MS Wissenschaft in Linz: OÖ setzt auf nachhaltige Innovationen

DI Dr. Wilfried Enzenhofer, LH-STv. Dr. Michael Strugl und Beate Langholf sitzen nebeneinander lächelnd am Tisch. Fotografiert von schräg vorne.
v.l.: DI Dr. Wilfried ENZENHOFER, Geschäftsführer Upper Austria Research, Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael STRUGL, und Beate LANGHOLF, Projektleitung MS Wissenschaft. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger
Dr. Harald Mahrer und LH-Stv. Dr. Michael Strugl stehen lächelnd jeweils seitlich von einer Weltkugel, auf der sie beide Hände ablegen. DI Dr. Wilfried Enzenhofer steht links neben Dr. Harald Mahrer. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger
v.l.: DI Dr. Wilfried ENZENHOFER, Geschäftsführer Upper Austria Research, Wissenschaftsminister Dr. Harald MAHRER und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael STRUGL. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger

22.09.2017

Die MS Wissenschaft macht von 20. bis 24. September 2017 Station in Linz. Die MS Wissenschaft ist eine Initiative des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das 100 Meter lange Frachtschiff ist voll beladen mit Forschung zum Anfassen und Mitmachen. Im deutschen Wissenschaftsjahr 2016*17 „Meere und Ozeane“ wird an Bord des Schiffes die Ausstellung „MEERE UND OZEANE. ENTDECKEN. NUTZEN. SCHÜTZEN.“ gezeigt. Rund 30 Exponate geben aufschlussreiche Einblicke in die geheimnisvollen Mysterien und die enorme Artenvielfalt des größten Lebensraums der Erde. Der Aufenthalt der MS Wissenschaft in Österreich wurde durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) und die Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich ermöglicht.

Nachhaltige Innovationspolitik ist für OÖ von zentraler Bedeutung

Nach einer Pause von zwei Jahren macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wieder Station in Linz. Der Aufenthalt in Österreich wurde durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) und die Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich ermöglicht. Das 100 Meter lange Frachtschiff zeigt jährlich wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen gesellschaftsrelevanten Themen aus der Forschung. Heuer steht das Thema „MEERE UND OZEANE. ENTDECKEN. NUTZEN. SCHÜTZEN.“ im Fokus.

„Wissenschaft begreifbar zu vermitteln, insbesondere an junge Menschen, ist eine große Herausforderung. Dem Land OÖ ist es ein zentrales Anliegen, laufend neue Akzente in der Wissensvermittlung zu setzen und Kinder und Jugendliche schon in den jungen Jahren für die Forschung zu begeistern. Die interaktive Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft ist ein gutes Beispiel dafür, wie Forschung auf eine unterhaltsame Weise erlebbar gemacht werden kann“, erläutert Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

Die Ausstellung auf der MS Wissenschaft gibt faszinierende Einblicke in die Welt unter Wasser. Zudem verdeutlicht sie, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit dem Meer und unserer Umwelt ist. „Eine nachhaltige Innovationspolitik ist für Oberösterreich von zentraler Bedeutung. Oberösterreichs Forschungsaktivitäten nehmen in punkto Nachhaltigkeit in wesentlichen Technologiebereichen der Energie, Logistik und Kunststofftechnik eine wichtige Vorreiterrolle ein. Die Entwicklung nachhaltiger Technologien erlaubt es, Umweltbelastungen massiv zu verringern und zugleich den Innovationsvorsprung Oberösterreichs im internationalen Wettbewerb weiter auszubauen“, erklärt LH-Stv. Strugl.

Oberösterreichs Innovationsstrategie ist im Wesentlichen im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm Innovatives OÖ 2020 festgelegt. Darüber hinaus wurde im Februar 2017 die neue Energiestrategie von der OÖ Landesregierung verabschiedet. Die Energiestrategie OÖ und die Maßnahmen daraus bilden die Basis für weiteres Wirtschaftswachstum unter dem Gesichtspunkt einer gleichermaßen klima- und standortorientierten Energiepolitik. Oberösterreich soll in Sachen Ressourcen- und Energieeffizienz sowie erneuerbarer Energie in ausgewählten Kernbereichen internationale Technologieführerschaft erreichen und als Energie-Leitregion hervorgehen. Oberösterreich ist durch seine Industriebetriebe das energieintensivste Bundesland. Die intelligente und effiziente Nutzung von Energie ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort. Unter anderem konnten mit regionalen Ausschreibungen zu den Themen „Produktionsstandort 2050“ und „Smart Mobility“ maßgebliche Impulse im Bereich der Energieeffizienz in der Industrie und Logistik – durch die Entwicklung von höchst energieeffizienten Antriebstechnologien, Logistik-Konzepten und Produktionsprozessen – gesetzt werden.

Oberösterreich deckt bereits jetzt rund ein Drittel der Energieversorgung durch erneuerbare Energien ab – vorwiegend durch Biomasse und Wasserkraft. Auch „grüne“ Energiequellen wie Wasserstoff sind im Vormarsch. Das Projekt H2FUTURE ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Am voestalpine-Standort Linz wird eine innovative Wasserstoff-Demonstrationsanlage realisiert, wo die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff getestet werden.

Höchst positiv für den Wirtschaftsstandort OÖ ist es, dass es im Bundesland gelungen ist, Energieverbrauch und wirtschaftliches Wachstum zu entkoppeln. Während das Bruttoregionalprodukt um 37 % gestiegen ist, ist der Energieverbrauch konstant geblieben.

Auch im Bereich der Kunststofftechnik steht Nachhaltigkeit ganz im Fokus der heimischen Forschung und Entwicklung. Oberösterreichs Forschungseinrichtungen sind auch zunehmend auf europäischer Ebene aktiv. Zum Beispiel wird ein innovatives EU-Forschungsprojekt es künftig ermöglichen, ein organisches Abfallprodukt aus der Papierindustrie – den Holzbestandteil Lignin – für die Herstellung von Kunstharzen zu nutzen und das bisher dafür erforderliche Rohöl zu ersetzen. Jährlich fallen in der Papierproduktion in etwa 50 Millionen Tonnen Lignin als Abfallprodukt an, die künftig für die Erzeugung von umweltschonenden Klebstoffen z.B. für die Baustoffindustrie genutzt werden sollen. An dem Projekt mit dem Namen „SmartLi“ (Smart Technologies for the Conversion of Industrial Lignins into Sustainable Materials) arbeitet die Oberösterreichische Forschungseinrichtung, die Kompetenzzentrum Holz GmbH – WOOD K plus, eine Beteiligungsgesellschaft der UAR, gemeinsam mit weiteren zwölf Partnern – darunter renommierte Forschungsinstitutionen wie VTT (Finnland) sowie Fraunhofer ICT (Deutschland) und innovative Leitbetriebe wie Sappi und Andritz. Das Kompetenzzentrum Holz ist im Projekt mit zwei Forschungsgruppen vertreten. Ein Team arbeitet an der Herstellung des umweltschonenden Klebstoffs und das zweite Team beschäftigt sich damit, das gesamte Marktpotenzial und die positiven Auswirkungen auf die Umwelt zu erheben.

„Oberösterreichs Stärken im Bereich der Forschung liegen in einer ambitionierten Innovationsstrategie, in einer leistungsstarken Forschungslandschaft, innovativen Unternehmen, einer engen Vernetzung der wesentlichen Key-Player im Rahmen von Cluster-Netzwerken sowie innovationsfördernden Rahmenbedingungen“, fasst LH-Stv. Strugl die optimalen Rahmenbedingungen zusammen.

 

Die gesamte Presseaussendung finden Sie hier.