Neues oö. Spitzenforschungszentrum für Mechatronik

von links: Johann Hoffelner, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl und Rektor Meinhard Lukas. Hoffelner und Strugl halten den "Magic Shoe" in ihren Händen. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger
v.l.: Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Johann Hoffelner MSc, Linz Center of Mechatronics GmbH, Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl und Rektor Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, Johannes Kepler Universität Linz, präsentierten im Rahmen der heutigen Pressekonferenz auch den „Magic Shoe“, mit dem sich über eingebaute Sensoren eine Maschine steuern lässt. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger

28.06.2017

„Als Innovationsland verfolgt OÖ den Ansatz der intelligenten Spezialisierung und fokussiert insbesondere auf Wachstumsbereiche wie Industrie 4.0, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. In diesen strategischen Segmenten bildet das neue COMET K2-Zentrum ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ einen wesentlichen Eckpfeiler in der OÖ Forschungslandschaft“, betont Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl.

Neuer Forschungsansatz bringt enormen Innovationsschub bei Entwicklung von Zukunftstechnologie

Der hochinnovative Forschungsansatz der ‚Symbiotischen Mechatronik‘ soll es ermöglichen, dass mechatronische Systeme nicht nur verstärkt untereinander Daten und Informationen austauschen, sondern auch noch intensiver mit ihrer gesamten umliegenden Umgebung kommunizieren. Damit wird die Grundlage geschaffen, die es intelligenten Systemen erlaubt, autonom Entscheidungen zu treffen und entsprechend zu handeln.

„Das neue Forschungszentrum leitet die nächste Evolutionsstufe im Bereich der Mechatronik ein und wird einen enormen Innovationsschub bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien wie autonome Fahrzeuge, intelligente Produktionsanlagen, vorausschauende Assistenz-Systeme, selbstlernende Maschinen bringen. Auf diese Weise trägt das Zentrum wesentlich dazu bei, die Position OÖ als Innovationsland auf internationaler Ebene nachhaltig zu stärken“, erläutert LH-Stv.Dr. Strugl.

Die Mechatronik ist eine strategische Kernkompetenz des Landes OÖ. Das Forschungsunternehmen LCM ist unter den Forschungsbeteiligungen der Upper Austrian Research GmbH – der Leitgesellschaft für Forschung des Landes OÖ – der wesentliche Key Player in diesem Bereich. Das Forschungszentrum ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ bündelt die besten Köpfe aus Forschung und Wirtschaft im Bereich der Mechatronik. Das Forschungsprogramm wurde von einem Team der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) und Mechatronik Professoren der Johannes Kepler Universität Linz unter der Federführung von Dipl.-Ing. Dr. Johann Hoffelner (Wissenschaftlicher Geschäftsführer, LCM) über etliche Monate hinweg entwickelt und mit bestätigtem Erfolg eingereicht.

Die hohe wirtschaftliche Relevanz der Innovationsvorhaben für die Industrie zeigt sich deutlich an der intensiven Firmenbeteiligung. Zu den Firmenpartnern zählen führende Industriebetriebe wie z.B. voestalpine Stahl GmbH, AVL List GmbH, Primetals Technologies Austria GmbH, Bernecker +Rainer Industrie Elektronik Ges.m.b.H., Engel Austria GmbH, Salvagnini Maschinenbau GmbH, STIWA Automation GmbH, Trumpf Maschinen Austria GmbH + Co. KG, uvm. Das Zentrum wird dazu beitragen, hochinnovative Entwicklungsvorhaben als neue Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen rasch in die Wirtschaft zu bringen.

 

K2-Zentren sind die ‚Königsklasse‘ im COMET-Programm

COMET steht für ‘Compentence Centers for Excellent Technologies’. Mit diesem Förderprogramm der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) sollen langfristige Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen gestärkt werden. Im COMET Programm gibt es 3 Programmlinien (K-Projekte, K1-Zentren und K2-Zentren). K2-Zentren sind die Königsklasse im Programm. Diese Forschungszentren leisten internationales Spitzenniveau. Österreichweit gibt es nur fünf dieser Zentren. Neben dem ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ ist OÖ zudem an einem weiteren neuen K2-Zentrum in Leoben, Steiermark im Bereich der Werkstoff-, Prozess- und Produktentwicklung (IC-MPPE – Integrated Computational Material-, Process- and Product Engineering) maßgeblich involviert.

Das neue ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ wird 2018 starten. Die Förderung wurde zunächst für vier Jahre bewilligt. Für diese Periode beträgt die Gesamtfördersumme 48 Millionen Euro. Die Hälfte der Fördersumme (24 Mio. Euro) wird durch die am Projekt beteiligten Unternehmen finanziert. Der Bund trägt 16 Mio. Euro bei. Das Land OÖ steuert 8 Mio. bei. Nach vier Jahren soll nach einer im Programm vorgesehen Zwischenevaluierung eine Verlängerung auf weitere vier Jahre erfolgen, da die vorgesehene Gesamtlaufzeit der K2-Zentren insgesamt 8 Jahre beträgt.

 

Weiterführende Informationen zum "LCM Center for Symbiotic Mechatronics" finden Sie in der Presseaussendung.