme von 1,5 Mio. EUR aus dem Forschungsressort genehmigt. Die Ausschreibung richtete sich an oö. Forschungseinrichtungen sowie oö. Unternehmen, die gemeinsam an mehrjährigen Projekten in den Bereichen Medizintechnik, Gesundheit und alternde Gesellschaft arbeiten.

Nähere Informationen finden Sie in der Presseunterlage.