Spitzenregion in der Medizintechnik: JKU Whitebook versammelt umfassendes Know-how

Fünf Personen sitzen bei der Pressekonferenz nebeneinander.
V.l.: Univ.-Prof. Richard Hagelauer, MTC-Beiratssprecher Axel Kühner, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Landesrätin Christine Haberlander und Rektor Meinhard Lukas. Foto: JKU Linz
Fünf Personen, die Teilnehmer der Pressekonferenz, stehen nebeneinander.
V.l.: Rektor Meinhard Lukas, MTC-Beiratssprecher Axel Kühner, Landesrätin Christine Haberlander, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl und Univ.-Prof. Richard Hagelauer. Foto: JKU Linz
Titelblatt des JKU Whitebooks..
Das JKU Whitebook ist ein Sammelwerk, das es externen InteressentInnen erlaubt, die medizintechnischen Stärkefelder in Oberösterreich rasch und einfach zu identifizieren. Foto: JKU Linz

30.01.2018

Oberösterreichs Beitrag in der Medizintechnik ist wertvoll wie nachhaltig. Ein eigenes Whitebook, initiiert von der Johannes Kepler Universität, macht das umfassende Know-how nun noch besser sichtbar. Damit wird es für Interessierte und potenzielle PartnerInnen leichter, die zahlreichen medizintechnischen Stärkefelder des Bundeslandes rasch zu identifizieren. Die erfreuliche Konsequenz: ein fruchtbarer Boden für viele neue und erfolgreiche Kooperationen.

„Ein wesentlicher Teil des medizinischen Fortschritts ist technologischen Weiterentwicklungen zu verdanken. In der Verknüpfung von Anwendungsfeldern aus Medizin und Gesundheit mit Lösungen aus der Technik nimmt die Entwicklung, Herstellung und der Betrieb medizintechnischer Produkte einen immer größeren Stellenwert ein. Daraus resultiert für den Standort Oberösterreich ein hohes Wachstumspotenzial“, betont Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl.

Innovatives Oberösterreich 2020
Das Strategische Wirtschafts- und Forschungsprogramm „Innovatives Oberösterreich 2020“ stellt mit seinen fünf Aktionsfeldern die richtigen Weichen, um in Oberösterreich Zukunftsthemen aktiv und koordiniert anzugehen. Im Aktionsfeld „Gesundheit/Alternde Gesellschaft“ ist der Bereich der individualisierten Medizin verankert. Damit fördert das Land Oberösterreich bewusst die Entwicklung von personalisierten Technologien, die es vor allem einer alternden Gesellschaft ermöglichen, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen, um länger am Arbeitsplatz aktiv zu sein. Ziel ist es auch, dass ältere Personen länger im eigenen Heim wohnen und sich aktiv in der Gesellschaft beteiligen können. Die Medizintechnik kristallisiert sich dabei als vielversprechendes Zukunftsfeld mit enormem Potenzial heraus. Das verdeutlicht auch das Whitebook Medizintechnik, in dem zahlreiche Projekte von Wirtschaft und Forschung gesammelt wurden.

Cluster-Kooperationsprojekte als Erfolgsrezept
Ein bewährtes Erfolgsrezept, um Innovationen anzustoßen, sind in Oberösterreich die Cluster-Kooperationsprojekte wie beispielsweise „GeT“ von Greiner Bio-One und gespag. Bereits 86 Ideen der MedTech-Branche wurden mit Unterstützung des Medizintechnik-Clusters in Cluster-Kooperationsprojekten sowie nationalen und internationalen Projekten umgesetzt.

Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft & Medizin
Für die Weiterentwicklung und die internationale Sichtbarkeit des Wirtschafts- und Forschungsstandorts Oberösterreich ist zudem die Gründung der Fachhochschule für Gesundheitsberufe und der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität richtungsweisend. Die medizinische Innovationslandschaft wird durch eine noch stärkere Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin im Zuge des „MED UP – Medical Upper Austria“ vorangetrieben. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Medizin wahrgenommen und von Oberösterreichs Wirtschaft und Forschung genutzt.

Download >> Presseunterlage JKU Whitebook
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OÖ. Gründerstrategie "Start Up(per) Austria" greift

Eine Person öffnet seine Jacke und darunter erscheint ein T-Shirt mit der Aufschrift tech2b.
Tech2b, ein Tochterunternehmen von Business Upper Austria, unterstützt die Entwicklung von innovativen technologie- und designorientierten Gründungsvorhaben. Bild: tech2b

22.01.2018

Die Rekordzahl an Neugründungen in Oberösterreich im vergangenen Jahr, 4.690 Unternehmensgründungen ohne Einrechnung der Personenbetreuer/innen, belegt, dass die Gründer-Offensive des Landes Oberösterreich bereits nachhaltig Wirkung zeigt: "Wir haben 2016 die OÖ. Gründerstrategie ‚Start Up(per) Austria‘ gestartet, um die Potenziale für Gründungen noch besser auszuschöpfen. Bereits im ersten Jahr 2016 gab es eine deutliche Steigerung der Gründerzahlen, 2017 wurde nun sogar ein Allzeithoch bei den Gründungen in unserem Bundesland erreicht“, betont Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl.

Die OÖ Gründerstrategie „Start Up(per) Austria“ umfasst eine Reihe von Maßnahmen, insbesondere:

  • Intensive Zusammenarbeit von Beratungs- und Betreuungseinrichtungen wie tech2b, Akostart und Accelerator Hagenberg
  • Verknüpfung von Investoren mit Start-ups: zB „Step One“-Veranstaltung an der Johannes Kepler Universität oder „Start-up meets Industry“ von tech2b
  • Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen im Bereich Start-ups im Projekt „Pier 4“
  • Finanzielle Unterstützungen: zB OÖ Gründerfonds, des OÖ Hightech-Fonds, Start-up-Prämie
  • Förderung von Ausgründung von Ideen aus Leitbetrieben („Corporate Spin-Offs“ )
  • Förderung des Unternehmergeistes: EntrepreneurBase an der JKU
  • Internationalisierungsprogramme von Start-ups

 

Ziel: 5.000 Neugründungen pro Jahr in Oberösterreich

"Unternehmensgründungen sind von zentraler Bedeutung für einen Wirtschaftsstandort. Wir haben deshalb unsere Gründerstrategie gestartet, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 die Zahl der Neugründungen in Oberösterreich auf rund 5.000 im Jahr zu steigern. Nach dem Motto ‚Unternehmer werden ist nicht schwer – Unternehmer sein dagegen sehr‘ konzentrieren wir uns ganz bewusst auf die Nachgründungs- und Wachstumsphase, denn erst wenn sich ein neues Unternehmen langfristig gut entwickelt hat, ist es ein Erfolg für die/den Gründer/in und den Wirtschaftsstandort.“ Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl

Nähere Informationen: tech2b


Förderung für Energieforschungsprogramm

Mann komplett in schwarz gehalten tippt mit dem Finger auf eine Glühbirne. Bild auf hellblauem Hintergrund. Bild: pixabay
Die Grundlagenforschung wird mit 3 Mio. Euro gefördert. Bild: pixabay

22.01.2018

Energie- und Umwelttechnologien sind für Oberösterreich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit einer hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Um die Forschungsaktivitäten gezielt auszubauen und so auch heimischen Unternehmen Technologieführerschaft zu ermöglichen, hat das Land Oberösterreich nun das „OÖ. Energieforschungsprogramm 2018“ mit einem Gesamtbudget von 3 Mio. Euro gestartet. „Ein Ziel im Aktionsfeld ‚Energie‘ des Programms ‚Innovatives Oberösterreich 2020‘ ist es, den Forschungsstandort OÖ durch die Entwicklung von neuen Technologien, Produkten und Dienstleistungen, die die Energieeffizienz heben, zu stärken und international besser sichtbar zu machen“, erklärt Energiereferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl zum heutigen Start des „OÖ. Energieforschungsprogramm 2018“.

„Auf dieser Grundlagenforschung aufbauend können dann Unternehmen Technologieführerschaften erreichen und wesentlich zur Dekarbonisierung von Gebäuden, Produktionsprozessen und Mobilität beitragen. Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit des Industrie- und Wirtschaftsstandortes gehen damit einmal mehr Hand in Hand“, so LH-Stv. Strugl. Gefördert werden im Rahmen des Programms Projekte von Forschungseinrichtungen in den Themenfeldern erneuerbare Energien, Energietechnologien und energieeffiziente Lösungen mit CO2-Bezug.

Zielgruppe des Forschungsprogramms sind universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Fachhochschulen, welche Grundlagenforschung in CO2-relevaten Forschungsfeldern betreiben. Projekteinreichungen sind bis 22. März 2018, 12.00 Uhr, in der Abteilung Wirtschaft und Forschung des Landes Oberösterreich möglich. Die Laufzeit der eingereichten Projekte darf maximal zwei Jahre betragen und die Gesamtprojektkosten müssen zwischen 200.000 und 500.000 Euro liegen. Die Förderquote liegt bei bis zu 100 Prozent.

Die Ausschreibung findet im Rahmen des strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogrammes „Innovatives Oberösterreich 2020“ in Verbindung mit Maßnahme 15 des EFRE-Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Österreich 2014-2020“ statt.

Alle Informationen zum „OÖ. Energieforschungsprogramm 2018“ im Detail sind hier abrufbar: https://www.iwb2020.at/de/verringerung-co2-emissionen/massnahme-33.html


Schwerpunkte des Standort-Ressorts 2018

LH-Stv. Dr. Michael Strugl sitzt vor mehreren Mikrofonen und hebt beide Arme zum Gestikulieren. Foto: Land OÖ / Sabrina Liedl
LH-Stv. Dr. Michael Strugl präsentierte heute die Schwerpunkte des Standort-Ressorts im heurigen Jahr 2018 und aktuelle Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung in Oberösterreich. Land OÖ / Sabrina Liedl

15.01.2018

Neu geschaffenes Standort-Ressort als Standort-Vorteil für Oberösterreich
Die Bündelung aller für die Weiterentwicklung des Standortes Oberösterreich relevanten Fragen in einem Ressort – das war das Ziel, als im Frühjahr des vergangenen Jahres ein umfassendes Standort-Ressort innerhalb der Oö. Landesregierung geschaffen wurde, in dem die Kompetenzen für Wirtschaft, Arbeit, Forschung, Wissenschaft, Energie, Tourismus, Raumordnung, Landesbeteiligungen, Europa und Sport gebündelt sind.
„Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Durch die nun mögliche direkte Abstimmung ohne Reibungsverluste können wir Projekte noch rascher angehen und umsetzen. Die Bündelung von Kompetenzen bringt uns auch bei Ausschreibungen, etwa von Forschungsprojekten des Bundes, einen Vorteil gegenüber anderen Mitbewerbern“, zieht Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl knapp ein Jahr später ein positives Resümee. Insbesondere die enge Verzahnung zwischen Wirtschaft und Forschung/Wissenschaft mache sich bezahlt, so LH-Stv. Strugl. Denn internationale Rankings würden zeigen, dass jene Regionen besonders erfolgreich seien, in denen die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung am besten funktioniere.

Folgende Projekte mit Bundes-Förderungen konnten etwa erfolgreich nach Oberösterreich geholt werden:

  •  Mit der „LIT Factory“ entsteht an der Johannes Kepler Universität Linz eine von drei Pilotfabriken österreichweit, in der digitale Produktionstechnologien erforscht und erprobt werden.
  •  OÖ wird mit der Steiermark und Kärnten Teil des „Silicon Austria Lab“: damit entsteht in Linz ein Spitzenforschungszentrum zum Thema Hochfrequenztechnik
  •  OÖ arbeitet gemeinsam mit der Steiermark am Projekt „New Energy for Industry“ (NEFI) – Ziel: Eine produzierende Industrie, die ohne fossile Energie auskommt.
  •  „Innovationswerkstätte“ in der Tabakfabrik: 1 Mio. Förderung vom Bund
  •  K2-Zentrum „Symbiotic Mechatronics“ des LCM/Linz Center of Mechatronics (48 Mio. Euro Forschungsleistung)
  •  K1 Forschungszentren in OÖ: Pro2Future, SCCH und Wood K plus
  •  Projekt „DigiTrans“ – Testregion für Autonomes Fahren

Die gesamte Presseunterlage können Sie hier nachlesen.

Konjunkturreport


Wissenschafts-Kooperationen als Forschungs- und Jobmotor für Oberösterreichs Wirtschaft

von links: DI Dr. Joachim HAINDL-GRUTSCH, Geschäftsführer Industriellenvereinigung OÖ, Mag.a Gerlinde PÖCHHACKER-TRÖSCHER, Pöchhacker Innovation Consulting GmbH, und Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael STRUGL halten stehend die Studie zum COMET-Programm in ihren Händen und lächeln. Foto: Land OÖ / Sabrina Liedl
v.l.: DI Dr. Joachim HAINDL-GRUTSCH, Geschäftsführer Industriellenvereinigung OÖ, Mag.a Gerlinde PÖCHHACKER-TRÖSCHER, Pöchhacker Innovation Consulting GmbH, und Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael STRUGL. Foto: Land OÖ / Sabrina Liedl

11.01.2018

„Forschung und Entwicklung sind der Schlüssel zu einem zukunftsorientierten Technologiestandort und einer erfolgreichen Wirtschaftsregion. Dabei ist ein enges Zusammenwirken von Wissenschaft – Forschung – Wirtschaft im Innovationsprozess ganz essenziel. Das COMET-Förderprogramm des Bundes ist ein höchst effizientes Instrument zur Stärkung von langfristigen Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen. Der kontinuierliche Erfolg in diesem Programm ist daher von strategischer Bedeutung für den Innovationsstandort OÖ“, erläutert Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl, MBA.

Im Rahmen einer Studie, die vom Standortressort des Landes OÖ und der Industriellenvereinigung OÖ in Auftrag gegeben worden ist, wurden die Wirkungen der Beteiligung von oö. Unternehmen am COMET Programm (Competence Centers for Excellent Technologies) auf den Wirtschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich untersucht. Daraus wurden auch Empfehlungen abgeleitet, um die investiven Wirkungen der COMET-Beteiligung der oö. Unternehmen und die Kapitalisierung der Forschungsergebnisse durch den Aufbau von firmeninternen Forschungsressourcen und Investitionen in Beschäftigung und Produktionserweiterungen am Standort Oberösterreich weiter zu verstärken. Die Studie wurde von der Pöchhacker Innovation Consulting GmbH erstellt.

Mit Stand Anfang 2017 gab es im Rahmen des COMET-Programms fünf laufende K2-Zentren, 18 laufende bzw. genehmigte K1-Zentren sowie 26 laufende bzw. genehmigte K-Projekte. Insgesamt bestehen damit 49 K-Zentren oder K-Projekte in Österreich. Die meisten davon liegen in der Steiermark, wo drei K2-Zentren, sechs K1-Zentren sowie 14 K-Projekte angesiedelt sind. In Oberösterreich gibt es ein K2-Zentrum sowie vier K1-Zentren und vier K-Projekte und damit nach der Steiermark die meisten COMET-Aktivitäten unter den Bundesländern.

 

COMET-Zentren und –Projekte in Oberösterreich
Das oberösterreichische K2-Zentrum „Austrian Center of Competence in Mechatronics (ACCM)“ beschäftigt sich mit der Prozesssimulation in der Mechatronik, mecha-nischen Systemen sowie Sensorik und Signalverarbeitung. Seit 2013 ist das Zentrum vollständig in die Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) integriert und mit 2017 ausgelaufen. Das Nachfolgezentrum „Symbiotic Mechatronics“ wurde 2017 genehmigt und ist jetzt im Aufbau. Dazu kommen die vier K1-Zentren K1-Met (Competence center for excellent technologies in advan-ced metallurgical and environmental process development), Pro2Future (Products and production system of the future), SCCH (Software competence center Hagen-berg) und WOOD (Wood: next generation materials and processes – from funda-mentals to implementations) mit den folgenden Forschungsfragestellungen:

 

  •  K1-MET: Metallurgie, Umwelt, Prozesstechnologie, Industrieanlagen
  •  Pro2Future: Cyber Physical Systems, Internet of Things, Industrie 4.0, kognitive Robotik, maschinelles Erkennen, Predictive Analytics
  •  SCCH: Wissensbasierte Methoden, Softwaresysteme und Datenanalyse, Bildan-alyse, Integrierte Softwaretechnik, Softwareentwicklung
  •  Wood: Holz, Holz-Chemie, Verbundwerkstoffe, Biopolymere, Naturfasern

 

Die vier in Oberösterreich ansässigen K-Projekte sind:

  •  Amoree: Prozessoptimierung in der Aluminium- und Magnesiumverarbeitung, Energieeffizienz, Ressourceneffizienz
  •  HOPL: Metaheuristik, stochastische Optimierung, evolutionäre Algorithmen, da-tenbasierte Strukturidentifizierung, Prozessoptimierung, simulationsbasierte Op-timierung in Produktion und Logistik
  •  imPACts: Prozessanalyse, Prozessoptimierung, Messungs- und Bewertungstech-nologie, Information Mining für die Chemieindustrie
  •  ZPT+: zerstörungsfreies Testverfahren, Materialwissenschaften, Qualitätskon-trolle, Messungstechnologien, Bewertungstechnologien

 

128 oö. Unternehmen am COMET-Programm beteiligt
Im Rahmen der Studie wurde erhoben, dass insgesamt 128 oberösterreichische Unternehmen an einem oder mehreren K-Zentrum/Zentren bzw. K-Projekten beteiligt sind. Die Zahl der COMET-Beteiligungen der oö. Unternehmen lag bei 201, die sich auf 33 verschiedene Zentren oder Projekte aufteilen. Dabei zeigte sich durchaus eine räumlicher Bezug, 84 bzw. rund 42 % der Beteiligungen entfallen auf COMET-Aktivitäten am Standort Oberösterreich. Das heißt im Gegenzug, dass fast 60 % der Beteiligungen in anderen Bundesländern stattfinden, allen voran in der Steiermark, wo OÖ Unternehmen in 70 Fällen an COMET-Aktivitäten beteiligt sind. Auch Niederösterreich spielt mit 33 Beteiligungen eine wesentliche Rolle für die OÖ Unternehmen. Eine im Rahmen der Studie durchgeführte Online-Befragung unter den OÖ Unternehmen mit COMET-Beteiligung zeigte allerdings auch, dass jene Unternehmen, die in Oberösterreich an COMET-Aktivitäten beteiligt sind, in der Regel ein höheres finanzielles Engagement aufweisen als Unternehmen, die nur in anderen Bundesländern an COMET-Aktivitäten beteiligt sind.


Finden Beteiligungen an COMET-Aktivitäten außerhalb von Oberösterreich statt, dann vorwiegend an K2- oder K1-Zentren. An K-Projekten sind die oö. Unternehmen meist nur dann beteiligt, wenn diese in Oberösterreich liegen. Was die thematische Schwerpunktsetzung der oö. Unternehmen betrifft, so erfolgen diese in mehr als der Hälfte aller Fälle in Form von COMET-Aktivitäten, die sich dem Forschungsthema Produktion widmen – was auch der oö. Wirtschaftsstruktur, welche stark von der Industrie geprägt ist, entspricht. Ebenfalls häufig sind die Unternehmen in den Themenfeldern Energie und Umwelt sowie Informations- und Kommunikationstechnologien aktiv.

 

Weitere Informationen finden Sie in der Presseaussendung.


Neues Lab for Digital Transformation and Law an der JKU

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v. l.: Georg Kofler (JKU), Michael Mayrhofer (JKU), Spartenobmann Günther Rübig, Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Rektor Meinhard Lukas, Copyright: Land OOE/Grilnberger

10.01.2018

Datenbasierte Wertschöpfung, automatisierte Produktion und die neuen Geschäftsmodelle in der digitalisierten Wirtschaft haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft und stellen nationale Rechtssysteme vor große Herausforderungen. Die JKU als größte Forschungs- und Bildungseinrichtung des Landes hat nicht nur die Aufgabe, den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen – sie gestalten die digitale Transformation auch aktiv mit. Mit dem Linz Institute of Technologie (LIT) bietet sich durch den interdisziplinären Ansatz die Chance, nicht nur die technologischen Forschungen in Oberösterreich voranzutreiben, sondern im Rahmen des Lab for Digital Transformation and Law auch die rechtlichen Veränderungen und Erfordernisse der Digitalisierung zu beleuchten.

„Die Digitalisierung ist ein zentraler Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Oberösterreich. Mit unserer Leitinitiative Digitalisierung und unserer Strategie für Künstliche Intelligenz soll Oberösterreich insbesondere zum nationalen Kompetenzzentrum für IT-Sicherheit und Künstliche Intelligenz werden, darüber hinaus wollen wir unser Bundesland bei der Künstlichen Intelligenz auch unter die fünf besten Technologie-Hubs Europas positionieren“ Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl

 

Industrie braucht zukunftsorientierten Rechtsrahmen für Digitalisierung 

„Die Digitalisierung bietet für die oberösterreichische Industrie eine enorme Chance, ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken, sie noch internationaler und erfolgreicher tätig zu machen. Die Digitalisierung beschränkt sich nicht nur auf technische Lösungen, sondern erfordert die digitale Transformation des gesamten Unternehmens und betrifft vor allem auch Unternehmensprozesse, neue Geschäftsmodelle, neue Aus- und Weiterbildungsformate usw. Für die Entwicklung digitaler Innovationen und Geschäftsmodelle braucht die Industrie allerdings einen zukunftsorientierten Rechtsrahmen“ Günter Rübig, Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich

 

Johannes Kepler Universität gestaltet die digitale Transformation aktiv mit

Das Lab for Digital Transformation and Law ist ein essenzieller Bestandteil des Linz Institute of Technology (LIT) und Sinnbild der Strategie, die die JKU verfolgt: „Ein ganzheitlicher Ansatz, der sich selbst keine Grenzen, sondern auf den aktiven Austausch setzt. Für die Linzer Ingenieurskunst sind wir mittlerweile bekannt wie anerkannt. Nun denken wir sie weiter.“  „Enorme neue Chancen und Möglichkeiten erfordern auch zusätzliche Regeln. Dabei geht es keinesfalls darum, den Erfindergeist und die Innovationsstärke zu bremsen, sondern ganz im Gegenteil mit entsprechenden Rahmenbedingungen die Forschung in entscheidenden Zukunftsfeldern noch gezielter und punktgenauer auf Schiene zu bringen und für ein sicheres und nachhaltiges Umfeld zu sorgen.“ Rektor JKU Meinhard Lukas

 

„Die digitale Transformation erfasst alle Bereiche der Gesellschaft. Teile des Öffentlichen Rechts stehen vor einem gewaltigen Umbruch und vor großen Herausforderungen – Datenschutz und Datensouveränität, Genehmigung und Kontrolle von modernen Betriebsanlagen und Digitalisierung der Verwaltung sind nur einige Schlagwörter“ Univ.-Prof. Dr. Michael Mayrhofer, Abteilung für Technikrecht an der JKU


Initiative 1Plus1 läuft 2018 weiter

Logo Initiative 1Plus1

29.12.2017

Die erste Mitarbeiterin/den ersten Mitarbeiter anzustellen, ist für Ein-Personen-Unternehmen ein großer Schritt. Eine wertvolle Unterstützung bietet in dieser Phase die Initiative 1plus1, die 2015 im Rahmen der Wachstumsstrategie des Landes OÖ gestartet wurde. Knapp 230 Ein-Personen-Unternehmen nahmen bislang die Förderung in Anspruch. Das bedeutet gleichzeitig, dass 230 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Erfreulicherweise ist die Nachfrage ungebrochen. Die Initiative wird daher 2018 in die Verlängerung gehen.

Den ersten Beschäftigten aufzunehmen, wird von vielen EPU als risikoreiche Entscheidung empfunden. Diese Hemmschwelle wird mit der Initiative 1plus1 durch intensive Beratung und Unterstützung abgebaut. Erwünschte Nebenwirkung: Da die Förderung nur dann möglich ist, wenn die/der aufgenommene Mitarbeiter/in zuvor arbeitslos gemeldet war, gibt es für diese Personen die Chance auf einen raschen Wiedereinstieg in die Beschäftigung.

Die Initiative 1plus1 besteht aus einer finanziellen Förderung für Ein-Personen-Unternehmen durch das Wirtschaftsressort des Landes OÖ. Zudem unterstützen die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, die Wirtschaftskammer Oberösterreich, das Arbeitsmarktservice Oberösterreich und die OÖ Gebietskrankenkasse bei allen rechtlichen, inhaltlichen und praxisbezogenen Fragestellungen zur Mitarbeiteraufnahme.

www.initiative1plus1.at


Lernen wie Intelligente Spezialisierung funktioniert

Ziel von Intelligenten Spezialisierungen ist u.a. die Stärkung der regionalen Innovationssysteme. Foto: BAK Economics

27.12.2017

Um der Herausforderung der wirtschaftlichen Modernisierung zu begegnen, muss Europa seine Regionen stärken und ihnen bei der Wertschöpfung helfen. Das bedeutet Innovation, Digitalisierung und Dekarbonisierung zu fördern sowie die Kompetenzen der Menschen zu entwickeln. Der Ansatz der Intelligenten Spezialisierung (Smart Specialisation Strategies), der 2014 in alle regionalpolitischen EU-Programme aufgenommen wurde, hat sich bewährt.

Wie Intelligente Spezialisierung konkret funktioniert, vermittelt nun das unabhängige Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics AG ab Mitte Jänner 2018 an öffentliche Entscheidungsträger und Verantwortliche in der Strategieentwicklung: Die Lektoren Dominique Foray von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne sowie Martin Eichler von BAK Economics erläutern in diesem zwölfwöchigen Online-Kurs Theorien und Fallbeispiele, wie Intelligente Spezialisierungsstrategien in der Praxis Anwendung finden. Darunter fallen beispielsweise Alleinstellungsmerkmale, Wettbewerbsvorteile und einzigartige Vermögenswerte einer Region.

Ziel von Intelligenten Spezialisierungen ist u.a. die Stärkung der regionalen Innovationssysteme, die Maximierung des Wissenschaftsaustauschs und die Streuung von Innovationsvorteilen auf die gesamte regionale Wirtschaft. Die von der EU-Kommission aufgebaute "Smart Specialisation Platform" (S3-Plattform) unterstützt die EU-Mitgliedstaaten und Regionen bei der Ausgestaltung ihrer Innovationsstrategien der Intelligenten Spezialisierung.

Der Online-Kurs „Smart Specialisation Strategies“ beginnt am 15. Jänner und endet Anfang April 2018. Die Teilnahmekosten betragen 350 Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.smartspecialisation.ch sowie info@smartspecialisation.ch.
 


Neue Ansiedlungen bringen INKOBA Perwang mehr als 90 Prozent Auslastung

Firmengebäude in Landschaft mit Parkplatz davor
Der neue Firmensitz von Stein:Werk: Unternehmer Heinz Dissauer übersiedelte von der Steiermark an den INKOBA-Standort Perwang und investierte rund 800.000 Euro. Foto: Stein:Werk

22.12.2017

„Kurz vor Weihnachten konnten wir sechs neue Betriebsansiedlungen fixieren. Von den ursprünglich 50.000 m² Betriebsbaugebiet sind damit nur noch zirka 4.300 m² am Standort Perwang frei“, freut sich INKOBA-Geschäftsführer Josef Sulzberger, Bürgermeister von Perwang, über die erfolgreiche Entwicklung und hohe Auslastung von mehr als 90 Prozent der INKOBA Oberes Innviertel am Standort Perwang. 

Die sechs neuen Betriebe, die künftig ihren Sitz im 2009 gegründeten INKOBA Perwang haben werden, sind der Lärchenholz-Spezialist Buchwinkler, das Haustechnik-Unternehmen Höflmaier, Haus- und Hoftechnik Schwaiger, Maschinenbauer Alfred Gruber GmbH, Forstunternehmer Julian Wallmannsberger und die Kfz-Werkstätte Bogomolec. „Oberösterreich ist Vorreiter in der Interkommunalen Betriebsansiedlung. Wir setzen auf die professionelle Entwicklung und Vermarktung von betrieblichen Standorten, um den Wirtschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb weiter zu stärken", sagt Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

Stein:Werk übersiedelte aus der Steiermark nach Perwang
Ein weiterer Betrieb ist erst vor kurzem im INKOBA-Gewerbegebiet Perwang heimisch geworden: Die Firma Stein:Werk übersiedelte aus dem steirischen Pinggau nach Oberösterreich. Das Ein-Personen-Unternehmen von Heinz Dissauer ist auf die Bearbeitung von Natursteinen spezialisiert und investierte in den neuen Standort rund 800.000 Euro. Insgesamt kooperieren bereits 297 der 442 oberösterreichischen Gemeinden in 28 INKOBA-Verbänden und Wirtschaftsparks. Damit sind mehr als zwei Drittel aller Gemeinden des Landes in Kooperationsgemeinschaften organisiert.

Seit Gründung der ersten INKOBA im Jahr 2001 wurden bereits rund 350 Hektar, das sind 3,5 Millionen Quadratmeter, gemeinschaftliche Flächen entwickelt. Davon sind derzeit noch etwa 120 Hektar für Betriebsansiedlungen verfügbar. Die Vorteile, die INKOBA-Standorte und Wirtschaftsparks bieten, haben sich schon mehr als 100 Firmen zunutze gemacht und damit rund 1.600 Arbeitsplätze in die Regionen gebracht. 


Baumeister entwickelte eigene App-Lösung für Baustellen

Drei Männer in Baustellenmontur mit Tablet auf Baustelle
Die App BauMaster im Einsatz auf einer Baustelle. Foto: www.blitzkinder.at

13.12.2017

Da es keine geeignete Software-Lösung gab, um die täglichen Herausforderungen einer Baustelle zu bewältigen, nahm Baumeister Walter Fürthauer aus Seewalchen am Attersee das Heft selbst in die Hand: Er gründete das Unternehmen PASit Software GmbH und entwickelte eine innovative Plattform, mit der sich Baustellen zentral einsehen und managen lassen: den BauMaster. Die App ist seit November am Markt und unter www.bau-master.com erhältlich.

Mit der Anwendung BauMaster können Baubesprechungen digitalisiert und damit eine einheitliche Lösung für alle am Bau beteiligten Unternehmen geschaffen werden. Durch die Digitalisierung aller Protokolle, Fotos, Listen und Statusmeldungen der einzelnen Firmen wird ein gut abgestimmter Bauablauf gewährleistet. Tagesaktuelle To-Do Listen für alle beteiligten Gewerke können geräteunabhängig über die Online-Plattform eingesehen und bearbeitet werden. Dadurch kennt der Projektleiter jederzeit den Stand seines Bauvorhabens.

Vorteile liegen in der massiven Ersparnis
PASit-Geschäftsführer Fürthauer ist seit vielen Jahren als Baumeister tätig. „Aus meiner mehrjährigen Berufserfahrung habe ich immer wieder erkannt, dass das Projektmanagement nicht zeitgemäß ist. Nervig war vor allem, dass das Protokollieren und Dokumentieren immer noch mit so viel ‚Zettelwirtschaft‘ zu erledigen war“, sagt der Baumeister. Für ihn ist klar, dass seine App der digitale Projektleiter der Zukunft ist.

Die Vorteile liegen vor allem in der Kosten- und Zeitersparnis sowie in der Steigerung der Ausführungsqualität. Durch die neuartige vernetzte Zusammenarbeit kann der Projektleiter die komplette Bauabwicklung leicht im Überblick behalten. Die Kommunikation aller Beteiligten erfolgt zur Gänze über die Plattform BauMaster und stellt sicher, dass jeder – Bauleiter, Architekt und Handwerker – ständig über den aktuellen Baufortschritt informiert ist.

Einfaches Dokumentieren ohne Zettelwirtschaft
Die Daten sind im Offline-Modus jederzeit und überall verfügbar. BauMaster sorgt für eine nachvollziehbare und transparente Dokumentation, wobei der Aufwand dafür stark reduziert wurde. Durch die digitale Erfassung können die Berichte bereits vor Ort fertiggestellt werden. BauMaster steuert den zielgerichteten Informationsfluss aus einer Plattform heraus und reduziert die E-Mail-Flut auf ein Minimum. Die zeitaufwändige und lästige Zettelwirtschaft mit Excel und Co gehört ebenfalls der Vergangenheit an.

Die Idee entwickelte Fürthauer über Jahre, bevor er mit einem Team von Entwicklern und Professionisten aus dem Bausektor in die Umsetzung ging. Unterstützung erhielt er vom IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria. Gemeinsam konnte der geeignete Partner für das Clusterkooperationsprojekt gefunden und die erforderliche Förderung beantragt werden.


Energiewende in der Industrie: Oberösterreich und Steiermark sind Vorzeigeregionen für Energieinnovation

Zwei Frauen und zwei Männer mit NEFI-Plakat und Österreich-Karte
Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael STRUGL, Hon. Prof. Mag. DI Dr. Brigitte BACH, MSc, Austrian Institute of Technology, DI Theresia VOGEL, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds, und Univ.-Prof. Dr. Wilfried EICHLSEDER, Rektor Montanuniversität Leoben. Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl

12.12.2017

"Je intelligenter und effizienter wir mit Energie umgehen, desto erfolgreicher werden wir im internationalen Wettbewerb sein“, sagt Forschungs- und Energiereferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl. Daher wird bei der im heurigen Frühjahr beschlossenen Energiestrategie "Energie-Leitregion OÖ 2050" die Verbesserung der Energieeffizienz noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Darüber hinaus soll auch der Anteil an erneuerbaren Energieträgern weiter gesteigert werden. Der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern im produzierenden Bereich trägt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherheit bei. Besonders heimische Energietechnologie-Unternehmen profitieren schon davon.

Die Ziele der Energiestrategie "Energie-Leitregion OÖ 2050" werden in konkreten Projekten des Innovationsverbundes "New Energy for Industry" (NEFI) umgesetzt. NEFI ist eine F&E-Plattform und versteht sich als Industrieregion von produzierenden und energieintensiven Unternehmen mit einem besonderen Fokus auf Oberösterreich und Steiermark aufgrund der hohen Dichte produzierender Unternehmen, überdurchschnittlich hohem Energiebedarf und der Zielsetzungen der beiden Landesregierungen.

Oberösterreich stärkt damit sein Innovations-Ökosystem, indem sowohl Technologie zur Anwendung kommt als auch Energietechnologie entwickelt wird und die gesamte Wertschöpfungskette – von den Großunternehmen, den KMU, den Energietechnologieentwicklern bis zu den Energieplanern und Nutzern – verbunden wird. Ziel ist auch in bestimmten Segmenten Energietechnologie- und Innovationsführerschaft zu erreichen und international sichtbar zu sein.

Oberösterreich bei Energietechnologie im Spitzenfeld
In der Energietechnologie nimmt Oberösterreich schon jetzt eine internationale Spitzenposition ein: Mehr als die Hälfte aller innovativen Unternehmen in Oberösterreich haben im Zeitraum 2012 bis 2014 (letztverfügbare Daten) eine „Öko-Innovation“ umgesetzt. Als „Öko-Innovationen“ werden neue oder deutlich verbesserte Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, organisatorische Neuerungen sowie Marketinginnovationen bezeichnet, die positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Zu den wichtigsten Innovationszielen gehören die Senkung des Energieverbrauchs sowie die Ressourceneffizienz.

Für das Industriebundesland Oberösterreich ist vor allem der produzierende Sektor entscheidend. Das Projekt NEFI bringt in diesem Zusammenhang einen dreifachen Nutzen: 1. Der Umstieg von fossilen auf erneuerbare Ressourcen sichert den Produktionsstandort Oberösterreich und die damit verbundene Wertschöpfung & Arbeitsplätze auch vor dem Hintergrund herausfordernder europäischer Klimaschutzziele langfristig ab. 2. Heimische Technologien, die im Zuge von NEFI (weiter-)entwickelt und im eigenen Bundesland eingesetzt werden, können in weiterer Folge auch auf dem Weltmarkt ausgerollt werden. 3. Aus der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Technologieanbietern und Unternehmen entsteht ein Innovationsverbund, der den Weg zur Dekarbonisierung der Industrie weist.

Breite Beteiligung und zusätzliche Arbeitsplätze
Diese Leuchtturmprojekte, die in den produzierenden Unternehmen umgesetzt werden, dienen sowohl zur Bewusstseinsbildung als auch als Anschauungsbeispiele für interessierte Unternehmen. Ein großer Vorteil dieses Innovationsverbundes ist, dass nicht nur große Leitbetriebe, sondern auch innovative KMU in die Aktivitäten miteinbezogen werden und von den Forschungsergebnissen profitieren. Breit ist auch die Beteiligung nach Branchen: Lebensmittel, Maschinenbau, Chemie, Zement, Stahl und Kunststoff sind vertreten. Hinzu kommt ein positiver Beschäftigungseffekt: Jeder neue Beschäftigte in der Cleantech-Branche schafft nahezu zwei zusätzliche Arbeitsplätze in anderen Branchen.


Offene Netze durch Fiber Service OÖ

Auf dem Bild sind von links folgende Personen zu sehen: Horst Gaigg, LH-Stv. Michael Strugl, LH Thomas Stelzer, Martin Wachutka. Jeder hält ein Glasfaserkabel in beiden Händen. | Foto: Land OÖ/Daniel Kauder
v.l.: Horst Gaigg, LH-Stv. Michael Strugl, LH Thomas Stelzer, Martin Wachutka | Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

17.11.2017

Die Digitalisierung hat alle Lebensbereiche voll erfasst – vom eigenen Umfeld zu Hause über Kommunikation und Mobilität bis hin zu Produktionsprozessen, um nur einige wenige zu nennen. Oberösterreich kann und will sich dieser Entwicklung nicht verschließen, vielmehr wollen wir sie proaktiv mitgestalten. Mit der „Leitinitiative Digitalisierung“, die 20 Maßnahmen umfasst, wurden die Eckpfeiler auf unserem Weg zu einer führenden Digitalregion eingeschlagen. Jetzt gilt es dieses Maßnahmenbündel konsequent umzusetzen, denn hier entscheidet sich die Zukunftsfähigkeit des Standortes Oberösterreich, hier eröffnen sich gerade auch für heimische Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten.

Digitalisierung ist Budgetschwerpunkt
Um die digitale Veränderung mitzugestalten, braucht es ein entsprechendes Umfeld. Unerlässlich ist dafür der Ausbau der digitalen Infrastruktur – leistungsfähig, mit hohen Übertragungsbreiten und das flächendeckend im ganzen Land und nicht nur im Zentralraum bzw. den regionalen Ballungsräumen.Aus diesem Grund ist der Ausbau der Breitband-Infrastruktur in den kommenden Jahren ein ganz klarer Schwerpunkt im Landesbudget, der auch entsprechend dotiert wird. Mit der Schwerpunktsetzung beim Breitbandausbau bzw. der Digitalisierung insgesamt setzen wir ein ganz klares Signal und investieren in die Zukunftsfähigkeit Oberösterreichs.

 

100 Mio. Euro für den Breitbandausbau
Insgesamt werden in den kommenden fünf Jahren 100 Mio. Euro in den Ausbau der flächendeckenden Breitband-Infrastruktur investiert. Eine zentrale Rolle wird dabei der nunmehr neu gegründeten Fiber Service Oö GmbH (FIS) zukommen. Oberösterreich beschreitet damit einen neuen Weg, um den Ausbau gezielt vorantreiben zu können und schafft ein Angebot zusätzlich zu bestehenden Anbietern bzw. Betreibern, ohne mit diesen in Konkurrenz treten zu wollen.

 

Aufholbedarf im ländlichen Raum
Gerade im ländlichen Raum gibt es beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur noch Aufholbedarf. Vor allem hier ist der Zugang zu schnellem Internet von besonderer Bedeutung, denn er ist entscheidend dafür, ob sich neue Betriebe ansiedeln, Arbeitsplätze abseits vom Zentralraum entstehen und junge Menschen wegziehen müssen oder Arbeit vor Ort finden.

 

Flächendeckende Versorgung bis 2022
Unser Ziel ist es, bis 2022 eine flächendeckende Versorgung mit hohen Übertragungsbreiten im ganzen Bundesland zu realisieren.

 

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage.


Industrie ohne fossile Energie: Oberösterreich wird Vorzeigeregion

15.11.2017

 Noch kommen zwei Drittel der Energie für die Industrie aus fossilen Quellen. Die Länder Oberösterreich und Steiermark wollen zeigen, dass die produzierende Industrie möglichst ohne fossile Energie funktionieren kann. Dafür haben 80 Unternehmen und 14 Forschungspartner/innen und 5 öffentliche Institutionen aus ganz Österreich beim Klima- und Energiefonds ein Förderprojekt eingereicht, das nun startet. „Rund die Hälfte aller beteiligten Institutionen kommt aus Oberösterreich, was eine eindrucksvolle Demonstration des vorhandenen Know-hows ist“, zeigt sich Wirtschafts- und Energiereferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl über den Förderentscheid erfreut. „Damit wird Oberösterreich auch zum international sichtbaren Leuchtturm für Umwelt- und Energietechnologie“, so LH-Stv. Strugl.

Oberösterreich wird mit dem Projekt „NEFI“ (New Energy for Industry) gemeinsam mit der Steiermark zu einer Energie-Vorzeigeregion. „Ressourcenknappheit und höherer Kostendruck sind zentrale Herausforderungen der heimischen Unternehmen. Wer auf nachhaltige Produktion und erneuerbare Energie setzt, kann seine Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und damit auch Arbeitsplätze in OÖ schaffen und sichern. Wir setzen damit auch einen großen Schritt zur Umsetzung unserer neuen oberösterreichischen Energiestrategie Energie Leitregion OÖ 2050“, erklärt LH-Stv. Strugl.
 

In zahlreichen Projekten werden heimische Energietechnologien im Realbetrieb erprobt, um die zentralen Ziele Dekarbonisierung (= Verzicht auf fossile Energie), Wertschöpfung und Standortsicherheit zu erreichen. Der Schlüssel dazu sind innovative Technologien, die durch die Förderungen in Höhe von bis zu 40 Mio. bis zum Jahr 2025 entwickelt werden sollen.

Die Bandbreite der derzeit beteiligten Unternehmen reicht vom Leitbetrieb wie der Energie AG oder der voestalpine bis hin zum Installateur. Aber auch andere Unternehmen, die sich der Herausforderung Dekarbonisierung stellen wollen oder müssen, können sich in weiterer Folge am Projekt beteiligen. Als Projektkoordinator fungiert das AIT, die größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs.

Ein wesentlicher Baustein des Projekts ist ein Sektor übergreifender Innovationsprozesse mit Unternehmen, Technologielieferant/innen und Wissenschaftspartner/innen. Dieser wird in Oberösterreich von der Oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und dem Oö. Energiesparverband koordiniert.

Die Projektlaufzeit beträgt acht Jahre, die Förderung ca. 40 Mio. Euro und die damit ausgelösten Gesamtinvestitionen 80 bis 120 Mio. Euro. Zum vom AIT angeführten Projektkonsortium gehört neben den oö. Partnern auch die Montanuni Leoben.

Ein erstes Treffen von Anwendern und Anbietern von Energietechnologie gab es bereits diese Woche beim „Innovationsforum Energieeffiziente Produktion“ des Oö. Energiesparverbandes. Über 70 interessierte Teilnehmer/innen haben sich dabei ausgetauscht, wie Energieeffizienz-Potenziale systematisch erkannt werden können, und innovative Lösungen für die Effizienzsteigerung und die Nutzung erneuerbarer Energieträger für die Fertigung in verschiedenen Branchen - wie Metallbearbeitung, Maschinen- und Fahrzeugbau oder Kunststoffindustrie – wurde vorgestellt.

CleantechConnect.2017 am 27. November in Engerwitzdorf
Die nächste Möglichkeit zur Vernetzung und Vorstellung von Projektideen gibt es am 27.11. in Engerwitzdorf beim CleantechConnect.2017 des Cleantech-Clusters der Business Upper Austria – OÖ. Wirtschaftsagentur Gmbh. Anmeldung unter www.cleantech-cluster.at.

 


Tischlerhandwerk 4.0 in Oberösterreich

Sechs Personen stehen nebeneinander und blicken in die Kamera
Mag. Karl Platzer (nextsoft it GmbH) a.Univ.-Prof. Dr. Josef Küng (FAW), Dr.in Dagmar Auer (FAW), Josef Hubinger (Tischlerei Lidauer GmbH), Markus Traunmüller (ShopCrea GmbH) und Christoph Schwingenschuh (Schwingenschuh Gesellschaft m.b.H.) Quelle: nextsoft it GmbH

06.11.2017

Kleine und mittelgroße Tischlereien stehen immer wieder vor der Herausforderung große Aufträge nicht annehmen zu können, da betriebsintern die Kapazitäten fehlen und der Aufbau dieser zu lange dauern würde. Auch die Partnersuche und die Koordination mit Subunternehmen gestalten sich oft kompliziert. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das den Informationsfluss bei unternehmensübergreifenden Kooperationen zwischen Tischlereien automatisieren soll. 

Das Projekt wurde im Rahmen des Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramms OÖ 2020 – unter der Ausschreibung „Produktionsstandort OÖ 2050: Industrie 4.0“ abgewickelt. Business Upper Austria unterstützte das Forschungsprojekt und fungierte als externer Berater bei der Antragstellung.

Die nextsoft it GmbH stellte sich als Koordinator und Bindeglied zwischen drei Tischlereien und dem Forschungsinstitut FAW der JKU zur Verfügung, um ein Forschungsprojekt auf die Beine zu stellen, da sie von ihren Tischlerei-Kunden von den Schwierigkeiten im Bereich der Produktionskooperation erfahren hat. Die Partnersuche bzw. die Koordination mit Subunternehmen gestaltet sich – bei Annahme eines großen Auftrags bzw. wenn die Tischlereien als Subunternehmer fungieren – oft kompliziert. Das Ziel des Projektes war der Aufbau eines firmenübergreifenden Netzwerks und die Definition einer Software. Bei temporären Produktions-Kooperationen soll die Softwarelösung, die Prozesse und die dafür notwendigen Informationen automatisiert verknüpfen und dadurch technisch führende, adaptive und qualitativ hochwertige Produktionsprozesse ergeben. Die drei Unternehmen – die Tischlereien Schwingenschuh, Lidauer und ShopCrea – wollen damit langfristig ihre Ressourcen bündeln und ein Produktionsnetzwerk aufbauen.

„Die Vision hinter dem Projekt ist, dass kleine Produktionsbetriebe über die Zusammenarbeit und Vernetzung ihren Aufwand verkleinern und sich so auf ihre Kern-Bereiche konzentrieren können.“ Karl Platzer, Nextsoft it

 

Steigerung der Umsätze durch production clouds

Intelligentes Bündeln der Kapazitäten von KMU in Form von kooperativen Produktionsprozessen kann zum Entstehen von schlagkräftigen „production clouds“ führen. Nach dem Vorbild des „cloud computing“ können in solchen Produktionsnetzwerken Kapazitäten dynamisch an den Bedarf angepasst werden. Nach außen hin zum Kunden tritt immer nur ein Koordinator in Erscheinung. Dadurch können zusätzliche Umsätze von den Betrieben lukriert werden, die sie alleine nicht machen könnten. „Kleinstrukturierte Betriebe können durch Arbeitsgemeinschaften ihre Kapazitäten besser nutzen, und zwar nicht nur in Sachen Ausstattung, sondern auch im Hinblick auf das Auftragsvolumen“, sagt Karl Platzer. Einerseits können bestehende Kunden komplett bedient, andererseits können neue Kunden gewonnen und die Prozessqualität verbessert werden. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit der oberösterreichischen Tischlereien gesteigert.

 

Projektergebnisse und Ausblick

Nach 18 Monaten intensiver Entwicklungsarbeit wurden mit den definierten Software-Lösungen die Grundlagen für ein weiteres gemeinsames Vorgehen in Richtung Kooperationsnetzwerk geschaffen. Das Projektteam ist aufgrund der Projektergebnisse davon überzeugt, dass Produktionsnetzwerke die Zukunft im KMU-Bereich darstellen. Die in diesem Projekt entwickelten Lösungen werden den Schlüssel zur langfristigen Zusammenarbeit unter den KMU-Tischlereibetrieben darstellen – bei gleichzeitiger Wahrung der Eigenständigkeit.

In einem nächsten Schritt ist die Weiterentwicklung und konkrete Umsetzung unter den Betrieben geplant. Betriebe, die sich an einem Folgeprojekt zur Umsetzung des Produktionsnetzwerkes beteiligen wollen, können sich bei der nextsoft it GmbH melden. Kontakt: office@nextsoft.at

 

Ausschreibung „Produktionsstandort OÖ 2050: Industrie 4.0“

Mit dem Call „Produktionsstandort OÖ 2050: Industrie 4.0“ wurde im Frühjahr 2015 eine Aktion zur Umsetzung des Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogrammes OÖ 2020 im Bereich „Industrielle Produktionsprozesse“ und „Mobilität / Logistik“ gesetzt. Das Interesse von Unternehmen und Forschungseinrichtungen war groß: 28 Projekte wurden eingereicht, von denen letztlich zehn mit einer Förderung aus dem Forschungs- und dem Wirtschaftsressort unterstützt werden. Das Gesamt-Projektvolumen lag bei 4,1 Mio. Euro, die durchschnittliche Förderquote lag bei rund 75 Prozent.

 

Über die Projektpartner:

Koordinator:

Nextsoft it GmbH

Partner:

Institut für Anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW) der JKU Linz
Schwingenschuh Gesellschaft m.b.H.
Lidauer Tischlerei Gmbh
ShopCrea GmbH

Die drei beteiligten Tischlereibetriebe beschäftigen zwischen zehn und vierzig Mitarbeiter und sind allesamt unter anderem im Bereich Ladenbau tätig.


Standort- und Technologiebericht Oberösterreich 2017

Drei Broschüren liegen in einem Fächer übereinander.

06.11.2017

Das strategische Programm Innovatives Oberösterreich 2020 befindet sich in der Halbzeit seiner Umsetzung. Mit dem Standort- und Technologiebericht Oberösterreich 2017 liegt nun eine fundierte Diskussionsgrundlage zu aktuellen Entwicklungen und politischen Herausforderungen vor. Die strukturellen Besonderheiten Oberösterreichs begründen einerseits den wirtschaftlichen Erfolg, sind aber andererseits, wie sich zeigt, auch mit Herausforderungen in der langfristig Entwicklungen des Standorts verbunden.

Neben dem Bezug zum aktuellen strategischen Programm Innovatives Oberösterreich 2020 liegt ein Hauptaugenmerk des Berichtes auf der Gegenüberstellung mit nationalen sowie internationalen Vergleichsregionen.

Die Entwicklung der oberösterreichischen Wirtschaft lag im Jahr 2016 deutlich über dem österreichischen Niveau. So konnten sowohl die technische Produktion – als wichtiger Konjunkturindikator – in Oberösterreich (+0,3 %; Österreich: -0,5 %) als auch die Auftragseingänge (+7 %; Österreich: +2,1 %) zulegen.

Die Wirtschaftsstruktur Oberösterreichs lässt sich unter anderem an der Verteilung der Beschäftigten darstellen. Traditionell ist eine hohe Konzentration im produzierenden Bereich – und dabei vor allem in der Herstellung von Waren – zu beobachten. 34,2 % der Beschäftigten im Bundesland waren im Jahr 2016 im produzierenden Bereich tätig, 25,7 % konnten der Herstellung von Waren zugeordnet werden (Österreich: 16,6 %). Weiterhin bilden die Metallindustrie sowie der Maschinenbau das Rückgrat Oberösterreichs im Bereich der Herstellung von Waren.

Das F&E-Geschehen in Oberösterreich wird maßgeblich von den heimischen Unternehmen mitbestimmt. So waren im Jahr 2015 von 897 F&E-betreibenden Einheiten im Bundesland 739 Einheiten dem Unternehmenssektor zugerechnet. Damit waren im Beobachtungsjahr 20,5 % der forschenden Unternehmen Österreichs in Oberösterreich zu finden.

Download des gesamten Standort- und Technologieberichts 2017 pdf | 18 MB


LisiGoes Digital - Verbesserte Verkehrslage-App für Großraum Linz

Am linken Bildrand ist eine rechte Hand zu sehen, die ein Handy hält. Das Display zeigt die Oberfläche der Handy-App LisiGo. Das Foto wurde am Fahrersitz in einem Auto aufgenommen. Bild © RISC Software GmbH
Bild © RISC Software GmbH

13.10.2017

Die App LisiGo wurde im März 2017 von den OÖNachrichten, der RISC Software GmbH und dem Land Oberösterreich im Android und Apple Store veröffentlicht. Die mobile Anwendung bietet Autofahrern Informationen über die aktuelle Verkehrslage im Großraum Linz an. Mit über 15.000 Installationen in einer Woche konnte innerhalb kurzer Zeit bereits eine große Anzahl an Nutzern gewonnen werden.

Das Projekt LisiGoesDigital wurde nun bei der Ausschreibung „Digitalisierung“ der Initiative Innovatives Oberösterreich 2020 des Landes OÖ genehmigt und startete Anfang Oktober. LisiGoesDigital wird sich mit der Sicherstellung der Datenqualität und der Nutzung der anonymisierten Bewegungsdaten der LisiGo-Community beschäftigen. Ziel des Projektes ist mit Ende der Projektlaufzeit auf Grund des Crowd-Sourcing-Ansatzes von LisiGo den Autofahrern in Oberösterreich verbesserte und individualisierte Verkehrsinformation und -prognose zur Verfügung zu stellen.

Die Verkehrslage im Großraum Linz zeichnet sich durch eine geringe Anzahl an Hauptverkehrswegen aus, die täglich zu Stoßzeiten zwischen 6 und 9 Uhr und 15 bis 18 Uhr von ca. 100.000 Personen für die Fahrt nach bzw. aus Linz hinaus genutzt werden. Auf Grund der großen Anzahl an NutzerInnen steht durch LisiGo eine große Menge von potentiellen Floating Mobile Data Quellen zur Verfügung. Jede dieser Personen hat die Möglichkeit mittels LisiGo Informationen über das aktuelle Verkehrsgeschehen zu beziehen und auch das individuelle Vorankommen im Verkehr via LisiGo zurückzumelden. Es hat sich innerhalb kurzer Zeit eine äußerst aktive Community gebildet, die sich durch die Bereitschaft Daten und Informationen zu teilen und der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen auszeichnet.


Gute Chancen für oö. Unternehmen im weltweit größten Förderprogramm für Forschung und Innovation

V.l.: Dr. Oliver Tissot, Mag. Florian Winner, Dr. Bernd Reichert und DI (FH) Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) Foto: Business Upper Austria

11.10.2017

54 Millionen Euro konnten sich heimische Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereits aus dem europäischen Förderprogramm Horizon 2020 abholen. Jetzt stehen für 2018 bis 2020 die neuen Ausschreibungen an. Diesen widmete Business Upper Austria gestern, Dienstag, eine Konferenz. Rund 80 Teilnehmer informierten sich über ihre Beteiligungsmöglichkeiten. „Die neuen Ausschreibungen bieten gerade Unternehmen die Möglichkeit, europäische Spitzenforscher für ihre neuen Produkte und Lösungen zu gewinnen und von hohen Zuschüssen zu profitieren“, wirbt auch Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl für die Teilnahme.

Das diesjährige Motto „Horizon is Calling“ stellte die neuen Ausschreibungen der nächsten drei Jahre in den Mittelpunkt und eröffnete einen exklusiven Einblick in die Ziele der Europäischen Kommission. Unternehmer und Forschungsakteure konnten die einzelnen Schwerpunkte und Chancen des Programms mit den Experten/innen der Europäischen Kommission, der Forschungsfördergesellschaft FFG und Business Upper Austria diskutieren.

Schwerpunkt und Ausblick Arbeitsprogramm 2018-2020
Spezielles Augenmerk wurde dabei durch Dr. Bernd Reichert von der Europäischen Kommission auf die Chancen und Möglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen gelegt. Gerade KMU sind sowohl regional als auch europäisch die Innovationstreiber und stärken dadurch die Wettbewerbsfähigkeit. Durch die thematische Bandbreite, welche die Schwerpunkte des OÖ Strategischen Programms Innovatives OÖ 2020 abdeckt, wird die Weiterentwicklung des Standorts OÖ als innovativer Feinkostladen Europas gefördert. Digitalisierung, die Zukunft der Mobilität, Produktion, erneuerbare Energie und Nanotechnologie trafen hierbei auf besonders hohes Interesse.

Oberösterreich seit 2014 mit 134 Beteiligungen
Seit 2014, dem Start von Horizon 2020, gibt es 134 oö. Beteiligungen. Besonders erfreulich ist die große Anzahl an Unternehmen (OÖ 45%, AT 38%, EU 34% aller Beteiligungen seit 2014). Gegenüber dem letzten Forschungsprogramm der EU (FP 7 2006-2013) konnte die Anzahl an Unternehmensbeteiligungen um mehr als 20% gesteigert werden.Der hohe Anteil an Unternehmen, die in Horizon 2020 das erste Mal europäische Förderungen nutzen, beweist die Tauglichkeit des Programms für die Wirtschaft. So sind über 60% der aktuellen Unternehmensbeteiligten „Newcomer“ im europäischen Förderprogramm.Die Bandbreite der bisher genehmigten Projekte reicht dabei von der Gewinnung von Biotreibstoff aus den Emissionen von Stahlwerken, über das internet of things, bis hin zur Vermittlung des Kulturerbes Oberösterreichs.

Bis zu 100% Förderung - Das Forschungs- und Innovations-Förderprogramm Horizon 2020
Horizon 2020 ist das weltweit größte Forschungs- und Innovationsförderprogramm und stellt knapp 75 Mrd. Euro an Fördergeldern zwischen 2014 und 2020 bereit. Das Programm bildet einen gemeinsamen Rahmen für drei Herausforderungen bzw. Ziele: Erstens die wissenschaftliche Exzellenz, zweitens die Wettbewerbsfähigkeit bzw. Marktführerschaft europäischer Unternehmen fördern und drittens die gesellschaftlichen Herausforderungen meistern. Einen besonderen Anreiz bietet neben der Möglichkeit, mit europäischen Spitzenforschern zu kooperieren, die sehr hohen Förderquoten (i.d.R. 70% bzw. 100% der förderbaren Kosten).

Land Oberösterreich und Business Upper Austria unterstützen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Einreichung und Abwicklung ihrer Projekte. Das Land Oberösterreich unterstützt Koordinatoren, die ein Projekt einreichen, im Rahmen von „Expanding Horizon“ mit bis zu 25.000 Euro. Die MitarbeiterInnen von Business Upper Austria begleiten Unternehmen von der Idee bis zur Markteinführung, von der Auswahl erfolgsversprechender Ausschreibungen über den Feinschliff des Antrags bis hin zur Abrechnung des Projekts. Jede MitarbeiterIn begleitet derzeit, alleine in europäischen Programmen, die Beantragung von über 25 Mio. Euro Förderung pro Jahr. Über das Enterprise Europe Network unterstützt die oö. Wirtschaftsagentur zusätzlich die Suche nach Partnern und die Verwertung der Ergebnisse, Technologien, Produkte und Dienstleistungen weltweit. Für Ihre persönliche, kostenlose Beratung kontaktieren Sie die Förderberater von Business Upper Austria (0732 79810 5420 oder foerderung@biz-up.at).

Foto: Business Upper Austria
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Von Amsterdam bis Zürich: OÖ im Vergleich mit den stärksten Regionen Europas

Drei Personen stehen nebeneinander und halten jeweils eine Broschüre in der Hand
V.l.: em. o. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider (Johannes-Kepler-Universität Linz), Dr.in Andrea Wagner (BAK Basel Economics AG) und Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl. Foto: Land OÖ / Daniel Kauder

10.10.2017

Wie fit eine Region für Herausforderungen der Zukunft ist, hängt wesentlich vom Gestaltungsspielraum zum Setzen wirtschafts- und forschungspolitischer Schwerpunkte und von ihrer Innovationsfähigkeit ab. Das Schweizer Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel Economics AG hat Oberösterreich daher im Auftrag der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria einem Vergleich mit elf wirtschaftlich starken und innovativen Regionen unterzogen. Im Zentrum der Erhebung stehen die öffentlichen Finanzen sowie Wirtschaftskraft und Innovationspotenzial.

„Auf der Habenseite steht für Oberösterreich eine relativ wettbewerbsfähige Ist-Situation in den meisten Bereichen. Richtet sich der Blick allerdings in die Zukunft, laufen wir Gefahr, Chancen etwa bei der Innovationsfähigkeit oder bei den öffentlichen Finanzen zu verpassen und im Standortwettbewerb zurückzufallen“, fasst LH-Stv. Dr. Michael Strugl das Ergebnis der Analyse zusammen.

Hohes Wohlstandsniveau
Die Untersuchung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zeigt, dass sich Oberösterreich im internationalen Vergleich mit wirtschaftlich erfolgreichen, innovativen Regionen durchaus behaupten kann. Oberösterreich weist mit 50.000 US-Dollar ein deutlich über dem westeuropäischen Durchschnitt liegendes Wohlstandsniveau auf. Insgesamt konnte Oberösterreich seine Wirtschaftsleistung pro Kopf überdurchschnittlich erhöhen (Rang 4). Überdurchschnittlich gut entwickelte sich auch die Stundenproduktivität. Verhalten hingegen war die Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Die Untersuchung des Innovationspotentials Oberösterreichs macht deutlich, dass der Unternehmenssektor einen beträchtlichen Anteil in Forschung- und Entwicklung investiert (Rang 3 unter den 12 Vergleichsregionen). Dies ist angesichts der starken industriellen Basis Oberösterreichs nicht ungewöhnlich. Allerdings ist die Patentintensität bezogen auf die Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe in Oberösterreich stark unterdurchschnittlich (Rang 12). Problematisch ist in diesem Zusammenhang der geringe Anteil an Arbeitskräften mit tertiärem Bildungsabschluss, wenngleich Oberösterreich, dank dem dualen Ausbildungssystem, mit einem im Allgemeinen gut ausgebildeten Arbeitskräftepotential aufwarten kann (Rang 9).

Attraktive Steuersätze für Hochqualifizierte
Die internationale vergleichende Analyse des Bereichs öffentliche Finanzen lässt erkennen, dass Österreich zwar attraktive Steuersätze bietet, aber überschuldet ist und auch immer noch defizitär wirtschaftet. Bezüglich der Unternehmensbesteuerung und der Besteuerung der Hochqualifizierten belegt Österreich den zweiten bzw. den fünften von sechs Rängen. Auf dem sechsten und damit letzten Rang liegt Österreich jedoch bei der Verschuldungsquote nach Maastricht.

Die Situation der öffentlichen Finanzen in Oberösterreich ähnelt den anderen Regionen in Ländern mit einem ähnlichen Grad an Föderalismus.


83 neue Studienplätze für FH Oberösterreich - Schwerpunkte im MINT-Bereich

Eine Studentin sitzt mit ihrem Laptop vor einer grauen Tafel und lächelt. Bild: pixabay
Fünf neue Studiengänge entstehen an der FH OÖ ab dem WS 2018/19. Bild: pixabay

10.10.2017

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat heute  österreichweit 450 neue Fachhochschulplätze genehmigt. Die Fachhochschule Oberösterreich erhält 83 bundesfinanzierte FH-Anfängerstudienplätze und somit die meisten aller Erhalter von Fachhochschulstudiengängen in Österreich. „Ein großer Erfolg für Oberösterreich. Der Schwerpunkt liegt im MINT-Bereich. Damit können wir in den kommenden Jahren noch mehr Fachkräfte für unsere Industrie und Wirtschaft ausbilden“, zeigen sich Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl erfreut. „Die Fachhochschule Oberösterreich ist eine der forschungsstärksten Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum. Die neuen Studiengänge werden mit ihren Forschungsschwerpunkten auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele unseres strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramms ‚Innovatives Oberösterreich 2020‘ leisten“, betont LH Stelzer. „An der FH Oberösterreich entstehen damit ab dem Wintersemester 2018/19 83 Plätze für fünf neue Studiengänge. Es werden damit zusätzliche innovative Ausbildungsplätze in jenen Zukunftsfeldern geschaffen, die für den Standort Oberösterreich entscheidend sind, insbesondere wird damit die Digitalisierung in unserem Bundesland weiter vorangetrieben. Besonderer Dank gebührt hier Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Harald Mahrer, der in den Verhandlungen sehr fair und konstruktiv war“, unterstreicht LH-Stv. Strugl.

Konkret entstehen an der FH Oberösterreich damit ab dem WS 2018/19 83 Plätze für folgende fünf neue Studiengänge:

 

„Applied Technologies for Medical Diagnostics“ (FH OÖ Campus Linz in Kooperation mit FH Gesundheitsberuf OÖ / Joint Master-Programm): Mit diesem Studium entsteht ein neues Berufsfeld an der Schnittstelle Technik / Naturwissenschaft und technologieorientierte Gesundheitsberufe, um die Lücke zwischen Entwicklungsingenieur/in und Produktanwender/in zu schließen. Es werden technologisch qualifizierte Fachkräfte ausgebildet, die Medizinprodukt-Kompetenzen und gesundheitswissenschaftliche Anwendungskompetenzen für analytisch-diagnostische Medizinprodukte in der modernen Gesundheitsversorgung vereinen.

„Automotive Computing“ (FH OÖ Campus Hagenberg, Bachelorstudiengang): Im Automobilsektor findet derzeit vor unser aller Augen eine Revolution statt. Neben neuen Antriebsarten ist es vor allem die Digitalisierung, die sowohl im Fahrzeug selbst als auch in der umgebenden Straßeninfrastruktur von immer zentralerer Bedeutung ist. Moderne Assistenzsysteme bieten zusammen mit kommunizierenden Fahrzeugen völlig neue Möglichkeiten, den Straßenverkehr sicherer, effizienter und umweltschonender zu gestalten.

„Electrical Engineering“ (FH OÖ Campus Wels, Masterstudiengang, englischsprachig): Neue Technologien wie Elektroautos oder erneuerbare und ökologische Energieversorgungssysteme erfordern Forschung in der Elektrotechnik bzw. in der elektrischen Energietechnik. Gleichstromnetze, die für Batterien, Wasserstoffsysteme oder für umweltfreundliche Verteilung und Transport von elektrischer Energie mit Hilfe von Kabelnetzen notwendig sind, Elektroautos und Leistungselektronik sind neueste Technologien, die darauf abzielen grüne und umweltfreundliche Energiesysteme zu etablieren.

„Robotic Systems Engineering“ (FH OÖ Campus Wels, Masterstudiengang): Stichwort Industrie 4.0: Robotiksysteme sind aktuell einem starken Wandel unterworfen. Weg von klassischer Vollautomatisierung zur Fertigung hoher Stückzahlen hin zu einer individuellen variantenreichen Fertigung von Kleinserien. Im Spannungsfeld rund um kollaborative Roboter, autonome Transportfahrzeuge und selbstlernenden Algorithmen, wird in den kommenden Dekaden die Zukunft der Produktion liegen. Dadurch werden sich die Arbeits- und Produktionsbedingungen beträchtlich verändern.

„Physical Internet Management“ (FH OÖ Campus Steyr, Masterstudiengang): Das Physical Internet basiert auf den Grundsätzen des digitalen Internets. Die Analogie ist, dass Materialen in Behältern in Analogie zu Datenpaketen selbststeuernd durch intermodale Transportnetzwerke bewegt werden sollen. Ergebnis ist ein offenes kooperatives System, das physische Objekte bewegt und lagert und dadurch optimalen Ressourceneinsatz garantiert. Die Absolvent/innen werden für die Digitalisierung und Vernetzung des Transport- und des damit zusammenhängenden Materialflusses qualifiziert, Schwerpunkte des Studiums sind das technologiegestützte Design, die Realisierung und Optimierung von digitalisierten Transportnetzwerken.


Nur mit erstklassiger Infrastruktur und gut ausgebildeten Fachkräften kann OÖ Chancen der Digitalisierung nutzen

Ein Mann spricht auf einer Bühne
Bestseller-Autor Tim Cole mahnte in seinem Vortrag nachdrücklich, die digitale Transformation nicht zu verschlafen. Foto: Fotostudio Eder

28.09.2017

Als „Tsunami, der herkömmliche Geschäftsmodelle aus den Angeln hebt“ bezeichnet Tim Cole die digitale Transformation. Der deutsch-amerikanische Autor sprach gestern, Mittwoch, vor 400 Gästen bei der Veranstaltung „Up-Date Standort OÖ“, zu der Business Upper Austria in Kooperation mit Wirtschaftskammer OÖ und Industriellenvereinigung OÖ in die voestalpine Stahlwelt geladen hatte. Cole stellte nachdrücklich dar, wie die Veränderung jede Branche, jedes Unternehmen, jede Abteilung und jeden Mitarbeitern betrifft. Sein Rat an die Unternehmen: „Stellen Sie das eigene Geschäftsmodell immer wieder in Frage – bevor es jemand anderer tut“.

Wie der Standort OÖ, die Unternehmen und deren Mitarbeiter/innen zu Gewinnern der digitalen Transformation werden können, diskutierten Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Im Standort-Talk waren sich Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, WKOÖ-Präsidentin Mag. Doris Hummer und IVOÖ-Präsident Dr. Axel Greiner einig: Neben der Infrastruktur in Form von Breitband-Internet sind gut ausgebildete Fachkräfte der entscheidende Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Standortes. „Das beginnt schon in den Schulen, wo wir flächendeckend digitale Kompetenzen vermitteln wollen. Sie sind heute so wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen“, so LH Stelzer.

LH-Stv. Dr. Michael Strugl stellte klar, dass die Wettbewerbsfähigkeit Oberösterreichs nur durch Innovationsführerschaft zu erreichen sei. Dazu brauche man die besten Köpfe und ein wirtschaftliches Ökosystem, in dem sich Start-ups etablieren könnten.

Die Runde der Wirtschaftsvertreter bestritten Fill-Geschäftsführer Wolfgang Rathner, Hödlmayr-Chef Johannes Hödlmayr und dem Geschäftsführer von Catalysts, Dr. Christoph Steindl. Rathner berichtete aus eigener Erfahrung, dass Oberösterreich als Vorreiter in der Digitaltechnologie bereits wahrgenommen werde – ein Befund, den Johannes Hödlmayr für das Themenfeld Logistik und Mobilität teilte. Christoph Steindl von der Linzer Softwareschmiede prophezeite einen alles durchdringenden Wandel: „Alle Geschäftsmodelle, die digitalisiert werden können, werden auch digitalisiert“

Hochkarätig besetzt war das Podium auch beim abschließenden Science-Talk: KI-Pionier Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter von der JKU, der künstlerische Leiter des Ars Electronica Center, Ing. Gerfried Stocker, und Tim Cole zeichneten ein Bild von der neuen, digitalen Welt. Hochreiter appellierte an die Unternehmen, die Chancen zu nutzen, die durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz entstehen. „KI steckt jetzt schon in jedem Smartphone. Wir nutzen sie, ohne es zu merken.“ AEC-Chef Stocker schloss wieder den Kreis zur Bildung. Es gelte, die Kreativität zu fördern, um auch in der Generation von übermorgen Innovationen anzustoßen.


Kontakte knüpfen und potenzielle Kooperationspartner finden

grafisches Bild von der Kooperationsbörse
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Personen im Saal bei der Kooperationsbörse
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria

27.09.2017

Über 60 nationale und internationale Vertreter/innen aus den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft führten im Rahmen des Internationalen Forums Mechatronik 120 individuelle Gespräche mit dem Ziel neue Kontakte zu knüpfen und potenzielle Kooperationspartner zu finden. Dabei stand im Vordergrund, wie Mechatronik zum Durchbruch bei Industrie 4.0 und Digitalisierung verhilft. Die B2B-Meetings in der voestalpine Stahlwelt wurden von Business Upper Austria als Partner im Enterprise Europe Network organisiert.

In 20-minütigen Gesprächen tauschten sich die Teilnehmer/-innen über aktuelle Herausforderungen, technologische Entwicklungen, Trends und mögliche Kooperationsfelder in Themenbereichen wie digitaler Zwilling, Cloud-basierte Optimierung von Prozessen, industrielle Assistenz-Systeme oder Indoor-Lokalisierung aus.

 

 

 

Zufriedene Teilnehmer:

Mario Salhofer, Kundenberater (GINZINGER ELECTRONIC SYSTEMS GmbH)

"Es war für mich die erste Kooperationsbörse in diesem Rahmen. Bin über die Betreuung im Vorfeld, sowie über die Abwicklung vor Ort sehr begeistert. Die Dauer der Gespräche ist für einen Erstkontakt optimal, desweiteren wurden die Pausen für zusätzliches networking genutzt."

 

Dr.-Ing. Christof Eberst, Geschäftsführer (Convergent Information Technologies GmbH)

"Das Format hat mir gut gefallen und hat meine Erwartungen übertroffen. Die Gespräche waren sehr interessant! Im Großen und Ganzen konnte ich mir sehr viel mitnehmen."

 

Dr. Robert Koeppe, Chief Scientist (Sticht Technologie GmbH)

"Ich fand die B2B-Meetings sehr produktiv und interessant, vor allem auch mit dem breiten Themenfokus, weil man mit Partnern ins Gespräch kommt, die man sonst vielleicht überhaupt nicht im Blickfeld gehabt hätte."

 

Über das Enterprise Europe Network (EEN)

mit mehr als 600 Partnerorganisationen in über 60 Ländern und mehr als 3.000 Experten ist das Enterprise Europe Network (EEN) das größte Service-Netzwerk der Welt. Jährlich organisiert das Netzwerk rund 500 Kooperationsveranstaltungen und bietet damit ein erfolgreiches Veranstaltungsformat, um Unternehmen und Forscher international zu vernetzen. Die für Oberösterreich zuständigen Partner im EEN sind die Business Upper Austria und die Wirtschaftskammer OÖ. www.een.at

 

Die Organisation der Kooperationsbörse im Rahmen des Internationale Forums Mechatronik wurde durch das Projekt NUCLEI (Network of Technology Transfer Nodes for Enhanced open Innovation in the Central Europe advanced manufacturing and processing industry) unterstützt.

Mario Salhofer, Kundenberater (Ginzinger Electronic Systems GmbH) Foto: Business Upper Austria
Dr. Robert Koeppe, Chif Scientist (Sticht Technologie GmbH) Foto: Business Upper Austria
Dr.-Ing. Christof Eberst, Geschäftsführer (Convergent Information Technologies GmbH) Foto: Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria
Foto: Fotostudio Eder / Business Upper Austria

Erste Flüssigerdgas-Tankstelle in Österreich eröffnet

Sieben Personen stehen nebeneinander und zerschneiden ein Band
V.l.: Markus Mitteregger (CEO RAG), LH-Stv. Dr. Michael Strugl, Pierre Lahutte (CEO IVECO), LRin Petra Bohuslav, Land Niederösterreich, LAbg. Evelyn Kattnig, Karl- Martin Studener (Business Director IVECO Austria) und Werner Auer (Geschäftsführer Ennshafen OÖ GmbH) Foto: Karin Lohberger

26.09.2017

Die Unternehmen RAG, Ennshafen OÖ GmbH und IVECO Austria eröffneten gestern im oberösterreichischen Ennshafen die österreichweit erste Tankstelle für Flüssigerdgas (LNG - Liquefied Natural Gas). „Die RAG leistet mit diesem Meilenstein zur Etablierung von LNG als umweltfreundlichem Kraftstoff für den LKW-Verkehr einen ganz wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele. Dank unserer Tankstelle kommt LNG endlich auch in Österreich an.“, freut sich Markus Mitteregger (CEO der RAG) über die wettbewerbsfähige, saubere und leistbare Alternative zu herkömmlichen Treibstoffen im Straßengüterverkehr. 

Am Standort Ennshafen können derzeit rund 12 Tonnen verflüssigtes Erdgas gelagert werden, das entspricht rund 60 - 90 LKW-Tankfüllungen. Angeliefert wird das Erdgas mit dem RAG-eigenen LNG-Tankwagen. Das Erdgas stammt u.a. aus heimischen RAGErdgaslagerstätten und wird in der RAG-eigenen LNG-Anlage im oberösterreichischen Gampern aufbereitet, wo etwa zwei Tonnen LNG pro Tag hergestellt werden, die dann an der LNG-Tankstelle Ennshafen genutzt werden können. Das entspricht einer Betankung von 10 -15 LNG-LKWs pro Tag.

Was ist LNG?
LNG (Liquefied Natural Gas) ist Erdgas, das durch Abkühlung auf Temperaturen von ca. -160°C in einen flüssigen Zustand versetzt wird. Das Expansionsverhältnis von flüssig zu gasförmig beträgt bei Erdgas 1:600, sodass große Mengen von Energie in Form von LNG transportiert und bevorratet werden können. Es kann direkt in Österreich erzeugt oder mit speziellen Tankwagen, Tankwaggons und Tankschiffen zu den Kunden transportiert werden. Neben einfacher Lagerung und Transport besitzt LNG noch einen wesentlichen Vorteil: Liquefied Natural Gas ist sehr wirtschaftlich und effizient. Denn als sehr reines Erdgas, das zu fast 100 % aus Methan besteht, hat es einen durchschnittlichen Brennwert von rund 13,7 kWh pro Kilogramm.

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Jahr der digitalen Bildung an oö. Schulen

von links stehen Landesschulrats-Präsident für OÖ Fritz Enzenhofer, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landerätin Mag. a Christine Haberlander. Jede Person hält mehrere Folder für das Jahr der digitalen Bildung in Händen. Foto: Land OÖ/Stingl
v.l.: Amtsführender Präsident des Landesschulrates für OÖ Fritz Enzenhofer, Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landesrätin Mag.a Christine Haberlander. Foto: Land OÖ/Stinglmayr

26.09.2017

Das Land Oberösterreich und der Landesschulrat OÖ haben das Schuljahr 2017/18 zum „Jahr der digitalen Bildung“ ausgerufen. Ziel des Schwerpunktjahres ist es, zu signalisieren, dass digitale Bildung kein Bereich ist, in dem sich einige wenige Schulstandorte spezialisieren, sondern dass eine Auseinandersetzung mit diesem Thema in allen Schulen erforderlich ist. Dazu werden im Schuljahr 2017/18 Vorträge, Veranstaltungen sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler, aber auch Pädagoginnen und Pädagogen angeboten.

Digitale Medien sollen fester Bestandteil des Schulunterrichts werden

Ein wesentlicher Aspekt ist, die digitale Ausbildung an allen Schulstandorten zugewährleisten. Dazu soll eine Verankerung von digitalen Medien und einer digitalen Ausbildung in allen Schultypen im Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozess angestrebt werden.

Die Mitgliedsinstitutionen des RECC Informatik und digitale Medien (LSR OÖ, Pädagogische Hochschule OÖ, Pädagogische Hochschule der Diözese Linz, FH OÖ,JKU, Education Group) haben sich mit ihrer jeweiligen Expertise an der Umsetzung eingebracht, ein Jahresprogramm definiert und konkrete Aktionen und Anregungen für die Schulen gesetzt.

Das Jahr der digitalen Bildung ist eine Maßnahme aus der „Agenda OÖ - Digitale Bildung“, die im März 2017 von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer präsentiert wurde und von seiner Nachfolgerin als Bildungsrefentin, Mag.a Christine Haberlander fortgesetzt wird. Im Schwerpunktjahr „Jahr der digitalen Bildung“ werden Maßnahmen, die in der mittelfristigen Zielsetzung und Umsetzung der Agenda OÖ genannt werden, gestartet.

„Die rasante Entwicklung und Ausweitung der Digitalisierung verlangt eine Integration in die Bildungslandschaft und in die Bildungsinstitutionen. Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit erhalten, einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien und der Digitalisierung zu erlernen. Klar ist, dass das ‚WWW‘ heutzutage genauso wichtig ist wie das ‚ABC‘. Es hat aber noch nicht den selben Stellenwert im Klassenzimmer. Wir müssen raus aus der ‚Kreidezeit‘ und rein ins digitale Klassenzimmer“, so Stelzer.

„Bei den Schülerinnen und Schülern ist die Digitalisierung schon längst angekommen. Jetzt müssen wir sie in die Schulen bringen. Dazu braucht es nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch das Know-How mit dieser umzugehen. Deshalb sind Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Pädagoginnen und Pädagogen im Rahmen des Jahres der Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil“, sagt Bildungs-Landesrätin Haberlander.

„Das Jahr der digitalen Bildung forciert weitere Entwicklungsarbeit in diesem Bereich und holt bereits Erreichtes unserer Lehrerinnen und Lehrer vor den Vorhang“, sagt der amtsführende Präsident des Landesschulrates, OÖ HR Fritz Enzenhofer. Zielsetzung sei es weiterhin, so Enzenhofer, in enger Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Hochschulen, Fortbildungsprogramme zu erstellen, die auf Schulentwicklungskonzepte und Kompetenzmodelle der Pädagoginnen und Pädagogen abgestimmt sind.

 

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Leinen los am PIER 4!

von links zu sehen: Mario Steinkellner, Karl Purkarthofer, Stefan Stallinger, Oskar Kern, LH-Stv. Michael Strugl, Harald Schröpf, Heinrich Schaller, Christian Zeilinger, Helmut Fallmann und Markus Manz. Genannte Herren stehen frontal zur Kamera. Darüber
v.l.: Mario Steinkellner, Karl Purkarthofer, Stefan Stallinger, Oskar Kern, LH-Stv. Michael Strugl, Harald Schröpf, Heinrich Schaller, Christian Zeilinger, Helmut Fallmann und Markus Manz. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger

25.09.2017

Am 25. September heißt es offiziell „Leinen los am PIER 4!“. Der Start-up Inkubator tech2baus Linz schafft mit seinem Multi Corporate Venturing, das heute unter der Marke PIER 4 offiziell startet, einen regen Handelsort von Geschäftsideen. Die Leitbetriebe Amag, ELIN, die Energie AG, Fabasoft, Lenzing AG, Miba, Primetals Technologies und TGW treffen hierauf Start-ups, die es mit Unterstützung von tech2b zu finden gilt. Eines bringen sie alle mit:den Pioniergeist, der Voraussetzung ist für ein Unternehmen, das die Zukunft gestalten will.PIER 4 ist eine Freizone für Industrie, Entwickler und Gründer, ein Dock, an dem die Flaggschiffe der heimischen Wirtschaft vor Anker gehen, um wertvolle Fracht zu laden: Ideen, Lösungen und Prototypen für die Industrie von übermorgen. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ist Finanzierungspartner von PIER 4 und bringt eine Million Eigenkapital für die Start-ups ein.

„Wir tun das, was wir am besten können: Vernetzen, scouten und begleiten."

“tech2b Geschäftsführer Markus Manz: „Wir konnten acht Topunternehmen aus der Industrie für PIER 4 gewinnen. Die Unternehmen haben Suchfelder definiert, wie zum Beispiel smarte Materialien, künstliche Intelligenz, Digitalisierung oder E-Mobilität. Diese Themen nehmen wir als Guideline, um geeignete Start-ups zu finden, egal von wo siekommen. Die Raiffeisenlandesbank OÖ bringt ihre Erfahrung in der finanziellen Bewertung der Pilotprojekte und Eigenkapital mit. Das ist eine Konstellation, die in der Form einzigartigist.“ Manz beschreibt die Stärke von tech2b so: „Wir sind Dienstleister und Netzwerker und kennen uns in der Welt der Start-ups aus. Wir tun also das, was wir am besten können – das gilt übrigens für alle am Projekt Beteiligten: Jeder bleibt bei seiner Kernkompetenz. Mit PIER4 suchen wir nicht den schnellen Erfolg. Unser Ziel ist es, möglichst viele nachhaltige zukunftsweisende Industrieprojekte anzustoßen.“

 

Konkret kann eine PIER 4-Kooperation etwa so aussehen: tech2b findet über seine Netzwerke ein dem definierten Suchfeld entsprechendes und spannendes Start-up. Es wird zu einer Pitching-Session nach Linz eingeladen, um den Prototypen und die Geschäftsidee vorzustellen. Ein Industrieunternehmen beschließt daraufhin, ein Pilotprojekt zu starten. Dabei können sich mehre Start-ups für ein Unternehmen oder mehrere Unternehmen für ein Start-up zusammenfinden. Zur Sicherung der Finanzierung steuern die Unternehmen Know-how und andere Ressourcen bei, die Raiffeisenlandesbank OÖ bringt im Bedarfsfall Eigenkapital ein. Ist das Projekt erfolgreich,stehen Beteiligungs- und Kooperationsmöglichkeiten in Aussicht, scheitert das Projekt, teilt sich das Risiko auf.

 

„Oberösterreich ist am besten Weg, zum Start-up Hub Europas zu werden. “Als Industriebundesland Nummer eins in Österreich habe Oberösterreich eine Vorreiterrolle inne, die mit PIER 4 ausgebaut werden könne, zeigt sich Wirtschaftsreferent LH-Stv.Michael Strugl optimistisch: „Schon bisher war der Industrie-Hotspot Oberösterreich ein Magnet für clevere Start-ups. Wir sind am besten Weg, der Start-up-Hub Europas zu werden. Unser OÖ Hightech-Inkubator tech2b ist der beste Inkubator Österreichs. Mit PIER4 holt tech2b nun internationale Start-ups ins Boot, damit positioniert sich unser Bundesland für die industrielle Zukunft. Denn wir brauchen den Spirit und Speed von Startups, gebündelt mit der Erfahrung und der Sicherheit unserer erfolgreichen Industrieunternehmen. Diese Power kann den Industriestandort Oberösterreich mehr dennje prägen.“

 

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MS Wissenschaft in Linz: OÖ setzt auf nachhaltige Innovationen

DI Dr. Wilfried Enzenhofer, LH-STv. Dr. Michael Strugl und Beate Langholf sitzen nebeneinander lächelnd am Tisch. Fotografiert von schräg vorne.
v.l.: DI Dr. Wilfried ENZENHOFER, Geschäftsführer Upper Austria Research, Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael STRUGL, und Beate LANGHOLF, Projektleitung MS Wissenschaft. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger
Dr. Harald Mahrer und LH-Stv. Dr. Michael Strugl stehen lächelnd jeweils seitlich von einer Weltkugel, auf der sie beide Hände ablegen. DI Dr. Wilfried Enzenhofer steht links neben Dr. Harald Mahrer. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger
v.l.: DI Dr. Wilfried ENZENHOFER, Geschäftsführer Upper Austria Research, Wissenschaftsminister Dr. Harald MAHRER und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael STRUGL. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger

22.09.2017

Die MS Wissenschaft macht von 20. bis 24. September 2017 Station in Linz. Die MS Wissenschaft ist eine Initiative des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das 100 Meter lange Frachtschiff ist voll beladen mit Forschung zum Anfassen und Mitmachen. Im deutschen Wissenschaftsjahr 2016*17 „Meere und Ozeane“ wird an Bord des Schiffes die Ausstellung „MEERE UND OZEANE. ENTDECKEN. NUTZEN. SCHÜTZEN.“ gezeigt. Rund 30 Exponate geben aufschlussreiche Einblicke in die geheimnisvollen Mysterien und die enorme Artenvielfalt des größten Lebensraums der Erde. Der Aufenthalt der MS Wissenschaft in Österreich wurde durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) und die Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich ermöglicht.

Nachhaltige Innovationspolitik ist für OÖ von zentraler Bedeutung

Nach einer Pause von zwei Jahren macht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wieder Station in Linz. Der Aufenthalt in Österreich wurde durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (bmwfw) und die Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich ermöglicht. Das 100 Meter lange Frachtschiff zeigt jährlich wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen gesellschaftsrelevanten Themen aus der Forschung. Heuer steht das Thema „MEERE UND OZEANE. ENTDECKEN. NUTZEN. SCHÜTZEN.“ im Fokus.

„Wissenschaft begreifbar zu vermitteln, insbesondere an junge Menschen, ist eine große Herausforderung. Dem Land OÖ ist es ein zentrales Anliegen, laufend neue Akzente in der Wissensvermittlung zu setzen und Kinder und Jugendliche schon in den jungen Jahren für die Forschung zu begeistern. Die interaktive Ausstellung an Bord der MS Wissenschaft ist ein gutes Beispiel dafür, wie Forschung auf eine unterhaltsame Weise erlebbar gemacht werden kann“, erläutert Wirtschafts- und Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

Die Ausstellung auf der MS Wissenschaft gibt faszinierende Einblicke in die Welt unter Wasser. Zudem verdeutlicht sie, wie wichtig ein nachhaltiger Umgang mit dem Meer und unserer Umwelt ist. „Eine nachhaltige Innovationspolitik ist für Oberösterreich von zentraler Bedeutung. Oberösterreichs Forschungsaktivitäten nehmen in punkto Nachhaltigkeit in wesentlichen Technologiebereichen der Energie, Logistik und Kunststofftechnik eine wichtige Vorreiterrolle ein. Die Entwicklung nachhaltiger Technologien erlaubt es, Umweltbelastungen massiv zu verringern und zugleich den Innovationsvorsprung Oberösterreichs im internationalen Wettbewerb weiter auszubauen“, erklärt LH-Stv. Strugl.

Oberösterreichs Innovationsstrategie ist im Wesentlichen im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm Innovatives OÖ 2020 festgelegt. Darüber hinaus wurde im Februar 2017 die neue Energiestrategie von der OÖ Landesregierung verabschiedet. Die Energiestrategie OÖ und die Maßnahmen daraus bilden die Basis für weiteres Wirtschaftswachstum unter dem Gesichtspunkt einer gleichermaßen klima- und standortorientierten Energiepolitik. Oberösterreich soll in Sachen Ressourcen- und Energieeffizienz sowie erneuerbarer Energie in ausgewählten Kernbereichen internationale Technologieführerschaft erreichen und als Energie-Leitregion hervorgehen. Oberösterreich ist durch seine Industriebetriebe das energieintensivste Bundesland. Die intelligente und effiziente Nutzung von Energie ist daher ein zentraler Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort. Unter anderem konnten mit regionalen Ausschreibungen zu den Themen „Produktionsstandort 2050“ und „Smart Mobility“ maßgebliche Impulse im Bereich der Energieeffizienz in der Industrie und Logistik – durch die Entwicklung von höchst energieeffizienten Antriebstechnologien, Logistik-Konzepten und Produktionsprozessen – gesetzt werden.

Oberösterreich deckt bereits jetzt rund ein Drittel der Energieversorgung durch erneuerbare Energien ab – vorwiegend durch Biomasse und Wasserkraft. Auch „grüne“ Energiequellen wie Wasserstoff sind im Vormarsch. Das Projekt H2FUTURE ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Am voestalpine-Standort Linz wird eine innovative Wasserstoff-Demonstrationsanlage realisiert, wo die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff getestet werden.

Höchst positiv für den Wirtschaftsstandort OÖ ist es, dass es im Bundesland gelungen ist, Energieverbrauch und wirtschaftliches Wachstum zu entkoppeln. Während das Bruttoregionalprodukt um 37 % gestiegen ist, ist der Energieverbrauch konstant geblieben.

Auch im Bereich der Kunststofftechnik steht Nachhaltigkeit ganz im Fokus der heimischen Forschung und Entwicklung. Oberösterreichs Forschungseinrichtungen sind auch zunehmend auf europäischer Ebene aktiv. Zum Beispiel wird ein innovatives EU-Forschungsprojekt es künftig ermöglichen, ein organisches Abfallprodukt aus der Papierindustrie – den Holzbestandteil Lignin – für die Herstellung von Kunstharzen zu nutzen und das bisher dafür erforderliche Rohöl zu ersetzen. Jährlich fallen in der Papierproduktion in etwa 50 Millionen Tonnen Lignin als Abfallprodukt an, die künftig für die Erzeugung von umweltschonenden Klebstoffen z.B. für die Baustoffindustrie genutzt werden sollen. An dem Projekt mit dem Namen „SmartLi“ (Smart Technologies for the Conversion of Industrial Lignins into Sustainable Materials) arbeitet die Oberösterreichische Forschungseinrichtung, die Kompetenzzentrum Holz GmbH – WOOD K plus, eine Beteiligungsgesellschaft der UAR, gemeinsam mit weiteren zwölf Partnern – darunter renommierte Forschungsinstitutionen wie VTT (Finnland) sowie Fraunhofer ICT (Deutschland) und innovative Leitbetriebe wie Sappi und Andritz. Das Kompetenzzentrum Holz ist im Projekt mit zwei Forschungsgruppen vertreten. Ein Team arbeitet an der Herstellung des umweltschonenden Klebstoffs und das zweite Team beschäftigt sich damit, das gesamte Marktpotenzial und die positiven Auswirkungen auf die Umwelt zu erheben.

„Oberösterreichs Stärken im Bereich der Forschung liegen in einer ambitionierten Innovationsstrategie, in einer leistungsstarken Forschungslandschaft, innovativen Unternehmen, einer engen Vernetzung der wesentlichen Key-Player im Rahmen von Cluster-Netzwerken sowie innovationsfördernden Rahmenbedingungen“, fasst LH-Stv. Strugl die optimalen Rahmenbedingungen zusammen.

 

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OÖ leitet Kompetenzschwerpunkt Hochfrequenztechnik des österreichischen Spitzenforschungszentrums Silicon Austria

sitzend, von links nach rechts: Johann Hoffelner, Meinhard Lukas, Landeshauptmann Thomas Stelzer, LH-Stv. Michael Strugl, Johannes Gschwandtner, Wilfried Enzenhofer, Foto: Land OÖ/Kraml
vlnr: Johann Hoffelner, Meinhard Lukas, Landeshauptmann Thomas Stelzer, LH-Stv. Michael Strugl, Johannes Gschwandtner, Wilfried Enzenhofer, Foto: Land OÖ/Kraml
stehend, frontal fotografiert, von links nach rechts: Johann Hoffelner, Meinhard Lukas, Landeshauptmann Thomas Stelzer, LH-Stv. Michael Strugl, Johannes Gschwandtner, Wilfried Enzenhofer, Foto: Land OÖ/Kraml
vlnr: Johann Hoffelner, Meinhard Lukas, Landeshauptmann Thomas Stelzer, LH-Stv. Michael Strugl, Johannes Gschwandtner, Wilfried Enzenhofer, Foto: Land OÖ/Kraml

04.09.2017

Neues Forschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau mit Standort in Oberösterreich Mit Silicon Austria bekommt Österreich ein neues Spitzenforschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau. Erstmalig angekündigt wurde dieses Vorhaben seitens des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) beim Europäischen Forum Alpbach 2016. Nach intensiver Konzeptarbeit und Abstimmung mit den für die Thematik zentralen Bundesländern wird das Zentrum heuer seine Arbeit aufnehmen. Der Startschuss ist für Oktober angesetzt. Ziel dieser Initiative ist es, die im Land vorhandenen, ausgezeichneten Kernkompetenzen in Bereichen der Mikroelektronik zu bündeln und gezielt auszubauen. Mit dem Zentrum soll Österreich höchste internationale Sichtbarkeit erreichen und an die Spitze in diesem Technologiesegment rücken. Drei Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten – sogenannten Competence Leads – werden in Linz, Villach und Graz errichtet. Oberösterreich übernimmt den Competence Lead im Bereich Hochfrequenztechnik.

„Mit der Johannes Kepler Universität Linz sowie international renommierten Unternehmen bzw. Weltmarktführern in diesem Technologiesegment kann Oberösterreich bereits Jahrzehnte an Erfahrung in der Entwicklung von Systemen in der Hochfrequenztechnik vorweisen. OÖ Forschungslandschaft bringt die optimalen Voraussetzungen für eine höchst erfolgreiche Mitarbeit im bundesweiten Programm Silicon Austria mit. Das neue Zentrum ist eine erhebliche Chance, die Innovationskraft Oberösterreichs in diesem wichtigen Wirtschaftssegment weiter zu stärken und neue Top-Arbeitsplätze zu schaffen“, sagt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

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„Exzellente Kompetenzen in der Forschung und Entwicklung, ein entsprechendes, international agierendes Unternehmensumfeld, die enge Vernetzung von Forschung und Wirtschaft, eine leistungsstarke Infrastruktur und hochmodernes Equipment bilden eine ausgezeichnete Basis dafür, den Competence Lead zum Thema Hochfrequenztechnik am Standort Oberösterreich zu etablieren“, betont Forschungs- und Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

 

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1,25 Mio. Euro Fördergeld für 22 Projekte bewilligt

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Foto: Pixabay
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29.08.2017

Jetzt Förderantrag einreichen: aktuelle Bewerbungsrunde endet am 10. Oktober! 

PERMIDES stößt europaweit auf großes Interesse. Mit Mitte Mai wurden insgesamt 46 Anträge aus zehn europäischen Ländern mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2,5 Mio. Euro für Innovationsprojekte eingereicht. Den stärksten Anteil hatte dabei Österreich, mehr als 27% aller beteiligten Partner aus der Biopharma- oder IT-Branche kommen aus unserem Land.

22 Projekte in der ersten Runde gefördert

Insgesamt werden 22 Projekte mit einem Gesamtförderbetrag von mehr als 1,25 Mio. Euro unterstützt. In der ersten Bewerbungsrunde wurden Projektvorschläge für z.B. die Entwicklung von intelligent vernetzten Sensoren für spezielle Therapien, innovative Schnittstellen für medizinische Verschleißteile sowie neuartige computergestützte Methoden zur Krebsforschung eingereicht.


Welser Unternehmen überzeugte Jury


Die e-Matrix Innovations GmbH aus Wels konnte als einziges Unternehmen aus Oberösterreich die Jury mit ihrem Projekt überzeugen. Der EDV-Spezialist ist ein Clusterpartner der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und entwickelt gemeinsam mit dem steirischen Human Research Institut eine Forschungs- und Entwicklungsplattform. Diese ermöglicht die Verknüpfung von hochauflösenden vegetativen Daten (Herzratenvariabilität HRV, kontinuierlicher Blutdruck, EKG) mit eigenen Studiendaten. Damit können klinische Daten möglichst aufwandsneutral gesammelt und schnell bewertet werden.

Schlanker, unkomplizierter Bewerbungsprozess

Mehr als 20 Beratungsgutscheine mit einer Gesamtsumme von mehr als 100.000 Euro wurden bereits ausgegeben. Fahrten zu ausgewählten PERMIDES Matchmaking-Veranstaltungen wurden darüber hinaus durch Reisegutscheine im Wert von rund 14.000 Euro unterstützt. „Der große Erfolg von PERMIDES basiert auf der Tatsache, dass der Bewerbungsprozess besonders schlank und unkompliziert ist, so dass er von kleinen und mittelständischen Unternehmen sehr gut beherrscht werden kann. Außerdem beträgt der Zeitraum zwischen Bewerbung und Finanzierung maximal drei Monate“, sagt Wolfgang Traunmüller vom IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

Nächste Bewerbungsrunde läuft bis 10. Oktober

Interessierte IT- und Biopharma-Unternehmen können sich bis zum 10. Oktober um eine Förderung bewerben. Dafür ist eine kostenlose Registrierung auf der PERMIDES-Plattform www.permides.eu nötig. Dort werden die Unternehmen auch bei der Suche nach Kooperationspartnern unterstützt. Beratungsgespräche und Reisegutscheine sind von dieser Deadline nicht betroffen und können unverzüglich eingereicht werden.


Förderprogramm Digital Starter von WKOÖ und Land OÖ geht in die zweite Runde

Drei Männer und eine Frau (ganz Links) stehen nebeneinander und blicken in die Kamera
V. l. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer, David Schachreiter, Thomas Pürstinger und Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl. Foto: Atelier Mozart

22.08.2017

Um noch mehr Unternehmen für den digitalen Wandel zu begeistern, haben das Land OÖ und die WKO Oberösterreich im Frühjahr das Förderprogramm „Digital Starter“ ins Leben gerufen. Dieses Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (aktive WKOÖ-Mitglieder) mit dem Ziel, den Einstieg in die betriebliche Digitalisierung zu erleichtern. Damit soll ein maßgeblicher Beitrag dazu geleistet werden, die mittel- und langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Klein- und Mittelbetriebe zu sichern und weiter zu erhöhen.

„Mit dem Programm Digital Starter wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, mit Hilfe von spezialisierten Unternehmensberatern die Chancen zu erkennen, die sich durch der Digitalisierung bieten. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, neue Lösungen als auch Geschäftsmodelle im eigenen Unternehmen umzusetzen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl. Besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, dass Technologien, die bevorzugt in Oberösterreich entwickelt werden oder in Betrieb sind, zur Anwendung kommen.

Die Förderung der Unternehmen besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss. Förderbar sind die Kosten der Beratungsleistungen. Bis zu 50 Prozent bzw. 3.000 Euro werden auch materielle Investitionen und mit dem Projekt in Verbindung stehende ergänzende Dienstleistungen gefördert. In Summe sind Projektkosten zwischen 6.000 und 12.000 Euro mit 50 Prozent förderbar. Die maximale Förderung beträgt somit 6.000 Euro. Basis der Förderentscheidung sind Neuheit, Marktbedarf, Wettbewerbsvorteil, Anspruch und Nachvollziehbarkeit der gesetzten Ziele.

„Bei der ersten Ausschreibung im Frühjahr haben über 90 Einreichungen unsere Erwartungen bereits bei weitem übertroffen. Unter den für eine Förderung ausgewählten Firmen befinden sich die Franz Schachreiter Treppenmanufaktur in Ottnang und die SP-Verpackungen GmbH in Nußbach. Sollte bei der zweiten Runde, die im September startet, das Interesse noch größer sein und entsprechend innovative Projekte eingereicht werden, gibt es von unserer Seite die Überlegung, das zur Verfügung stehende Fördervolumen von 60.000 Euro zu erhöhen,“ betont WKOÖ-Präsidentin Hummer.

Einreichungen für die Herbstausschreibung des Digital-Starter-Programms, die vom 1. September bis 15. Oktober laufen wird, sind an das Innovationsservice der WKO Oberösterreich zu richten.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage der WKOÖ.


Wichtiger Erfolg für die KI-Strategie des Landes OÖ

Drei Männer stehen nebeneinander und blicken in die Kamera
V.l.: LH-Stv. Dr. Michael Strugl, Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas (Rektor der JKU) und Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter (Vorstand des Instituts für Bioinformatik, JKU) Foto: JKU

21.08.2017

Univ.-Prof. Sepp Hochreiter wird am Linz Institute of Technology (LIT) der Johannes Kepler Universität das Labor für Künstliche Intelligenz bzw. Artificial Intelligence (AI LAB) leiten und somit weiter in Linz forschen und lehren. Das LIT AI LAB ist zugleich Kernstück der KI-Strategie des Landes Oberösterreich.

Rektor Meinhard Lukas und Prof. Hochreiter haben in den vergangenen Wochen Vision und Strategie für das AI LAB am LIT entwickelt. Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl hat diese Initiative tatkräftig unterstützt. Auf dieser Grundlage hat sich Prof. Hochreiter entschieden, auch in Zukunft an der JKU zu lehren und zu forschen. Er wird hier das LIT AI LAB als dessen Leiter aufbauen.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage der JKU


Merlin zaubert optimales Raumklima

ORBIT WING Kanal in Action: der Luftbefeuchter des Unternehmens Merlin Technology GmbH sorgt für optimales Klima in Büro- und Industriegebäuden. Foto:(c) Merlin Technology
ORBIT WING Kanal in Action: der Luftbefeuchter des Unternehmens Merlin Technology GmbH sorgt für optimales Klima in Büro- und Industriegebäuden. Foto:(c) Merlin Technology
Entwicklerteam des Luftbefeuchters ORBIT WING (v.l.): Johann Reisinger (CEO Merlin Technology), Michael Krieger (Institut für Strömungslehre und Wärmeübergang, JKU), Melanie Humer (Innovationsassistentin, Merlin Technology), Franz Schrems (Technische
Entwicklerteam des Luftbefeuchters ORBIT WING (v.l.): Johann Reisinger (CEO Merlin Technology), Michael Krieger (Institut für Strömungslehre und Wärmeübergang, JKU), Melanie Humer (Innovationsassistentin, Merlin Technology), Franz Schrems (Technische Leitung, Merlin Technology) Foto:(c)Merlin Technology

17.08.2017

ORBIT WING nennt sich der neu entwickelte Luftbefeuchter von Merlin Technology. Dabei bleibt der Energieeinsatz minimal. Dieses hochinnovative Projekt konnte dank der Unterstützung von TIM – Technologie- und Innovations-Management und dem InnovationsasisstentInnen-Programm umgesetzt werden. Wir erzählen Ihnen wie...


 

Der neu entwickelte Luftbefeuchter ORBIT WING des Unternehmens Merlin Technology GmbH sorgt dank Know-how aus der Luftfahrt für ein optimales Raumklima: bei minimalem Energieeinsatz wird die Luft bestmöglich mit Wasser vermischt. Die Weiterentwicklung gelang dem Unternehmen aus Tumeltsham bei Ried im Innkreis gemeinsam mit dem Institut für Strömungslehre und Wärmeübergang der Johannes Kepler Universität Linz (JKU). Unterstützt wurde die Kooperation von der Initiative TIM – Technologie- und Innovations-Management, die den Kontakt zur JKU herstellte und Fördermittel organisierte.  

Das Unternehmen Merlin Technology beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Klimatisierung von Büro- und Industriegebäuden. Das neu entwickelte System nutzt jetzt gezielt die Strömungsverhältnisse an den tragflächenförmigen Lamellen, um Luft bei einem Minimum an Energie optimal mit Wasser zu vermischen und in der Luft zu halten. Dabei setzt ein so genannter Kanal-Luftbefeuchter der vorbeiströmenden Luft schon im Lüftungskanal die benötigte Wassermenge bei, um das Klima zu regulieren.

 

„Ein konstant feuchtes Klima fördert das Wohlbefinden der Mitarbeiter und ist in zahlreichen Verfahren verschiedenster Branchen eine Notwendigkeit. Weichen Luftfeuchte und Temperatur ab, kann das massive Auswirkungen auf Material, den Verarbeitungsprozess oder die Lagerung haben und enorme Schäden anrichten."

Melanie Humer, Innovationsassistentin beim Technologie-Branchenführer Merlin Technology GmbH 


Raumklima als wichtiger Erfolgsfaktor

In vielen Branchen ist es wichtig, die notwendigen Klimakonditionen beispielsweise bei Produktionsprozessen bestmöglich einzuhalten. Sensible Materialien wie Holz, Papier, elektronische Bauteile, Kunststoffe oder hochwertige Lagerteile sollten keinen Schwankungen bei Temperatur und Luftfeuchte ausgesetzt sein, denn das könnte zu Problemen führen. Mögliche Folgen: verkürzte Lebensdauer der Produkte, Veränderungen der vorgeschriebenen Maße etc. Günstige Bedingungen hingegen können die Produktivität steigern und darüber hinaus die Elektrostatik reduzieren. Gleichzeitig wirkt sich ein angenehmes Raumklima positiv auf das Wohlbefinden der MitarbeiterInnen aus.  

 

Intensive Zusammenarbeit mit Forschungspartner

Am Institut für Strömungslehre und Wärmeübergang der JKU laufen zahlreiche Projekte, die wärmetechnische Prozesse optimieren. Für den Luftbefeuchter ORBIT WING wurden zuerst die Strömungsverhältnisse am Computer simuliert, die Ergebnisse dann in die Praxis exportiert sowie verfeinert.

 

„Die Zusammenarbeit mit der JKU brachte Merlin Technology den entscheidenden Wissensvorsprung, um einen möglichst energieeffizienten Luftbefeuchter zu entwickeln.“

TIM-Betreuer Roland Nöbauer

 

Die Energieeffizienz spielt bei der Klimatisierung in Industrieanlagen eine große Rolle und ist ein wichtiger Faktor, um Produktion und Wertschöpfung in Österreich zu halten.  

Die Initiative TIM vermittelte den geeigneten Forschungspartner und unterstützte bei der Abwicklung eines FFG-Innovationsschecks. Parallel zur Kooperation mit der Forschungseinrichtung lief auch das Innovationsassistenten-Programm des Landes OÖ. Damit wurden die interne Produktentwicklung sowie die internationale Markterschließung unterstützt.  

 

Merlin Technology international gefragt

Hochtechnisierte Betriebe mit Fertigungsrobotern sind besonders auf klimatisierte Räume angewiesen. Mercedes, Audi, VW, IKEA und viele weitere kleinere und größere Betriebe zählen seit Langem auf das Know-how der Merlin Technology GmbH. Beispielsweise das Schloss Belvedere oder das Weltmuseum in Wien sowie die Nationalbank von Kasachstan verlassen sich auf die Erfahrung und das Wissen der Innviertler.    

 

Über TIM –Technologie- und Innovations-Management

TIM ist die neutrale Technologieberatungsinitiative des Landes OÖ sowie der WKO Oberösterreich und wird von der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria und der WKO Oberösterreich seit dem Jahr 2000 angeboten. Die TIM-Berater sind Begleiter, Vermittler und Partner von KMU bei der Umsetzung ihrer F&E-Projekte. Im Mittelpunkt stehen eine umfangreiche, kostenlose Beratung und Begleitung bei technischen Entwicklungsprojekten oberösterreichischer Unternehmen. Das reicht von der Ideenphase bis hin zur Umsetzung im Betrieb. Dabei suchen die TIM-Berater die geeigneten ExpertInnen in Forschungseinrichtungen und überprüfen das geplante Projekt auf Übereinstimmung mit relevanten Technologietransferförderungen bzw. -finanzierungen. Darüber hinaus recherchieren sie projektbezogen den Stand der Technik und erstellen einen Status Quo für das Unternehmen.  

Bis dato wurden rund 1.000 Projekte unterstützt und erfolgreich abgeschlossen. Durch Kooperationen wurden mehr als 10 Mio. Euro durch oberösterreichische Unternehmen für Leistungen bei Forschungseinrichtungen beauftragt. Ein Mehrfaches dieses Betrages wendeten die Unternehmen selbst für interne F&E-Ausgaben auf. TIM trägt somit aktiv zur Erhöhung der oberösterreichischen F&E-Quote bei. www.tim.at  

 

Über das Förderprogramm des Landes OÖ „InnovationsassistentInnen/-beraterInnen für KMU“

Das Förderprogramm ermöglicht es Unternehmen, JungakademikerInnen für die Umsetzung wichtiger Innovationen im Betrieb neu anzustellen. Während der zweijährigen Projektdauer werden die Personalkosten dieser InnovationsassistentInnen gefördert und ein Weiterbildungsangebot steht für sie zur Verfügung. Zudem begleiten externe Coaches das Projekt fachlich. www.innovationsassistent.at


Neues Forschungszentrum "Silicon Austria" für Linz

Von links nach rechts sind stehend Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl, Bundeskanzler Christian Kern sowie Bundesminister Jörg Leichtfried zu sehen. Die drei Herren halten eine große Platine mit der Aufschrift "Mikroelektronik made in Austria"
LH-Stv. Michael Strugl, Bundeskanzler Christian Kern und Bundesminister Jörg Leichtfried. Foto: Aigner / BKA – honorarfrei

24.07.2017

Mit „Silicon Austria“ bekommt Österreich ein neues Spitzenforschungszentrum für Mikroelektronik auf Weltniveau. Das gaben Bundeskanzler Mag. Christian Kern und Infrastrukturminister Mag. Jörg Leichtfried gemeinsam mit den für Forschung zuständigen Landesregierungsmitgliedern der Bundesländer Oberösterreich, Steiermark und Kärnten – Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl/OÖ, Landesrätin MMag.a Barbara Eibinger-Miedl/Steiermark und Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr.in Gaby Schaunig/Kärnten - heute in einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Das Zentrum nimmt noch heuer seine Arbeit auf. Die drei Standorte von „Silicon Austria“ werden in Graz, Linz und Villach eingerichtet. Oberösterreich übernimmt den Competence Lead im Bereich „Hochfrequenztechnik“ und wird ein „Silicon Austria Lab“ am Campus der Johannes Kepler Universität Linz aufbauen.

„Der Aufbau des ‚Silicon Austria Labs‘ zum Thema Hochfrequenztechnik ist eine einzigartige Chance für den Innovationsstandort OÖ. Mit der Johannes Kepler Universität Linz sowie international renommierten Unternehmen bzw. Weltmarktführern in diesem Technologiesegment kann Oberösterreich Jahrzehnte an Erfahrung in der Entwicklung von Systemen in der Hochfrequenztechnik vorweisen“, sagt Forschungs- und Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl.

Angesiedelt wird das ‚Silicon Austria Lab‘ am neu zu errichtenden Open Innovation Center (OIC) direkt am Campus der Johannes Kepler Universität Linz (JKU). In enger Abstimmung mit bereits vorhandenen Institutionen sollen Kompetenzen und Ressourcen in dem neuen ‚Silicon Austria Lab‘ gebündelt und weiter ausgebaut werden. Zusätzlich soll am Linz Institute of Technology (LIT) ein Fab-Lab entstehen und in Linz eine Innovationswerkstatt – ein sogenannter Makers-Space – aufgebaut werden. Diese mit hochleistungsfähiger F&E-Infrastruktur ausgestatteten Einrichtungen sollen zusätzlich zum Forschungsbetrieb der ‚Silicon Austria Labs‘ für z.B. Start-ups, Studierende, Erfinder, etc. zugänglich sein. Der Zugang zu moderner Infrastruktur soll die Gründung von High-Tech Start-ups erleichtern bzw. forcieren und einen neuen Innovationsschwung in die oö. Start-up Szene bringen.

Zu den maßgeblich beteiligten Organisationen im ‚Silicon Austria Lab Hochfrequenztechnik‘ zählen vor allem das Linz Institute of Technology (LIT) der JKU, mit dem Schwerpunkt Hochfrequenztechnik sowie das neue COMET K2-Zentrum für Symbiotische Mechatronik am Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM), mit dem Schwerpunkt der Anwendung von elektronisch basierten Systemen. Zusätzlich wirken am Standort OÖ folgende Forschungseinrichtungen ergänzend: Die neue Pilotfabrik für Industrie 4.0 (LIT Factory), die bestehenden COMET K1-Zentren Pro2Future, SCCH und Wood K plus sowie der Softwarepark Hagenberg mit der Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien der FH Oberösterreich.

Insgesamt 280 Millionen Euro stellen das Infrastrukturministerium, die Bundesländer Steiermark, Kärnten und Oberösterreich sowie die österreichische Industrie für das Forschungszentrum zur Verfügung. Der Bund steuert 70 Millionen Euro bei, die Bundesländer gemeinsam die gleiche Summe. Die Industrie wird diesen Betrag mit 140 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Neben Oberösterreich wird in Villach in den Bereichen „Sensorik und Sensorsysteme“ sowie „Leistungselektronik“ geforscht und Graz konzentriert sich auf den Schwerpunkt der „System-Integration“. Insgesamt soll das Zentrum in den kommenden Jahren bis zu 500 neue Top-Arbeitsplätze bringen.

Das Land OÖ wird allein für die Aufbauphase des ‚Silicon Austria Labs Hochfrequenztechnik‘ in den nächsten 5 Jahren insgesamt 12,5 Mio. EUR zur Verfügung stellen. An der gemeinsamen Trägergesellschaft wird Oberösterreich mit 4,95 % – voraussichtlich über die Upper Austrian Research GmbH, die Forschungsleitgesellschaft des Landes OÖ – beteiligt sein.

Hochfrequenztechnik spielt in zahlreichen hochaktuellen Forschungsthemen im Bereich der Digitalisierung eine zentrale Rolle, wie zum Beispiel 5G/6G, Internet of Things, Industrie 4.0, Autonomes Fahren oder bildgebende Diagnostik. „Das neue ‚Silicon Austria Lab‘ wird einen massiven Innovationsschub bei diesen Technologien in Oberösterreich bewirken. Ich freue mich, dass das Land OÖ bei diesem Programm an Board geholt wurde“, zeigt sich LH-Stv. Dr. Strugl erfreut.

Das ‚Silicon Austria‘ Programm soll künftig auch in der Ausbildung von hochqualifiziertem Nachwuchs in der Branche eine wichtige Rolle spielen. „In einem weiteren Schritt ist geplant, im Rahmen von ‚Silicon Austria‘ konkrete Forschungs- und Ausbildungskooperationen mit der oö. Industrie aufzubauen. Zudem sollen künftig Stiftungsprofessuren mit konkreten fachlichen Schwerpunktthemen nach OÖ geholt werden“, sieht LH-Stv. Dr. Strugl bereits die nächsten Schritte für die Zukunft.


Grundwissen für Digitalisierung vermitteln: Erster „Digital Transfer Manager“-Lehrgang erfolgreich abgeschlossen

Absolventen des Lehrgangs "Digital Transfer Manager". Foto: Business Upper Austria
Vordere Reihe - v.l.: Axel Aichenauer (Fronius International GmbH), Sanjay Urban (ARBÖ Servicebetriebs GmbH) und Gerald Franzl (Aico EDV-Beratung GmbH) Zweite Reihe - v.l.: Klaus Reisenberger (TRENCH Austria GmbH), Referent Andreas Sattlberger (procon Unternehmensberatung), Alexander Studentschnig (Kremsmüller Industrieanlagenbau KG) und Manfred Brunner (ekey biometric systems GmbH) Dritte Reihe - v.l.: Referent Dietmar Nedbal (FH OÖ Steyr), Markus Roth (creative BITS), Referent Patrick Brandtner (FH OÖ Steyr) und Markus Naglstrasser (Bitter GmbH) Foto: Business Upper Austria - honorarfrei

13.07.2017

Die ersten Teilnehmer des Lehrgangs „Digital Transfer Manager“ (DTM) erhielten letzte Woche ihre Abschlusszertifikate. Der Lehrgang wurde vom Automobil-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria gemeinsam mit der Fachhochschule OÖ Steyr und der procon Unternehmensberatung GmbH durchgeführt und ist Teil der „Leitinitiative Digitalisierung“ des Landes Oberösterreich. Oberösterreich setzt mit der Leitinitiative Digitalisierung auf ein Zukunftsthema, das unseren Wirtschaftsstandort zu einer der zehn bedeutendsten Wirtschaftsregionen Europas machen soll. „Der Lehrgang ‚Digital Transfer Manager‘ vermittelt Digitalisierungs-Grundwissen für Mitarbeiter/innen in allen Ebenen eines Unternehmens und veranschaulicht, wie Vorgänge im Unternehmen durch das Sammeln von Daten digital abgebildet werden können“, erklärt Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl.

Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl: „Um Arbeitsplätze langfristig zu sichern, ist es wichtig, den Digitalisierungsgedanken in allen Betrieben zu verankern und bereits jetzt alle Beschäftigten an das Thema heranzuführen“

 

Der Lehrgang richtet sich an Verantwortliche in Klein- und Mittelbetrieben wie etwa Geschäftsführer/innen und deren Assistent/innen, die im Betrieb weitreichende Aufgabenbereiche alleine bearbeiten und das Thema „Digitalisierung“ vorantreiben wollen. Als Zulieferer, vor allem in der Automobilindustrie, ist es von großer Bedeutung, den Wandel zeitgerecht zu vollziehen, um die Lieferstandards der Hersteller zu erfüllen und so konkurrenzfähig zu bleiben. „Um Arbeitsplätze langfristig zu sichern, ist es wichtig, den Digitalisierungsgedanken in allen Betrieben zu verankern und bereits jetzt alle Beschäftigten an das Thema heranzuführen“, so LH-Stv. Strugl.

 

DTM für Industrie und Klein- und Mittelbetriebe

Auch Großbetriebe wie Palfinger oder Miba nützen den Lehrgang für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Lehrgang „Digital Transfer Manager“ ist nur einer von vielen Bausteinen der Digitalisierungsoffensive des Landes OÖ. „Die Initiative soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Abteilungen eines Unternehmens animieren, sich ein Grundwissen anzueignen, um den Wandel und die Modernisierung im Betrieb besser zu verstehen und Maßnahmen auch gut umsetzen zu können,“ unterstreicht Wolfgang Komatz, Manager des Automobil-Clusters, die Wichtigkeit, sich mit der Digitalisierung auseinander zu setzen.

 

DTM auch als Inhouse-Lehrgang

Der Lehrgang Digital Transfer Manager wird ab Herbst wieder regelmäßig im Qualifizierungsprogramm des Automobil-Clusters angeboten und richtet sich sowohl an Klein- und Mittelbetriebe als auch an Großunternehmen, die den Anschluss an das Digitalisierungszeitalter nicht verpassen wollen. Die Inhalte können – neben der externen Teilnahme an den Seminarblöcken – auch als Inhouse-Lehrgang gebucht werden. Der Vorteil ist, dass sich die Qualifizierung speziell an die Gegebenheiten im Betrieb anpasst und die Mitarbeiter/innen aller Abteilungen gemeinsam im Unternehmen unterrichtet werden. So ist gewährleistet, dass das Gelernte auf alle Abteilungen abgestimmt ist und sofort in der realen Umgebung gemeinsam mit den Referenten erarbeitet und angewendet werden kann.

 

Infos & Details

www.automobil-cluster.at/schwerpunkt-initiativen/qualifizierungsprogramm 


Innovationstreiber Digitalisierung: Ergometertraining mit Virtual Reality-Brille steigert Mobilität im Alter

4 Personen sitzend bei Pressekonferenz
Ing. Mag. Günther Kolb (Geschäftsführer forte – Fortbildungszentrum Elisabethinen Linz GmbH & Co KG), Wirtschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl, Mag. Albert Ortig (Geschäftsführer Netural GmbH) und Mag. Robert Hartmann (Geschäftsführer Büro für Sozial- und Regionalplanung). © Land OÖ / Franz Linschinger, Verwendung nur mit Quellenangabe
1 Person auf Ergometer, VR-Brille auf
LH-Stv. Dr. Michael Strugl beim Testen des Ergometers mit Virtual-Reality-Brille. © Land OÖ / Franz Linschinger, Verwendung nur mit Quellenangabe
Traininsstrecke - Straße, Berg
Ausschnitt aus der virtuellen Küstenstrecke des Ergometertrainings © Netural GmbH
Dame sitzt am Ergometer und hat VR-Brille auf
Eine der Probandinnen beim Testen des neuen Ergometertrainings mit VR-Brille © Netural GmbH

10.07.2017

In einem Kooperationsprojekt des Medizintechnik-Clusters der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur Business Upper Austria entwickelten das Büro für Sozial- und Regionalplanung und das Unternehmen Netural GmbH gemeinsam mit dem forte – FortBildungszentum der Elisabethinen eine neue Trainingsmethode: Mithilfe „virtueller Realität“ (Virtual Reality – VR) soll die Mobilität der Generation 50+ gesteigert werden. Im gemeinsamen Projekt „New Reality“ wurde dafür das Training an einem ergonomischen Sportgerät (Ergometer) erfolgreich mit der VR-Technologie verknüpft, sodass die trainierende Person mittels Brille in eine virtuelle Welt eintauchen kann.

Branchenübergreifende Zusammenarbeit führte zur Entwicklung der innovativen Trainingsmethode „New Reality“
„Virtual Reality“ (VR) ist ein spannendes Phänomen, das Menschen jeden Alters in seinen Bann zieht. Es wird das Gefühl vermittelt, inmitten des virtuellen Geschehens zu sein. Die Zuschauer werden zu Augenzeugen einer Situation, die sie in 360 Grad umgibt und die sie als real empfinden.

Davon ausgehend entstand die Idee, die Virtual Reality-Technologie einzusetzen, um ältere Menschen zu mehr körperlicher Bewegung zu motivieren. Neben den technischen Herausforderungen bei der Entwicklung war dabei auch zu klären, ob diese neue Technologie zur Erhaltung der Mobilität im Alter beitragen kann, und ob sie bei älteren Personen auf Zustimmung stößt.

Die neue Trainingsmethode in der Praxis

Während die Nutzer/innen am Ergometer trainieren, haben sie eine VR-Brille auf und sind in ihrer Wahrnehmung mitten auf der virtuellen Trainingsstrecke. Die erlebte Fahrgeschwindigkeit hängt von der eigenen Tretgeschwindigkeit am Ergometer ab. Der Tretwiderstand des Ergometers wiederum wird durch den Grad der Steigung auf den jeweiligen Streckenpassagen bestimmt.

Die Trainingsmethode „New Reality“ beinhaltet sowohl Software- als auch Hardwarekomponenten. Dazu wurde eigens ein Prototyp für eine Virtual Reality-Applikation (App) entwickelt, die zwei vordefinierte virtuelle Trainingsstrecken (Schnee- und Küstenlandschaft) beinhaltet. Die App erhält zudem vom Ergometer Informationen zur aktuellen Tretgeschwindigkeit, zu den verbrauchten Kalorien und der gefahrenen Distanz.

Deutliche Motivationssteigerung
43 Proband/innen aus drei Altersgruppen (0-29 Jahre, 30-49 Jahre, 50+) testeten den Prototypen der neuen Trainingsmethode unter Aufsicht im FortBildungszentrum der Elisabethinen (knapp drei Viertel der Personen hatten noch keine Erfahrung mit Virtual Reality Systemen).

Unter allen Teilnehmer/innen gaben ca. 80 % mit Schulnote 1 und 2 an, dass sie die neue Trainingsmethode, die Kombination aus Virtual Reality und Ergometer zum Training motivierte. Auf die Frage, ob die Proband/innen das Angebot des neuen Trainings öfter nutzen würden, antworteten rund 75 % mit „ja“ (78,3% bei der Altersgruppe 50+).

100-prozentige Weiterempfehlung in der Gruppe der über 50-Jährigen

Alle Proband/innen der Generation 50+ würden zudem das Training weiterempfehlen. Die Testpersonen der älteren Generation gaben an, dass sie ein Training lieber gerne an einem angenehmen und vertrauten Ort, wie ihrem eigenen Zuhause, absolvieren möchten. Sie wären dadurch zum Beispiel keinen ungünstigen Witterungsverhältnissen ausgesetzt.

Gesundheitliche Herausforderungen programmiertechnisch gemeistert
Bei der Entwickelung von VR-Applikationen gibt es nicht nur Herausforderungen beim Designen der Mechaniken, sondern auch gesundheitliche Themen, die es zu beachten gibt. Im Projekt „New Reality“ spielte zum Beispiel Kinetose, besser bekannt als Reise- oder Bewegungskrankheit, eine Rolle. Betroffene haben dabei mit körperlichen Reaktionen wie Schwindel, Übelkeit etc. zu kämpfen, die durch ungewohnte Bewegungen etwa in einem Verkehrsmittel, aber auch durch den Gebrauch einer VR-Brille hervorgerufen werden können. Das Entwicklerteam nahm daher starke Kurven aus der Streckenführung und stattete die virtuellen Fahrstrecken mit einer sichtbaren Fahrlinie aus.

Die Trainierenden können sich auf diese Linie konzentrieren und geben ihren Augen dadurch „Halt“. Widersprüchliche Reize – soll heißen: das Gehirn nimmt eine Bewegung visuell wahr, das Innenohr, das für die Registrierung körperlicher Bewegungen zuständig ist, aber nicht – werden reduziert bzw. vermieden.

Ergebnisse für Weiterentwicklungen nutzen
Vor allem die medizinischen Ergebnisse/Aspekte aus dem Projekt „New Reality“ können alle Beteiligten (das Büro für Sozial- und Regionalplanung, das Unternehmen Netural  GmbH und das forte – FortBildungszentum der Elisabethinen) für zukünftige Weiterentwicklungen nutzen.

Es ist geplant die Trainingsmethode auf Patient/innen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern – im Speziellen auf Demenzkranke sowie adipöse Kinder und Jugendliche – auszuweiten.

 


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5,68 Mio. Euro für massiven digitalen Innovationsschub für oö. Betriebe

Vier Männer und eine Frau (zweite von links) stehen nebeneinander mit Blick Richtung Kamera. Im Hintergrund sind Rollups in verschiedenen Farben zu sehen.
V.l.: Martin Schwaiger (GF SATIAMO GmbH), Mag.a Dr.in Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl und Dl Dr. Gerhard Dimmler (Leiter Forschung und Entwicklung, ENGEL AUSTRIA GmbH). Foto: Land OÖ / Sabrina Liedl

06.07.2017

Um dem Digitalen Wandel in OÖ weiteren Schwung und Auftrieb zu verleihen, fördert das Land OÖ 14 innovative Forschungsprojekte im Bereich der Digitalisierung mit einem Gesamtfördervolumen von insgesamt 5,68 Mio. Euro. 1,26 Mio. Euro Fördermittel wurden  an vier Projekte im Bereich „DigiFIT” vergeben und zehn Projekte werden mit 4,42 Mio. Euro im Bereich „DigiVALUE” gefördert.

Um Unternehmen mit unterschiedlichem digitalen Reifegrad gleichermaßen zu unterstützen, umfasste die Ausschreibung zwei Schwerpunkte:

DigiFIT soll Industriebetrieben den Start in Richtung Digitalisierung und einen raschen Anschluss im Digitalen Wandel erleichtern.
DigiVALUE soll Unternehmen mit fortgeschrittenem Automatisierungsgrad eine bessere und wertschöpfende Nutzung ihrer Daten erlauben.

Insgesamt wurden 20 Projektanträge eingereicht. Davon haben sich 14 Entwicklungsvorhaben vor einer internationalen Fachjury behauptet.

An allen Projekten sind jeweils Organisationen aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Darunter sind wesentliche Key-Player des OÖ Innovationssystems vertreten – wie die FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH, die Johannes Kepler Universität Linz sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie die RISC Software GmbH, die Software Competence Center Hagenberg GmbH und die Research Center for Non Destructive Testing GmbH, die zu den Forschungsbeteiligungen der Upper Austrian Research GmbH, der Forschungsleitgesellschaft des Landes OÖ, zählen.

Im Rahmen dieser kooperativen Entwicklungsvorhaben arbeiten diese Forschungsorganisationen eng mit insgesamt 27 Unternehmen zusammen. Dass Digitalisierung und Industrie 4.0 nicht nur große Industriebetriebe betrifft, sondern auch ein zentrales Thema für den Klein- und Mittelstand ist, zeigt sich an der hohen Beteiligung von KMU-Betrieben. Insgesamt sind 15 innovative Klein- und Mittelbetriebe an den Projekten beteiligt, die rund 2/3 der Fördermittel im Unternehmensbereich einholen konnten.

Weitere Informationen finden Sie in der Presseunterlage


Oberösterreich erhält eigene Pilotfabrik 4.0

Grafische Darstellung Digitale Fabrik 4.0
Bildquelle: Mimi_Potter_Fotolia

03.07.2017

Das Infrastrukturministerium richtet eine eigene Pilotfabrik für Industrie 4.0 in Oberösterreich ein. Investitionssumme zwei Millionen Euro, Land und Stadt stellen die Gebäude zur Verfügung . In dem Testlabor in Linz können heimische Unternehmen in Zukunft digitalisierte Produktionstechnologien erproben, ohne den eigenen Betrieb zu stören. In der „LIT Factory“ werden innovative Verfahrenstechniken erforscht, mit dem Ziel Materialien für neue Zwecke einzusetzen. So werden beispielsweise Leichtbauteile aus Kunststoff für Autos entwickelt, die anstelle von Stahl den Motor mit der Karosserie verbinden. Weitere Forschungsprojekte liegen in den Bereichen Produktionstechnik, Medizintechnik, Maschinenbau, Bau und Recyclingtechnik.

Federführend für die Pilotfabrik verantwortlich ist die Johannes-Kepler-Universität Linz, die sich gemeinsam mit 23 heimischen Betrieben an dem Projekt beteiligt. Das Infrastrukturministerium investiert zwei Millionen Euro in den Standort, etwa die gleiche Summe kommt in der Anfangsphase von Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Das Land Oberösterreich und die Stadt Linz stellen zudem zweieinhalb Millionen Euro für das Gebäude bereit.

 

Zufrieden ist auch Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl:

„Die LIT Factory ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für die oberösterreichische Forschung. Dass die neue Pilotfabrik, verbunden mit einem nachhaltigen Strukturaufbau am LIT, von enormer strategischer Bedeutung für die oberösterreichische Industrie und Wirtschaft ist, wird durch die massive Firmenbeteiligung deutlich. Mit aktiver Unterstützung durch die Cluster konnten für die Aufbau- und Nutzungsphase der Pilotanlage insgesamt rund 10 Millionen Euro an Firmenbeteiligungen aufgebracht werden. Das liegt weit über dem relevanten Volumen für den Antrag. Mit ihrem zentralen Beitrag zu strategisch wichtigen Innovationsvorhaben –z.B. Pro2Future oder das neue COMET K2-Zentrum Center for Symbiotic Mechatronics – hat die Johannes Kepler Universität Linz wieder einmal bewiesen, ein zentraler Innovationstreiber in der oberösterreichischen Forschungslandschaft zu sein.

 

Die Presseaussendung im Detail finden Sie >>HIER


Neues oö. Spitzenforschungszentrum für Mechatronik

von links: Johann Hoffelner, Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl und Rektor Meinhard Lukas. Hoffelner und Strugl halten den "Magic Shoe" in ihren Händen. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger
v.l.: Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Johann Hoffelner MSc, Linz Center of Mechatronics GmbH, Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl und Rektor Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, Johannes Kepler Universität Linz, präsentierten im Rahmen der heutigen Pressekonferenz auch den „Magic Shoe“, mit dem sich über eingebaute Sensoren eine Maschine steuern lässt. Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger

28.06.2017

„Als Innovationsland verfolgt OÖ den Ansatz der intelligenten Spezialisierung und fokussiert insbesondere auf Wachstumsbereiche wie Industrie 4.0, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. In diesen strategischen Segmenten bildet das neue COMET K2-Zentrum ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ einen wesentlichen Eckpfeiler in der OÖ Forschungslandschaft“, betont Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl.

Neuer Forschungsansatz bringt enormen Innovationsschub bei Entwicklung von Zukunftstechnologie

Der hochinnovative Forschungsansatz der ‚Symbiotischen Mechatronik‘ soll es ermöglichen, dass mechatronische Systeme nicht nur verstärkt untereinander Daten und Informationen austauschen, sondern auch noch intensiver mit ihrer gesamten umliegenden Umgebung kommunizieren. Damit wird die Grundlage geschaffen, die es intelligenten Systemen erlaubt, autonom Entscheidungen zu treffen und entsprechend zu handeln.

„Das neue Forschungszentrum leitet die nächste Evolutionsstufe im Bereich der Mechatronik ein und wird einen enormen Innovationsschub bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien wie autonome Fahrzeuge, intelligente Produktionsanlagen, vorausschauende Assistenz-Systeme, selbstlernende Maschinen bringen. Auf diese Weise trägt das Zentrum wesentlich dazu bei, die Position OÖ als Innovationsland auf internationaler Ebene nachhaltig zu stärken“, erläutert LH-Stv.Dr. Strugl.

Die Mechatronik ist eine strategische Kernkompetenz des Landes OÖ. Das Forschungsunternehmen LCM ist unter den Forschungsbeteiligungen der Upper Austrian Research GmbH – der Leitgesellschaft für Forschung des Landes OÖ – der wesentliche Key Player in diesem Bereich. Das Forschungszentrum ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ bündelt die besten Köpfe aus Forschung und Wirtschaft im Bereich der Mechatronik. Das Forschungsprogramm wurde von einem Team der Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM) und Mechatronik Professoren der Johannes Kepler Universität Linz unter der Federführung von Dipl.-Ing. Dr. Johann Hoffelner (Wissenschaftlicher Geschäftsführer, LCM) über etliche Monate hinweg entwickelt und mit bestätigtem Erfolg eingereicht.

Die hohe wirtschaftliche Relevanz der Innovationsvorhaben für die Industrie zeigt sich deutlich an der intensiven Firmenbeteiligung. Zu den Firmenpartnern zählen führende Industriebetriebe wie z.B. voestalpine Stahl GmbH, AVL List GmbH, Primetals Technologies Austria GmbH, Bernecker +Rainer Industrie Elektronik Ges.m.b.H., Engel Austria GmbH, Salvagnini Maschinenbau GmbH, STIWA Automation GmbH, Trumpf Maschinen Austria GmbH + Co. KG, uvm. Das Zentrum wird dazu beitragen, hochinnovative Entwicklungsvorhaben als neue Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen rasch in die Wirtschaft zu bringen.

 

K2-Zentren sind die ‚Königsklasse‘ im COMET-Programm

COMET steht für ‘Compentence Centers for Excellent Technologies’. Mit diesem Förderprogramm der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) sollen langfristige Forschungskooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen gestärkt werden. Im COMET Programm gibt es 3 Programmlinien (K-Projekte, K1-Zentren und K2-Zentren). K2-Zentren sind die Königsklasse im Programm. Diese Forschungszentren leisten internationales Spitzenniveau. Österreichweit gibt es nur fünf dieser Zentren. Neben dem ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ ist OÖ zudem an einem weiteren neuen K2-Zentrum in Leoben, Steiermark im Bereich der Werkstoff-, Prozess- und Produktentwicklung (IC-MPPE – Integrated Computational Material-, Process- and Product Engineering) maßgeblich involviert.

Das neue ‚LCM Center for Symbiotic Mechatronics‘ wird 2018 starten. Die Förderung wurde zunächst für vier Jahre bewilligt. Für diese Periode beträgt die Gesamtfördersumme 48 Millionen Euro. Die Hälfte der Fördersumme (24 Mio. Euro) wird durch die am Projekt beteiligten Unternehmen finanziert. Der Bund trägt 16 Mio. Euro bei. Das Land OÖ steuert 8 Mio. bei. Nach vier Jahren soll nach einer im Programm vorgesehen Zwischenevaluierung eine Verlängerung auf weitere vier Jahre erfolgen, da die vorgesehene Gesamtlaufzeit der K2-Zentren insgesamt 8 Jahre beträgt.

 

Weiterführende Informationen zum "LCM Center for Symbiotic Mechatronics" finden Sie in der Presseaussendung.

 


Von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung im Unternehmen: OÖ soll zur Kompetenzregion für Künstliche Intelligenz werden

Vier Männer stehen nebeneinander und blicken in die Kamera
V.l.: Dr. Burton Lee, Experte für Europäische Innovation und Entrepreneurship der Stanford-Universität, Forschungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl, Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter, Lehrstuhl für Bioinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz, und Rektor Dr. Meinhard Lukas, Johannes Kepler Universität Linz. Foto: Land OÖ / Daniel Kauder

26.06.2017

Ein Dialog mit Siri über das Wetter in den nächsten Tagen. Ein Stück weit in die Zukunft schauen, um den optimalen Zeitpunkt für den Austausch eines kritischen Teils in einer Produktionsmaschine zu finden. Zwei völlig unterschiedliche Situationen, die aber eines gemeinsam haben: sie basieren auf Künstlicher Intelligenz (KI) bzw. Artificial Intelligence (AI).

Dieses Anwendungsgebiet der Informatik wird neben dem Internet der Dinge, 3D-Druck und Virtual Reality auch von den Unternehmen als einer der Top-Technologietrends für die nächsten Jahre gesehen – und zwar über alle Branchen hinweg. Das zeigte eine Umfrage unter 3.700 Innovationsmanager/innen weltweit.1

„Für den Standort Oberösterreich ist es daher essenziell, sich gezielt mit dem Thema Künstliche Intelligenz auseinanderzusetzen“, stellt LH-Stv. Dr. Michael Strugl fest. „Wir wollen aufbauend auf den bestehenden Stärken eine klare Strategie von der Grundlagenforschung über die angewandte Forschung bis hin zur Anwendung in den Unternehmen entwickeln.“ Ziel sei es, Oberösterreich zur international sichtbaren Kompetenzregion für Künstliche Intelligenz zu machen.

Dafür wird in den nächsten Monaten eine KI-Strategie für Oberösterreich mit konkreten Handlungsfeldern entwickelt. Ein wichtiger Puzzlestein ist die Gründung des AI-Labs an der Johannes-Kepler-Universität, mit dem ein Zentrum für Deep Learning entsteht. Deep Learning bezeichnet die Anwendung künstlicher neuronaler Netze mit vielen Schichten (daher "tief") auf die Lösung komplexer Aufgabenstellungen durch Lernen aus Beispieldaten, z.B. in Sprach- und Bilderkennung. Deep Learning wird erst durch neuartige Lernverfahren, große Datenmengen ("Big Data") und die Verfügbarkeit hoher Rechenleistungen ermöglicht.

Daneben gibt es alleine an der JKU noch zahlreiche weitere Institute, die sich mit Teilaspekten der Künstlichen Intelligenz befassen. Dazu kommen

Den Auftakt für die Strategieentwicklung bildet ein hochkarätig besetzter Workshop am 27. Juni, in Hagenberg. Unter der Leitung von Dr. Burton Lee diskutieren mehr als 70 Vertreter/innen aus der Forschung – darunter Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter von der JKU – und aus Unternehmen über (künftige) Schwerpunkte in der Forschung und Anwendungen in der Wirtschaft. Organisiert wird der Workshop im Rahmen der Leitinitiative Digitalisierung des Landes OÖ.

Der nächste Schritt auf dem Weg zur KI-Strategie für Oberösterreich erfolgt in Alpbach. Denn auch beim oberösterreichischen Auftritt im Rahmen der Technologiegespräche des Forum Alpbach steht das Thema Künstliche Intelligenz im Vordergrund. Am 25. August findet in Alpbach ein Arbeitskreis unter dem Titel „Second Machine Age: Lernende Maschinen – Autonome Maschinen“ u.a. mit der Mathematikerin Dipl.-Ing.in Monika Kofler von Amazon und Dr. Burton Lee statt. Aus Oberösterreich werden Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Nessler vom Institut für Bioinformatik an der JKU sowie Dipl.-Ing. Christopher Lindinger, MAS (Forschungsleiter des Ars Electronica Future Lab) Vorträge halten. Details zum Programm: biz-up.at/alpbach

Nähere Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage (pdf)

1 G. C. Kane, D. Palmer, A. N. Phillips, D. Kiron and N. Buckley, “Aligning the Organization for its Digital Future” MIT Sloan Management Review and Deloitte University Press, July 2016.


Qualifizierungsverbund Digitale Kompetenz sichert Wettbewerbsfähigkeit der oö. Unternehmen

Drei Männer halten gemeinsam ein Schild und blicken in die Kamera.
V.l.: Gerhard Straßer (Landesgeschäftsführer AMS OÖ), Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl und DI (FH) Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

21.06.2017

Digitale Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu sichern. Mit dem neuen „Qualifizierungsverbund Digitale Kompetenz" soll nun der österreichweit erste Verbund geschaffen werden, der explizit digitale Aspekte in die berufliche Aus- und Weiterbildung bringt. Er richtet sich vorwiegend an produzierende und produktionsnahe Unternehmen und ist Teil der „Leitinitiative Digitalisierung" des Landes, die Oberösterreich fit für die digitale Zukunft machen soll.

Internet der Dinge, Industrie 4.0, Blended Learning, virtuelle Realität, Smart Grids, Ambient Assisted Living – die Digitalisierung verändert viele Lebensbereiche unserer Gesellschaft. In der Arbeitswelt bedeutet das, dass manche Jobs wegbrechen und neue Arbeitsplätze entstehen werden. Arbeitsanforderungen werden sich ebenso verändern, wie Arbeitsverhältnisse und -prozesse, sogar ganze Branchen.

„Es gilt daher, aktiv und vorausblickend auf die Herausforderungen zu reagieren.“
Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl

Als Projekt in der Leitinitiative Digitalisierung verankert, richtet sich der Qualifizierungsverbund vorwiegend an produzierende und produktionsnahe Unternehmen, die gezielt die digitale Kompetenz ihrer Beschäftigten erweitern wollen. Gemeinsam arbeiten das Land OÖ, Business Upper Austria und das Arbeitsmarktservice OÖ daran, ein dauerhaftes Netzwerk zur digitalen Kompetenzvermittlung zu etablieren. Das Land OÖ leistet zudem im Qualifizierungsverbund einen finanziellen Beitrag zur bestehenden Qualifizierungsförderung für Beschäftigte des Arbeitsmarktservice OÖ.

Von Datenschutz bis Produktion
Die Themen sprechen beinahe alle Unternehmensbereich an und sind sehr breit gefächert: Informationssicherheit, Datenschutzgrundverordnung der EU, Das 1 x 1 des digitalen Außenauftritts, Digitalisierung im Personalbereich, Reifegradmodell Industrie 4.0, Digitaler Stress, Bildbearbeitung, Kundenorientierte Produktion etc. Die genauen Inhalte der Schulungen können die Unternehmen mitbestimmen.

Ein Blick in die Zukunft
Teil des Projektes ist auch eine „Kompetenzvorschau“ zum Thema digitale Geschäftsprozesse (z.B. Produktion, Vertrieb, Marketing, Organisation etc.), für deren Erstellung Unternehmen, Akteure der Arbeitsmarktpolitik und oberösterreichische Bildungsträger eng zusammenarbeiten werden. Dabei geht es um die Frage, welche Kompetenzanforderungen der digitale Wandel auch künftig an die Arbeitskräfte stellt und wie dafür frühzeitig zukunftsorientierte Lernangebote entwickelt werden können.

Digitalregion Oberösterreich
Als Querschnittsthema ist die Digitalisierung im strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm Innovatives OÖ 2020 fest verankert. Ein wichtiger Schlüssel, um die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu stärken, ist dabei die konsequente Vernetzung von Bildung, Forschung und Wirtschaft.

Mit der Leitinitiative Digitalisierung soll Oberösterreich zur Digitalregion werden. „Der Qualifizierungsverbund ist eine zentrale Antwort auf zukünftige Herausforderungen der Digitalisierung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung“, unterstreicht LH-Stv. Strugl. Die Umsetzung der Leitinitiative wird von Business Upper Austria koordiniert.

www.digitalregion.at/digitalskills

Download Information zur Pressekonferenz vom 21. Juni 2017 (pdf.)


Agrar-Fachhochschule in Oberösterreich

Dr. Gerald Reisinger, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger halten eine weiße Tafel mit Oberösterreich-Landkarte, auf der die Ausbildungsstandorte gekennzeichnet sind,  in ihren Händen. Bild: Land OÖ/Stinglmayr
Dr. Gerald Reisinger (GF FH OÖ), LH Mag. Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger präsentieren das Studienangebot Agrartechnologie und –management; Bild: Land OÖ/Stinglmayr

21.06.2017

Das Arbeitsprogramm der österreichischen Regierung sieht die Stärkung der landwirtschaftlichen Bildung mittels Fachhochschulen vor. Die reguläre Ausschreibung ist für 2019 geplant. Grundsätzlich soll der Anteil an FH-Studierenden steigen und die Durchlässigkeit zwischen wissenschaftlicher und praxisorientierter Ausbildung forciert werden. Generell haben sich Fachhochschulen in den vergangenen Jahren mit ihrer praxisorientierten Ausbildung zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Nun gilt es dieses Erfolgsmodell auch in der agrarischen Bildung umzusetzen. Oberösterreich startet demnach bereits im Wintersemester 2018 mit einem agrarischen Studienangebot an der FH Wels.

Positionierung Oberösterreichs als führenden Agrar- und Lebensmittelindustriestandort weiter ausbauen

„Unsere Landwirtschaft ist mitsamt den vor- und nachgelagerten Bereichen ein bedeutender Player am Markt und wichtig für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Dem kann mit dem Start eines agrarischen Studienangebotes an der FH in Wels nun Rechnung getragen werden“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, derfür einen weiteren Ausbau des Studienangebotes in Oberösterreich in dieser Fachrichtung großes Potential sieht.

„Oberösterreich ist das agrarische Produktionsbundesland Nummer 1. Und wie in anderen Bereichen wird auch die landwirtschaftliche Produktion und Lebensmittelindustrie smarter und digitaler. Nun liegt es an uns, international konkurrenzfähig zu bleiben und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich mit zukunftsorientiertem, hochqualifiziertem Personal abzusichern. Dazu brauchen wir agrarische Fachhochschulstudiengänge“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

„Die FH Oberösterreich ist heute ein sehr wichtiger Innovationspartner für unsere oberösterreichische Industrie. Durch die Ergänzung des bestehenden technischen Studienportfolios um ein Angebot im Themengebiet Agrarwissenschaften wird die FH Oberösterreich in Zukunft noch mehr gesuchte Akademiker/innen ausbilden sowie Projekte im Themengebiet der Agrarwissenschaften verstärkt vorantreiben. Diese technologischen Innovationen für den Agrarbereich werden dann auch sicherlich dazu beitragen, die Positionierung Oberösterreichs als führender Agrar- und Lebensmittelindustriestandort weiter auszubauen. Denn das Thema Lebensmittel/Ernährung ist ganz bewusst eines von fünf Aktionsfeldern im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm ‚Innovatives OÖ 2020‘“, unterstreicht Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl.

Studiengang Agrar als Teil der Nummer 1 unter den Fachhochschulen

Die Anknüpfung eines agrarischen Studiengangs an die FH Oberösterreich mit Standort Wels ermöglicht, den entsprechenden Beschluss der Oberösterreichischen Landesregierung vorausgesetzt, eine rasche und kostengünstige Realisierung, da die Strukturen, das Know-How und die Kompetenzen für eine erfolgreiche Lehre und Forschung zur Verfügung stehen.

Der Studiengang Agrartechnologie und –management wird damit ein Teil der Nummer 1 unter den Fachhochschulen. 2016 wurde sie zur besten des Landes gewählt. Mit dem Ausbau der Fachrichtung Agrar wird der Studien- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich weiter attraktiviert“, zeigt sich LH Stelzer erfreut, denn „das Wirtschafts- und Forschungsland OÖ braucht die best ausgebildetsten Köpfe in allen Sparten. Daher investieren wir laufend in den Standort Oberösterreich und unsere Bildungs- und Forschungseinrichtungen, damit wir auch weiterhin im Wettbewerb der Regionen erfolgreich sind."

Die Digitalisierung der Agrarbranche – unter dem Stichwort Landwirtschaft 4.0 – zielt dabei nicht auf eine bloße Ertragsoptimierung ab. Neben der nachhaltigen Nutzung der Ressourcen stehen die Themen Tiergesundheit und Tierwohl sowie die Effizienz im Fokus der Diskussion über die Entwicklung der Branche. Im Zentrum der Ausbildung werden demnach Konzepte der integrierten Produktion und der nachhaltigen Intensivierung stehen, die die steigenden Qualitätsanforderungen an das Lebensmittel und seine Rahmenbedingungen in der Erzeugung abbilden.

Im Zuge des agrarischen Studiengangs an der FH Oberösterreich wird deshalb die praktische Komponente, die im universitären Bildungsbereich häufig zu kurz kommt, im Zentrum stehen. Denn unsere Agrar- und Lebensmittelbranche verdient die bestausgebildetsten jungen Köpfe. Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich trägt somit einmal mehr dem Erfordernis der Wettbewerbsfähigkeit Rechnung – die agrarische Bildung wird sichdurch die Verbindung innovativer landwirtschaftlicher und produktionstechnischer Fachgebiete, gepaart mit ökonomischer Praxis abheben und unsere Absolventinnen und Absolventen werden sich zukünftig auch im internationalen Umfeld erfolgreich bewegen“, so Hiegelsberger.

Die Finanzierung dieses ersten Studiengangs wird durch das Agrarbudget des Landes Oberösterreichs getragen und bereits an der MINT Strategie des Bundes ausgerichtet. „Oberösterreich bietet sich aufgrund seiner Strukturen in der Agrar- und Lebensmittelindustrie, die eine enge Kooperation zwischen Ausbildung und Wirtschaft begrüßen, als zentraler Standort an. Der Standort liegt günstig für Studierende aus den westlichen Regionen Österreichs und für die zahlreichen Unternehmen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft im unmittelbaren Umfeld der FH Oberösterreich“, so der Agrar-Landesrat.

Demnach zielt diese Ausbildung, neben dem Berufsfeld der Land- und Forstwirtschaft und des Agrarconsultings auf die Ausbildung von Expertinnen und Experten für die der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweige, wie der Düngemittel- und Futtermittelproduktion, der Agrartechnik, deren Handel sowie Betriebe der Lebensmittelverarbeitung und dem Lebensmittelgroß- und Einzelhandel, ab.

 

Weiterführende Informationen zur Agrar-Fachhochschule in Oberösterreich finden Sie in der Presseaussendung.


PowerGirls: 277 Schülerinnen schnuppern Technikluft

Fünf PowerGirls mit lila T-Shirts stehend und Landeshauptmann Thomas Stelzer mit Education-Group Geschäftsführer Peter Eiselmair halten ihren Daumen hoch.
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Edugroup-GF Peter Eiselmair MAS MSc mit fünf Power Girls Bild: Land OÖ/Ernst Grilnberger
277 PowerGirls von oben fotografiert stehen in ihren lila T-Shirts und halten ihre Daumen hoch.
Alle PowerGirls beim Abschluss im Power Tower der Energie AG; Land OÖ/Ernst Grilnberger

16.06.2017

277 Schülerinnen aus 24 oberösterreichischen Schulen – sowohl aus NMS und AHS – feierten am 14. Juni 2017 ihren Abschluss als „PowerGirl“. Sie schnupperten ein Jahr lang in die Welt der Technik und Naturwissenschaft. Mehr als 30 Unternehmen und Bildungseinrichtungen unterstützen das Projekt und konnten so den technisch interessierten Mädchen Einblicke in spannende Berufsfelder geben.  Das Abschlussevent fand im Power Tower der Energie AG statt, bei dem sie als Preis ihre Kosmos Experimentierkästen für zu Hause erhielten. Am Vormittag konnten Sie zudem noch eine aufregende Experimentiershow von Joachim Hecker miterleben.

Da leider noch immer zu viele Mädchen ihre Bildungs- und Berufsentscheidungen nicht auf Basis ihrer Talente und Begabungen treffen, ist es wichtig, sie hier zu unterstützen und die vielfältigen Bildungswege aufzuzeigen. „Das Projekt PowerGirls ist seit 12 Jahren ein fixer Bestandteil der Mädchenförderung in Oberösterreich. Wir sehen die Erfolge, da sich zahlreiche Mädchen nach dem Projekt für eine technische Ausbildung oder einen technischen Beruf entscheiden“, so Landeshauptmann Mag Thomas Stelzer.

Bei ihrem Besuch in der HTL Wels durften die PowerGirls beispielsweise in den Bereichen Kunststofftechnik, Robotik, Chemie und Elektrotechnik löten, Roboter steuern, lasern und chemische Versuche erleben. (https://www.edugroup.at/praxis/portale/powergirls/news/detail/mit-hirn-und-hand.html)

Im Linzer Georg von Peuerbach Gymnasium erlebten die Girls einen spannenden Roboter Workshop. Mit den neuen Mindstorm EV3 Robotern mussten knifflige Aufgaben gelöst werden. "Ich wollte das immer schon mal machen. Es macht mir total viel Spaß!", so Lilly aus der IBMS Wels. (https://www.edugroup.at/praxis/portale/powergirls/news/detail/roboterprogrammieren-mit-den-powergirls.html

Zusätzlich begleiten Lehrerinnen und Lehrer die Mädchen auch in der Schule im Rahmen der unverbindlichen Übung „Mädchenförderung im Technikbereich“, in der Naturwissenschaft und Technik weiter thematisiert wurden, um das Erlebte zu reflektieren.

„Initiativen wie „Power Girls“ sind für die Education Group und mich aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen schaffen sie Bewusstsein, dass Mädchen genauso ihre Begabungen im technischen Bereich haben wie Burschen. Zum anderen werden Einblicke in Berufe jenseits der Geschlechterklischees möglich“, freut sich Edugroup GF Peter Eiselmair MAS MSc.

Seit dem Schuljahr 2005/06 haben über 2.000 Schülerinnen aus 60 oberösterreichischen Schulen am Projekt „PowerGirls“ teilgenommen. Dabei wurden über 60 unterschiedliche Betriebe und Institutionen besucht. Hier erfahren Mädchen, dass technisches Arbeiten Spaß macht, Kreativität und Spannung dabei nicht zu kurz kommen und naturwissenschaftlich- technische Berufsfelder nicht nur für Buben geeignet sind.

Der Erfolg des Projektes zeigt sich in regelmäßigen Evaluierungen. Die Studie vom Juni 2016 zeigt etwa, dass Mädchen, die an dem Programm teilnehmen:

a) ihre technischen Begabungen höher einschätzen

b) sich stärker technische Beschäftigungsfelder vorstellen können und

c) konkret mehr technisch orientierte Lehrberufe wählen als Mädchen, die an dem Programm nicht teilnehmen.

Das Projekt „PowerGirls“ ist eine Maßnahme im Rahmen des Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramms „Innovatives Oberösterreich 2020“ und wird von der Education Group GmbH durchgeführt.

 

Die Education Group

Die EduGroup unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen in Oberösterreich bei der Vorbereitung und Gestaltung ihres Unterrichts. Sie stellt die notwendige Infrastruktur wie Internet- und Mailservices zur Verfügung, bringt moderne Medien in die Unterrichtsräume und schult Lehrkräfte auf deren optimalen Einsatz. Sie spricht mit ihren pädagogischen Angeboten und umfangreichen Services nicht nur Schulen und Kindergärten, sondern vor allem Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern an.

Gemeinsam mit engagierten Lehrkräften und dem Land Oberösterreich sowie zahlreichen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung unterstützt die EduGroup die Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems.

 

PowerGirls Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=NK6nxHFoIi8

Homepage der Powergirls: www.powergirls.edugroup.at

Evaluationsbericht 2015: www.edugroup.at/praxis/portale/powergirls/projekt/evaluation.html

Weiterführende Informationen: www.edugroup.at; https://www.edugroup.at/praxis/news/detail/ich-wuerde-es-wieder-machen.html


Innovationsassistent etabliert neue Standards: der GTech-Verbesserung-Prozess (GVP)

Das Projektteam, Foto: B. Plank - imBILDE.at
Erfolgreiches Team: Geschäftsführer Josef Gebeshuber (GTech Automatisierungstechnik GmbH) mit Berater Ing. Christian Schenk MBA, CMC und Innovationsassistent Bernhard Hebesberger BSc Foto: B. Plank - imBILDE.at
Innovationsassistent Berhard Hebesberger, BSC
Innovationsassistent Berhard Hebesberger, BSC
Josef Gebeshuber, Geschäftsführer GTech (Foto:GTech)
Josef Gebeshuber, Geschäftsführer GTech

31.05.2017

Wenn InnovationsassistentInnen ihr erlerntes Fachwissen aus dem Studium perfekt einsetzen und dabei noch durch Coaching eines Unternehmensberaters unterstützt werden, so bleibt der Erfolg nicht aus: Wie Bernhard Hebesberger bei GTech Automatisierungstechnik neue Standards etabliert hat, lesen Sie hier...

Porträt GTech

Das Leistungsspektrum der 1997 gegründeten GTech Automatisierungstechnik GmbH mit Sitz in Ried/Traunkreis spannt sich vom Vertrieb samt Prozessentwicklung und dem nachgelagerten Projektmanagement über die 3D-Konstruktion, Elektro- & Fluidplanung sowie Programmierung bis hin zur Fertigung bzw. Produktion  und Inbetriebnahme. Mit den rund 130 MitarbeiterInnen besitzt das Unternehmen alle Fachbereiche im Haus.

 

Hintergrund des Projekts

Das enorme Wachstum der GTech Automatisierungstechnik der letzten Jahre machte es erforderlich, das Unternehmen hinsichtlich der Kernprozesse und Organisation den zukünftigen Anforderungen anzupassen. Deshalb wurde 2014 das Projekt „GVP – GTech Verbesserung Prozess“ gestartet. Im Zuge dessen zeigte sich, dass für einige strategisch wichtige Kernprozesse keine klar definierten Abläufe festgelegt waren. Die Stabsstelle „Qualitäts- und Innovationsmanagement“ wurde eingeführt.

 

Innovationsasssistent etabliert Standards

Für das geplante Projekt kam das Förderprogramm „InnovationsassistentInnen/ -beraterInnen für KMU“ des Landes OÖ wie gerufen. So konnte der engagierte Jungakademiker der FH Wels Bernhard Hebesberger, BSc als Innovationsassistent gewonnen werden. Dieser brachte fundierte Kenntnisse aus dem Studium „Innovations- und Produktmanagement“ mit. Unterstützung bekam er im Projekt durch den erfahrenen externen Berater Ing. Christian Schenk, MBA. Zur Erhebung der IST-Prozesse fanden mehrere Workshops mit den unterschiedlichen Abteilungen statt. Anschließend wurden sämtliche Unternehmensprozesse mittels einer Software visualisiert und Potentiale abgeleitet. Um Standards zu etablieren, wurden z. B. eine Inventurrichtlinie, Betriebsanleitungen und Templates für die Qualitätsdokumentation erstellt und ein Intranet aufgebaut. Für Kick-Off-Meetings mit Kunden sowie zur Service-Übergabe und Konstruktionsfreigabe erstellte der Innovationsassistent neue Checklisten und konzipierte einen KVP und ein Ideenmanagement. Die Konstruktionsabteilung diente dafür als Pionier und im Anschluss wurde der KVP auch auf die Produktion ausgerollt. Zudem wurde im Rahmen des Projekts ein neuer umfangreicher Personalakquise-Prozess erstellt.  

 

„Als Innovationsassistent konnte ich mein erlerntes Fachwissen aus dem Studium perfekt einsetzen. Das Coaching durch den Unternehmensberater. War in vielen Themen sehr wertvoll, um die vorgegebenen Projektziele zu erreichen. Ebenso profitiere ich von den Weiterbildungsmaßnahmen für die Innovationsassistentinnen und dem daraus entstandenen Netzwerk.“  

 Innovationsassistent Bernhard Hebesberger, Bsc 

 

Ein klar strukturierter Innovationsmanagement-Prozess konnte im Rahmen des Projekts definiert werden, welcher mit dem GVP im gesamten Unternehmen eingeführt wird. Dadurch ist gewährleistet, dass zukünftige Produkt- und Dienstleistungsinnovationen anhand einer definierten Vorgehensweise (Stage-Gate-Prozess) abgewickelt werden.

„Um erfolgreich zu sein und Kunden nachhaltig ans Unternehmen zu binden benötigen wir nicht nur hervorragende Produkte und technische Lösungen. Interne Klarheit in Aufträgen, Kommunikationswegen und Prozessen spielt dabei ebenso eine tragende Rolle. Dank unseres Innovationsassistenten können wir auch in Zukunft unserem Anspruch als Komplettanbieter ‚Alles aus einer Hand – und die eine weiß, was die andere macht‘ gerecht werden."

Geschäftsführer Josef Gebeshuber.  


FACT BOX INNOVATIONSASSISTENT

Das oö. Förderprogramm „InnovationsassistentInnen/-beraterInnen für KMU“ bietet oö. Klein- und Mittelbetrieben die Möglichkeit, die innerbetrieblichen Ressourcen, Kompetenzen und Strukturen für ihre Innovationsvorhaben auszubauen sowie die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern zu verstärken. Nähere Informationen zur Förderung erhalten Sie unter www.innovationsassistent.at.


OÖ schärft strategisches Programm „Innovatives OÖ 2020“ nach

sitzend am Podium von leicht schräg links fotografiert, von links nach rechts: DI (FH) Stephan Kubinger, MBA (Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologie in OÖ), LH-Stv. Dr. Michael Strugl, MBA (Wirtschafts- und Forschungsreferent), Dr. Werner
V.l.: DI (FH) Stephan Kubinger, MBA, LH-Stv. Dr. Michael Strugl, MBA, Dr. Werner Schiffner, MBA (Foto: Land OÖ/Liedl)
stehend frontal fotografiert, von links nach rechts: DI (FH) Stephan Kubinger, MBA (Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologie in OÖ), LH-Stv. Dr. Michael Strugl, MBA (Wirtschafts- und Forschungsreferent)
V.l.: DI (FH) Stephan Kubinger, MBA, LH-Stv. Dr. Michael Strugl, MBA (Foto: Land OÖ/Liedl)

23.05.2017

Oberösterreich setzt seit 1998 auf strategische Wirtschafts- und Forschungspolitik. Aktuell läuft seit 2014 unter dem Titel ‚Innovatives OÖ 2020‘ bereits das vierte Programm, das auf den Grundsätzen der Intelligenten Spezialisierung aufbaut und die Aktionsfelder Industrielle Produktionsprozesse, Mobilität/Logistik, Gesundheit/alternde Gesellschaft, Lebensmittel/Ernährung und Energie abdeckt. Zur Halbzeit haben Joanneum Research und das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) im Auftrag des Landes OÖ eine Zwischenevaluierung des Programms durchgeführt.

„Sie zeigt, dass wir insgesamt auf dem richtigen Weg sind, aber mit gezielten Maßnahmen noch mehr tun müssen, um die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes OÖ zu verbessern“, fasst Wirtschafts- und Forschungsreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl das Ergebnis zusammen.

Mit knapp 86 Millionen Euro Fördermitteln im Bereich Forschung und rund 75 Mio. Euro im Bereich Wirtschaft wurde in den Jahren 2014 bis 2016 ein Projektvolumen bei Unternehmen in Höhe von 1,578 Milliarden Euro ausgelöst. Hinzu kommen die Mittel für den Bildungsbereich in Höhe von knapp 114 Millionen Euro.

Zwischenevaluierung liefert Grundlage für gezielte Kursnachbesserungen bei „Innovatives OÖ 2020“

„Aus der Sicht des Rates für Forschung und Technologie OÖ liefern die Ergebnisse der Zwischenevaluierung eine höchst aussagekräftige Basis für gezielte Kursnachbesserungen im aktuellen Strategischen Programm ‚Innovatives Oberösterreich 2020‘. Eine Reflexion von außen bringt wichtige Impulse. Entscheidend dabei ist natürlich auch das Qualitätsniveau der Evaluierung – dieses ist aus Sicht des Rates als sehr hoch einzustufen. Die Kombination von vorhandenen statistischen Sekundärdaten, Stakeholder-Interviews und Online-Befragungen liefert ein sehr umfangreiches und detailliertes Außenbild, das konkrete, handlungsorientierte Rückschlüsse erlaubt. Die Erkenntnisse decken sich im Wesentlichen mit der Sicht des RFT OÖ“, unterstreicht DI (FH) Stephan Kubinger, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologie in Oberösterreich.

Der Rat für Forschung und Technologie steht der Oberösterreichischen Landesregierung als beratendes Gremium zur Seite und bringt sich mit der Fachexpertise seiner Mitglieder aktiv in die strategische Arbeit ein. „Den ausgesprochenen Handlungsempfehlungen aus der Evaluierung ist inhaltlich zu zustimmen. Darüber hinaus hat der Rat einige weiterführende Empfehlungen erarbeitet, welche an das Land OÖ übergeben wurden und in die weitere Optimierung des Strategischen Programms einfließen werden“, so DI (FH) Kubinger.

Die gesamte Presseunterlage finden Sie hier.


Datenbrille lässt gehörlose Menschen wieder „hören“

Ein Mann und eine Frau sitzen auf einer grünen Couch. Die Frau (links) trägt die Datenbrille HOLODEAF. Der Mann (rechts) sieht die Frau an.
Gehörlose lesen die Worte ihres Gesprächspartners als eingeblendeten Text in der Datenbrille HOLODEAF. Foto: Thomas Peterseil

05.05.2017

Der Ansfeldner Thomas Peterseil hat in Kooperation mit der FH OÖ eine Datenbrille für gehörlose Menschen entwickelt. Diese können durch eine spezielle Software die Worte ihres Gesprächspartners als eingeblendeten Text in der Brille lesen. „Ohne Hilfsmittel kommunizieren gehörlose Menschen nur mit Gebärdensprache oder Lippenlesen und sind im Alltag häufig eingeschränkt. Die Datenbrille HOLODEAF bietet ihnen ganz neue Kommunikationsperspektiven“, so Thomas Peterseil. In der FH Oberösterreich am Campus Hagenberg fand er mit Unterstützung der Initiative TIM –Technologie- und Innovations-Management die für die Entwicklung notwendige Forschungspartner.

Für Taube und hochgradig schwerhörige Menschen gibt es bereits Hilfsgeräte, die gesprochene Worte in geschriebenen Text umwandeln. Zumeist wird dieser zeitverzögert auf das Display eines Smartphones geschickt. Mit der innovativen Software HOLODEAF (Anm. deaf [engl.] – taub) und der Datenbrille HoloLens von Microsoft wird dem Nutzer der Text direkt als Untertitel ins gewöhnliche Sichtfeld eingeblendet – und zwar in Echtzeit als Hologramm. Das eröffnet Nutzern eine ganz neue Perspektive im direkten Gespräch von Angesicht zu Angesicht, da der Blickkontakt zum Gesprächspartner erhalten werden kann.

So funktioniert HOLODEAF
Die Mikrofone der Hololens-Datenbrille versuchen, den in der Umgebung gesprochenen Text zu erkennen. Wurde eine Frequenz als Sprache erkannt, wird diese sofort in geschriebenen Text umgewandelt und ins Sichtfeld übertragen. Dafür ist eine permanente Internetverbindung nötig. Dieser Service ist kostenlos und ohne Buchstabenlimit nutzbar. (Die Spracherkennung richtet sich nach dem Betriebssystem und ist nach derzeitigem Entwicklungsstand auf Englisch beschränkt, kann aber durch Übersetzungsdienste auch in anderen Sprachen genutzt werden.)

Erleichterung für viele Menschen
In Österreich leben ca. 8.000 gehörlose Menschen und weitere 10.000 bis 15.000 so schwerhörige oder taube, dass ihnen eine Verständigung allein über das Gehör auch mit Hörhilfe kaum möglich ist. Mehr als 70 Mio. Kinder und Erwachsene weltweit sind völlig gehörlos oder haben nur noch ein geringes Resthörvermögen.

HOLODEAF kann wegen seiner einfachen Anwendung in den unterschiedlichsten Bereichen wie beispielsweise für Schulungen oder einfach im Kino verwendet werden und ist somit für viele Menschen weltweit interessant. Derzeit befindet sich HOLODEAF noch in der Test- bzw. Optimierungsphase, die Markteinführung soll in wenigen Monaten starten. Die HOLODEAF-Lösung ist erst der Anfang einer Vielzahl neuer Assistenzsysteme, die sehr vielen Menschen helfen kann und wird.

Über TIM – das Technologie- und Innovationsmanagement
TIM ist die neutrale Technologieberatungsinitiative des Landes OÖ sowie der WKO Oberösterreich und wird von Business Upper Austria und der WKO Oberösterreich angeboten. Die TIM-Berater sind Begleiter, Vermittler und Partner von KMU bei der Umsetzung ihrer F&E-Projekte. Im Mittelpunkt stehen eine umfangreiche, kostenlose Beratung und Begleitung bei technischen Entwicklungsprojekten oberösterreichischer Unternehmen. Das reicht von der Ideenphase bis hin zur Umsetzung im Betrieb. Dabei suchen die TIM-Berater die geeigneten Experten in Forschungseinrichtungen und überprüfen das geplante Projekt auf Übereinstimmung mit den relevanten Technologietransferförderungen bzw. -finanzierungen. Darüber hinaus recherchieren sie projektbezogen den Stand der Technik und erstellen einen Status Quo für das Unternehmen. Bis dato wurden rund 900 Projekte unterstützt und erfolgreich abgeschlossen.

Zur TIM Website


Workshop zur intelligenten Spezialisierung in OÖ mit Themenschwerpunkt Gesundheit

Auf dem Bild sind ein Vortragender und drei sitzende Teilnehmer zu sehen. Neben dem Vortragenden wird eine Präsentation gezeigt. Links neben der Projektion stehen zwei Pinnwände
Foto: Business Upper Austria
Logo von S3-4AlpClusters

05.05.2017

Das Konzept der intelligenten Spezialisierung (auch S3 – Smart Specialisation Strategy genannt) soll für Regionen Wettbewerbsvorteile schaffen. In Oberösterreich spiegelt sich dieses Konzept im strategischen Programm „Innovatives OÖ 2020“ wider. Mit dem Ziel, die Wirkung der regionalen Spezialisierungsstrategie auf Unternehmen zu verstärken, schlossen sich 14 Projektpartner aus elf Regionen des Alpenraums mit ihren Clustern im Projekt „S3-4AlpClusters“ zusammen. In diesem Zusammenhang fand bei Business Upper Austria, dem oö. Projektpartner, ein Workshop für die Region mit dem Themenschwerpunkt „Gesundheit“ statt.

Am 4. Mai trafen sich in Linz Vertreter des oö. Innovationsnetzwerks zum „Entrepreneurial Discovery Workshop“. Diese Workshops finden im Rahmen des Interreg-Projekts „S3-4AlpClusters“ in allen teilnehmenden Regionen statt und zielen darauf ab, Prioritäten zu bestimmen, die als entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Region gesehen werden. In weiterer Folge gilt es dann, Synergien zwischen den Regionen zu identifizieren.

Beim oberösterreichischen Workshop konzentrierte man sich auf das Thema „Gesundheit“. Dabei wurden neben dem Bereich Medizintechnik die vier komplementären Felder Informations- und Kommunikationstechnologien, Produktion, Rohstoffe und Lebensmittel hinsichtlich existierender Kompetenzen, Ressourcen und Potenziale beleuchtet.

Intelligente Spezialisierung steht für die Ermittlung von strategischen Prioritäten in Stärkefeldern mit hohem Entwicklungspotential eines Landes oder einer Region, die Nutzung von Wettbewerbsvorteilen sowie die Mobilisierung regionaler Akteure und Ressourcen für eine an Exzellenz orientierte Zukunftsstrategie.

Oberösterreich setzt seit fast zwei Jahrzehnten auf strategische Wirtschafts- und Forschungspolitik. Das aktuelle Programm „Innovatives OÖ 2020“ baut noch stärker auf den Grundsätzen der intelligenten Spezialisierung auf und deckt die Aktionsfelder Industrielle Produktionsprozesse, Mobilität/Logistik, Gesundheit/alternde Gesellschaft, Lebensmittel/Ernährung und Energie ab.

Für den Zeitraum 2014 bis 2020 sind die „Regionalen Innovationsstrategien für Intelligente Spezialisierung“ (RIS3) auch Teil der Wachstumsstrategie der Europäischen Union. Anstatt nach dem „Gießkannenprinzip“ zu arbeiten, sollen Regionen den Fokus auf noch stärkere Spezialisierung legen und sich auf einige Stärkefelder konzentrieren.

Viele Regionen haben bereits eine Strategie zur intelligenten Spezialisierung entwickelt, stehen allerdings vor der Herausforderung, in den für sie wichtigen Industriebereichen eine kritische Masse zu erreichen. Im Projekt „S3-4AlpClusters – Smart Specialisation Strategies to build an Innovation Model for Alp Clusters“ arbeiten genau aus diesem Grund 14 Projektpartner aus elf Regionen in Italien, Österreich, Deutschland, Slowenien, Frankreich und der Schweiz mit ihren Clustern zusammen. Durch transregionale Kooperationen können regionale Schwächen abgedeckt und Stärken ausgebaut werden.

Dabei geht es vor allem um zwei zentrale Fragen: Wie kann man den Innovationsprozess innerhalb der Cluster vorantreiben? Und wie kann die Wirkung der in den Regionen implementierten Spezialisierungsstrategien verstärkt werden?

Die Eckdaten zum Interreg-Projekt „S3-4AlpClusters“ finden Sie hier.

Zur S3-4AlpClusters Website


Upper Austrian Research @ Hannover Messe 2017

frontal fotografiert, vor dem Messestand der UAR stehend, von links nach rechts DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA, Geschäftsführer der UAR / DI Günter Rübig / Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl
vlnr: DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA, Geschäftsführer der UAR / DI Günter Rübig / Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Michael Strugl; Foto: UAR/Iris Klöpper
Messestand der Upper Austrian Research auf der Hannover Messe 2017 frontal abgebildet. Menschen informieren sich beim Messestand.
Foto: UAR/Iris Klöpper

28.04.2017

Die HANNOVER MESSE ist der globale Hotspot für Industrie 4.0, bei dem auch Oberösterreichs außeruniversitäre Forschung heuer bereits zum fünften Mal erfolgreich vertreten war. Am Messestand der Upper Austrian Research GmbH (UAR), der Leitgesellschaft für Forschung des Landes OÖ, präsentierten acht oberösterreichische Forschungsunternehmen ihre High-Tech Lösungen im Bereich Industrie 4.0 einem breiten, internationalen Publikum.

„Um als innovativer Industriestandort im digitalen Wettlauf ganz vorne mit dabei zu sein und langfristig zu bleiben, ist Innovation die beste – wenn nicht sogar die einzige – Antwort“, sagt DI Dr. Wilfried Enzenhofer, MBA, Geschäftsführer der UAR. „Die oberösterreichischen Forschungsunternehmen leisten einen enormen Betrag dazu und stehen Wirtschaft und Industrie als kompetente Partner bei ihren Innovationsvorhaben zur Seite“, ergänzt Enzenhofer.

Die Linz Center of Mechatronics GmbH (LCM), an der die UAR beteiligt ist, wurde heuer für den begehrten Hermes Award 2017 nominiert. Das verdeutlicht sehr eindrucksvoll die hohe Kompetenz und Innovationskraft der OÖ Forschungsunternehmen. Nominiert wurde LCM für die Entwicklung eines digitalen Zwillings für einen vollautomatisierten Blech-Biegeautomaten der Firma Salvagnini Maschinenbau GmbH. Digitale Zwillinge sind detaillierte Echtzeit-Simulationsmodelle von Anlagen, welche parallel zum Realbetrieb mitgerechnet werden. Die Technologie verfügt über die automatische Materialerkennung MAC 2.0. Diese erfasst die Materialparameter automatisch und passt den Biegeprozess entsprechend an. Damit wird bereits Losgröße 1 auf Anhieb exakt gefertigt.

Auch erstmalig auf der Hannover Messe Industrie präsentiert wurde eine Datenbrille, die Fachkräfte bei den komplexen Arbeitsschritten beim Schweißen unterstützt. Dieses Augmented Reality-System wurde von SCCH gemeinsam mit einem OÖ Industriebetrieb entwickelt. Die Arbeitsschritte beim Schweißen sind höchst komplex, müssen manuell durchgeführt werden und erfordern höchste Genauigkeit. Die Datenbrille liefert während des Arbeitsvorgangs alle erforderlichen Informationen zum Material und gibt zudem detaillierte Anleitungen zu den Arbeitsschritten. Darüber hinaus können die Einstellungen des Schweißgeräts mittels Kopfbewegung vorgenommen werden. Die Fachkräfte haben damit stets die Hände frei für die Arbeit.

Über diese Beispiele hinaus gab es noch viele weitere innovative Lösungen am UAR-Stand zu besichtigen:intelligente Assistenz-Roboter, die ein enormes Maß an Flexibilität bieten, neue Methoden für Predictive Analytics und Predictive Maintenance, die es erlauben, Prozesse und Wartungsstrategien zu optimieren, moderne Verfahren für eine zerstörungsfreie Qualitätssicherung, innovative Materialien im Bereich Metall und Kunststoff sowie neue Herstellungsverfahren und Recycling-Methoden.

Eine Kooperation mit dem Ars Electronica Futurelab aus Linz sorgte mit dem „Shadowgram“ für ein interaktives Highlight als Publikumsmagnet am Messestand. Die Standbesucher/innen konnten von sich Schattenbilder erstellen lassen, die live mit einem Vinyl-Cutter zugeschnitten wurden. Diese wurden dann – gemeinsam mit den persönlichen Überlegungen zu den ausschlaggebenden Technologietrends in der Industrie – auf der Industrie 4.0 Messewand angebracht. Während der Messetage entstand so ein lebendiges Zukunftsbild der Industrie, das als Trendbarometer betrachtet werden kann.


Initiative MedTech.Transfer fördert Produktentwicklungen in der Medizintechnik

Bild MedTech.Factory
Podiumsdiskussion zur „Produktentwicklung in der Medizintechnik. V.l.n.r: Hans Peter Huber (MTC), Sara Alkan (AUSTIN BFP Consulting), Iris Bergmair (STRATEC Consumables) und Klaus Schröder (NP Life Science Technologies) © Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH

07.04.2017

Von der innovativen Idee, über die Entwicklung eines Produktes bis hin zur Unternehmensgründung – mit allen drei Unternehmensphasen gingen die TeinehmerInnen beim Workshop „MedTech.Factory“ am 6. April auf Tuchfühlung. Der im Zuge der Initiative MedTech.Transfer veranstaltete Workshop im Kepler Universitätsklinikum in Linz bot einen Mix aus Vorträgen, Podiumsdiskussion und Erfahrungsaustausch.

Mit dem Veranstaltungsformat „MedTech.Factory“ fördert der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria Produkt- und Projektentwicklungen in der Medizintechnik.

Chancen und Herausforderungen im Blick
In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Produktentwicklung in der Medizintechnik“ wurden die Chancen und Herausforderungen aus Sicht eines Start-ups (NP Life Science Technologies) und Großkonzerns (STRATEC Consumables) beleuchtet. Dr. Klaus Schröder (Geschäftsführer und Gründer des Start-ups NP Life Science Technologies) schilderte seine Erfahrungen als Start-up, Dr. Iris Bergmair (Business Development EMEA STRATEC Consumables) als Vertreterin eines großen Unternehmens und Mag. Sara Alkan (Senior Manager AUSTIN BFP Consulting) gab Tipps zu den Themen Management Consulting und Funding in der MedTech-Branche.

Neben den Best Practices fanden vier kurze Pitches der Experten
·         DI (FH) Dr. Michael Ring (Geschäftsführer R‘n‘B Consulting) zum Thema Medizinprodukte Zulassung,
·         Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator) zum Thema Gründung,
·         Klaus Madlmair, Projektmanager Investoren & Standortmanagement Business Upper Austria
·         DI Oliver Kronawittleithner, MBA, Geschäftsführer RENT SALES zum Thema Vertriebsaufbau

statt.

Know-how-Transfer leicht gemacht

Im Anschluss ermöglichte der interaktive Workshop den direkten Know-how-Transfer mit den Fachexperten aus den vier unterschiedlichen Bereichen. Sowohl die TeilnehmerInnen als auch ExpertInnen profitierten erheblich vom wertvollen Erfahrungsaustausch am Weg von der Idee zum Medizinprodukt bis hin zur Gründung ihres Unternehmens.



Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)

Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at


>> Die gesamte Presseaussendung als PDF zum Download

Vortrag Michi Ring, RnB
Vortrag Tech2b
Vortrag tech2b
Vortrag I&S
Vortrag Kronawittleithner
World Café

Förderprogramm "Cleantech Referenztechnologien auf Exportmärkten" gestartet

05.04.2017

Ziel des Förderprogramms ist die Unterstützung von oö Cleantech-Unternehmen (Partner des Cleantech-Clusters) bei der Erschließung von neuen Märkten durch die Förderung der erstmaligen Errichtung von Demonstrations- und Referenztechnologien auf Exportmärkten. Laufzeit des Förderprogramms ist 1.3.2017 bis 28.2.2019 bzw. solange die Budgetmittel reichen.

Förderbar sind Kosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Erstprojekt einer neuen Technologie bzw. eines neuen Produktes stehen. Als förderbar werden projektbezogene Kosten für die Anlagentechnik, projektbezogene Kosten für den Transport der Anlagentechnik und projektbezogene Installations-, Zertifizierungs- und Genehmigungskosten anerkannt.
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Neue Methode gegen Druckgeschwüre

Verschiedene Sitzkissen bei selber Person – unterschiedliche Auswirkungen
© L. Baar/MDP 2017

30.03.2017

Die Altersstruktur der Bevölkerung verschiebt sich deutlich nach oben. Damit einher geht auch die Problematik von Druckgeschwüren (sogenanntem Dekubitus) bei älteren, pflegebedürftigen Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Druckentlastung kann hier Abhilfe schaffen. In einem Cluster-Kooperationsprojekt des Medizintechnik-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur GmbH von Rumpfhuber Consulting, MDP Wolfgang Mayer und dem Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern wurde dafür eine neue Methode, die Auflagedruckmessung, entwickelt. Durch die Kooperation mit den Orthopädietechnik-Spezialisten L.Baar können auch gleich die passenden Hilfsmittel angeboten werden.

Bei der der Auflagedruckmessung kommt eine genaue und hoch auflösende Sensorfolie zum Einsatz, auf welche Betroffene „gebettet“ werden. Die Folie erfasst die Druck- und Liegepunkte und visualisiert sie. Anschließend wird eine individuelle Bewertung durchgeführt und eine gezielte druckentlastende Maßnahme kann gefunden werden. Langwierige und qualvolle Wundverläufe und sogar operative Eingriffe können dadurch deutlich vermindert werden. Weiters bringen die Messungen eine Qualitätssteigerung in der Patientenversorgung und eine Effizienzsteigerung der Hilfsmittellogistik mit sich.

Auflagendruckmessung erfolgreich in der Anwendung
Im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern hat die Auflagedruckmessung an der Abteilung der Plastischen-, Ästhetischen- und Rekonstruktiven Chirurgie unter der Leitung von Prim. Dr. Thomas Hintringer fixen Eingang in die klinische Praxis gefunden. Nach Operationen wird bei sämtlichen PatientInnen eine Auflagedruckmessung veranlasst. Die daraufhin ermittelte optimale Hilfsmittelversorgung ist wichtiger Bestandteil und mitverantwortlich, dass das Wiederauftreten der Beschwerden gegen Null gesunken ist.

Auflagedruckmessung im Gesundheitssystem weiter etablieren
Der positive Effekt der Messungen ist unbestritten. Spezialisierte Wundzentren, Wundmanager, Krankenhäuser und Mediziner wenden die Dienstleistung und Hilfsmittel von L. Baar Orthopädietechnik erfolgreich an. Obwohl die Ergebnisse der Druckmessungen und die daraus resultierenden Empfehlungen auch von den Sozialversicherungsträgern als objektive Begründungsbasis für Hilfsmittelanträge anerkannt werden, gibt es bis Dato noch keine Kostenerstattung für die Dienstleistung.


Über L. Baar Orthopädietechnik
Die strategische Ausrichtung der Fa. L. Baar Orthopädietechnik zielt auf eine qualitativ hochwertige Hilfsmittelversorgung ab, die möglichst nahe an den Bedürfnissen der Betroffenen ist. Dies wird durch spezialisierte Mitarbeiter erreicht, die sich verstärkt im Außendienstbereich ein genaues Bild der Anforderungen machen und so eine optimale Versorgung sicherstellen können. Eine  effektive Hilfsmittelversorgung bei Dekubitus ist ein leider oftmals vernachlässigter Bereich, der eine funktionierende und nachhaltige Versorgung jedoch erst komplett macht. Die bei L. Baar durchgeführten Auflagedruckmessungen leisten hierbei inzwischen einen unverzichtbaren Beitrag.
www.baar.at

 

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien).
www.medizintechnik-cluster.at


>> Die gesamte Presseaussendung als PDF zum Download


Neues Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit

Roll-up mit FFoQSI Logo. Im Hintergrund sind sitzen die TeilnehmerInnen der Eröffnungsfeier zu sehen.
Foto: FFoQSI GmbH

30.03.2017

Mitte März wurde das erste COMET-Kompetenzzentrum für Futter- und Lebensmittelsicherheit (Austrian Competence Centre for Feed and Food Quality, Safety and Innovation – kurz: FFoQSI) im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (NÖ) eröffnet. Ziel von FFoQSI ist es, die heimische Futter- und Lebensmittelproduktion sicherer und nachhaltiger zu machen Innovationen voranzutreiben.

Zu den wissenschaftlichen Partnern zählen die veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni Vienna), die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), die Fachhochschule Oberösterreich (FH OÖ), das Austrian Institut of Technology (AIT), die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie das Research Center for Non Destructive Testing (RECENDT).

Das Kompetenzzentrum FFoQSI wird im Rahmen von COMET – Competence Centers for Excellent Technologies durch BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), BMWFW (Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) und die Länder Niederösterreich, Oberösterreich und Wien gefördert.

Detaillierte Informationen zum Thema finden Sie auf www.ffoqsi.at


Kunststoffabfall ist wertvoller Rohstoff

Experimentieren im Labor weckte auch im Projekt die Neugier der Kinder.
Experimentieren im Labor weckte auch im Projekt die Neugier der Kinder.
Bild: Bild: ©Ilike / Fotolia
Projekt K-CSI "Kunststoff Cradle to Cradle mit Schulen und Instituten" begeisterte Kinder für Recycling,

28.03.2017

Über 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren im Projekt K-CSI aktiv beteiligt. Die Message war klar: Kunststoff-Abfall ist bei richtigem Umgang kein "Umweltverschmutzer", sondern ein wertvoller Rohstoff.

Ob Auto, Handy, Computer, Verpackung, Medizin, Sport u.v.m. – der Werkstoff „Kunststoff“ ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allerdings fehlt oft das Bewusstsein, dass Kunststoff auch als Abfall ein wertvoller Rohstoff und viel zu schade zum Wegwerfen ist. Genau hier setzte das Projekt K-CSI (Start April 2015) an.

Vom Stempel bis zum Skateboard 
Über 550 Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte erlebten in Experimenten bei Workshops und bei Firmenbesichtigungen, wie aus „Kunststoffabfall“ durch Recycling wieder neue Produkte hergestellt werden. Ob der Trodat Printy 4.0 – ein Stempel des Welser Stempelerzeugers, der zu 65 Prozent aus Recyclingmaterial besteht – oder ein aus alten Fischernetzen hergestelltes Skateboard – diese Beispiele zeigten anschaulich, wie aus vermeintlichem Müll hochwertige Produkte entstehen.

Lehrinhalte von SchülerInnen für SchülerInnen
Mit Unterstützung der Fachhochschule Wels, der Johannes Kepler-Universität Linz und engagierter Pädagoginnen und Pädagogen bereiteten SchülerInnen und StudentInnen Lehrinhalte rund um das Thema „Kunststoff-Recycling“ für Kinder und Jugendliche selbst auf. Dieses Lehrmaterial steht auch nach Projektende weiter zur Verfügung. Welser Kindergartenkinder übten sich beispielsweise – gemeinsam mit einer Abfallberaterin – im richtigen Sortieren unterschiedlicher Abfälle, der Basis eines funktionierenden Kreislaufsystems.

Am Projekt beteiligt waren neben den wissenschaftlichen Projektpartnern FH Wels und JKU Linz der Kindergarten Wels Herrengasse, die VS Wilhering, das WRG Wels sowie die HTLs Andorf und Wels.

Eine im Projekt konzipierte Lehrmittelbox mit Kunststoffprodukten (für 10- bis 14-jährige SchülerInnen) wird demnächst zur Verfügung stehen.

www.k-csi.at


Nächster Schritt in Richtung digitales Klassenzimmer: Land OÖ startet Tablet-Klassen und Pilotprojekt mit Mini-Computer

Landeshauptmann-Stellvertreter Magister Thomas Stelzer lächelt und hält eine Entwicklungsplatine von micro:bit in seinen Händen.
LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer mit einer Entwicklungsplatine von micro:bit. Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl

24.03.2017

Digitale Medien sind ein fester Bestandteil unseres Alltags und nicht mehr wegzudenken – dies gilt natürlich auch für die Welt der Kinder und Jugendlichen. Ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien ist zu einer bedeutenden Schlüsselkompetenz geworden, die eine zeitgemäße Bildung berücksichtigen und ermöglichen muss.

„WWW“ genauso wichtig wie das „ABC“

Die Digitalisierung betrifft zunehmend alle Lebensbereiche und bewirkt einen beständigen Wandel des Alltags. Zum einen ändern sich die beruflichen Anforderungen, zum anderen wird insbesondere der private Lebensbereich davon geprägt: Digitale Medien ermöglichen einen permanenten Zugriff auf Internet und mobile Anwendungssoftware und somit auf fast unerschöpfliche Informationsquellen oder Kommunikationsmöglichkeiten. Mobile Devices wie Smartphones oder Tablets sind zum allgegenwärtigen Begleiter geworden, wie auch die Ergebnisse der Medienstudien* zeigen: 77 % der Jugendlichen (2015) und 21 % der Kinder (2016) sind im Besitz eines Smartphones. 94 % derJugendlichen (2015) und 66 % der Kinder (2016) haben Zugang zum Internet.

Diese Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Mit der zunehmenden Digitalisierung werden sich Berufsinhalte und Tätigkeitsschwerpunkte verschieben und somit zu einer Änderung der Jobprofile führen. Die Arbeitsinhalte werden sich weg von Routine hin zu Nicht-Routine Tätigkeiten bewegen. Die Ansprüche an die Kompetenzen und formale Qualifikation der Beschäftigten werden demnach steigen.

„Die rasante Entwicklung und Ausweitung der Digitalisierung verlangt eine Integration in die Bildungslandschaft und in die Bildungsinstitutionen. Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit erhalten, einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien und der Digitalisierung zu erlernen. Klar ist, dass das ‚WWW‘ heutzutage genauso wichtig ist wie das ‚ABC‘. Es hat aber noch nicht denselben Stellenwert im Klassenzimmer. Wir müssen raus aus der ‚Kreidezeit‘ und rein ins digitale Klassenzimmer“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

Das laufende Schuljahr steht bereits im Zeichen der Digitalisierung: Im Herbst 2016 wurde eine neue Förderschiene präsentiert, die den Breitbandanschluss der Pflichtschulen flächendeckend ermöglichen soll. Parallel dazu wurde eine Agenda für die digitale Bildung in OÖ erarbeitet. Dieses Papier ist das Ergebnis eines Prozesses, bei dem Vertreter verschiedener Institutionen (Fachhochschule OÖ, pädagogische Hochschule der Diözese Linz, Landesschulrat für OÖ, Land OÖ und Education Group) in mehreren Workshops ihre Expertise eingebracht haben.

 

Schuljahr 2017/18 ist „Jahr der digitalen Bildung“


Der Landesschulrat OÖ und das Land OÖ haben das Schuljahr 2017/18 zum „Jahr der digitalen Bildung“ ausgerufen. Ziel des Schwerpunktjahres ist es, deutlich zu signalisieren, dass digitale Bildung kein Bereich ist, in dem sich einige wenige Schulstandorte spezialisieren, sondern dass eine Auseinandersetzung mit diesem Thema in allen Schulen notwendig ist. Ander Umsetzung werden sich die Mitgliedsinstitutionen des RECC Informatikund digitale Medien (LSR OÖ, Pädagogische Hochschule OÖ, Pädagogische Hochschule der Diözese Linz, FH OÖ, JKU, EducationGroup) mit ihrer jeweiligen Expertise einbringen, ein Jahresprogramm definieren und konkrete Aktionen und Anregungen für die Schulen setzen.

„Digitalisierung darf kein Thema mehr von einzelnen Schulen sein. Mit dem Schwerpunktjahr wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir den Auftragannehmen, alle Schüler/innen bestmöglich auf ihre Lebensrealitätvorzubereiten – dabei führt kein Weg mehr an digitaler Bildung vorbei“, so LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer.

 

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IT- und Biopharma-Unternehmen erhalten für gemeinsame Projekte bis zu 60.000 Euro Förderung

Permides Logo

23.03.2017

Zusammenarbeiten, um Krebs zu behandeln: IT-Unternehmen, die Kooperationsprojekte im Bereich der personalisierten Medizin mit kleinen und mittleren Biopharma-Unternehmen durchführen wollen, sind auf der Plattform www.permides.eu an der richtigen Adresse. Ab sofort können hier geeignete Kooperationspartner gefunden und Projekte eingereicht werden. Ziel ist es, die europaweite Zusammenarbeit in der Krebsforschung zu fördern.

Die Entwicklung der Plattform wurde von der EU-Kommission durch die Förderung des Projekts PERMIDES im Programm Horizon 2020 unterstützt. Zudem werden insgesamt drei Millionen Euro in Form von Vouchers zur Verfügung gestellt. Diese kommen den kleinen und mittleren Biopharma- und IT-Unternehmen in ihrer Zusammenarbeit zugute. Ziel der Plattform ist es, IT-basierte Innovationen in der Biopharma-Branche mit Fokus auf Onkologie zu fördern. Österreichische IT-Unternehmen werden auf ihrem Weg zum Kooperationsprojekt durch den IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur begleitet.

Wie können KMU profitieren?
Neben Gutscheinen für IT-Beratungsleistungen und individuelle IT-Lösungen (sogenannte Innovationsleistungen) können sich KMUs auch für Reise-Vouchers bewerben. Damit soll es KMUs leichter fallen, an Kooperationsveranstaltungen und Workshops des Projektes PERMIDES teilzunehmen.

Aktuell nutzen bereits einige oberösterreichische IT-Unternehmen die Unterstützung, um am 25. April zur Messe Connecting Healthcare IT (conhIT) nach Berlin zu fahren.

Was bietet PERMIDES?
Gerade im Bereich der personalisierten Medizin – und damit auch bei der Auswertung von großen Mengen an Gesundheitsdaten – wachsen IT- und Biopharma-Branche zusammen. Um solche gewinnbringenden Kooperationen zu fördern, wurde 2016 das EU-Projekt PERMIDES (Personalised Medicine Innovation through Digital Enterprise Solutions) ins Leben gerufen. Acht Partner aus Deutschland, Österreich und Norwegen sind unter Federführung des CyberForum e.V. (Karlsruhe) am Projekt beteiligt.

Biopharma-Unternehmen, die gemeinsam mit IT-Unternehmen neue technologiebasierte Geschäftsmodelle entwickeln wollen oder bestehende Wertschöpfungsprozesse digitalisieren möchten, können im Rahmen des Förderprojekts von Innovationsgutscheinen profitieren und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern.

PERMIDES wird gefördert durch das Horizon 2020 Rahmenprogramm der Europäischen Union unter der Grant Agreement Nummer 691546.

Über den IT-Cluster

Für IT-Unternehmer, die in Oberösterreich aktiv werden wollen, ist der IT-Cluster der Ansprechpartner mit dem entscheidenden Branchen-Know-how. Denn er ist das größte IT-Kooperationsnetzwerk Österreichs und gilt national und international als zentrale Anlaufstelle für Fragen der Digitalisierung. www.ITcluster.at 

www.permides.eu  


Mit neuem Förderprogramm Digital Starter die Chancen der Digitalisierung nutzen

Frau mit Brille sieht von ihr aus gesehen nach links oben zu einer grafisch dargestellten Rakete. Links oben der Schriftzug: OÖ Digital 2025. Rechts unten der Schriftzug: Digital Starter
Bild: WKO OÖ

21.03.2017

Kunden als Co-Designer, Online- Assistenzsysteme, durchgängig digitale Geschäftsprozesse, die Kraft sozialer Medien – Beispiele die zeigen, dass die digitale Veränderung immer mehr an Fahrt aufnimmt. Wer wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen und die sich bietenden Chancen nutzen. Um noch mehr Unternehmen zu motivieren und in Projekten zu unterstützen, haben Land und WKO Oberösterreich das neue Förderprogramm Digital Starter ins Leben gerufen.

Inhalte des Programms
Unter Anwendung von am Markt bereits verfügbarer Technologien werden gemeinsam mit spezialisierten Beratern und IT-Dienstleistern neue vernetzte Lösungen in folgenden Bereichen konzipiert und umgesetzt:

  • Höhere Effizienz durch digital durchgängig gestaltete interne und externe Geschäftsprozesse
  • Neue Art von Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen durch Nutzung digitaler Technologien
  • Verbesserte Kundenbeziehung und Kenntnis des Marktes

Zielgruppe
Kleine und mittlere Unternehmen, die aktive Mitglieder der WKO Oberösterreich sind

Ausschreibungszeitpunkt: 1. April – 15. Mai 2017

Fördergeber: Land und WKO Oberösterreich

Die Details zum Förderprogramm finden Sie auf www.wko.at/ooe/digitalstarter  


Autonomes Fahren im Ennshafen - Erste Umsetzungsschritte des Projektes „DigiTrans“

v.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Wolfgang Komatz, Cluster-Manager des Automobil-Clusters, vor dem autonom fahrenden Traktor, mit dem heute im Ennshafen zum ersten Mal im Rahmen des Projektes „DigiTrans“ Testfahrten zum autonomen Fahr
v.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Wolfgang Komatz, Cluster-Manager des Automobil-Clusters, vor dem autonom fahrenden Traktor, mit dem heute im Ennshafen zum ersten Mal im Rahmen des Projektes „DigiTrans“ Testfahrten zum autonomen Fahren unternommen worden sind. Fotocredits: Land OÖ/Sabrina Liedl

16.03.2017

Im oberösterreichischen Ennshafen findet heute, 15. März, eine erste Präsentation von Ergebnissen des Projektes DigiTrans, das der Automobil-Cluster der Business Upper Austria Ende 2015 ins Leben gerufen hat, statt. Der Ennshafen ist DigiTrans-Projektpartner und unterstützt das Projekt als Infrastruktur Hub für autonomes Fahren in der Güterlogistik. „Durch DigiTrans und die Schaffung einer realen Testumgebung für autonomes Fahren kann Oberösterreich seine Vorreiterrolle am Technologiesektor weiter ausbauen“, betont dazu Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Zur Veranschaulichung wird heute im Ennshafen – einem zukünftigen Testgelände für Anwendungen im Projekt DigiTrans – in Zusammenarbeit mit der AIT - Austrian Institute of Technology GmbH auch eine Testfahrt mit einem autonom fahrenden Fahrzeug durchgeführt. Diese Vorführung soll einen ersten Ausblick auf die vielen Möglichkeiten der Digitalisierung geben.

„Die Digitalisierung wird uns in den kommenden Jahren nicht nur in den Wirtschafts- und Produktionsbetrieben begleiten sondern auch auf den Straßen. Autonomes Fahren ist technisch bereits möglich, die Abstimmung mit der Infrastruktur, Übergabeszenarien und Anwendungen in der Logistik sind wichtige Eckpfeiler dieser Technologie, um mit international agierenden Unternehmen, die die Digitalisierung bereits vorantreiben, zusammenarbeiten zu können. Mit DigiTrans können oberösterreichische Unternehmen diese Szenarien in Zukunft in der Realität erproben und ihre Entwicklungen testen und anpassen. Das ist für den Standort ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung des Güterverkehrs, den wir anderen Regionen bereits voraus sind“, so Wirtschafts-Landesrat Strugl weiters zur großen Bedeutung des Projektes DigiTrans für den Standort Oberösterreich. 

Autoindustrie fordert Innovationen – Automobil-Cluster setzt Akzente mit der Initiative Connected Mobility
Gerade in der Automobilindustrie ändern sich derzeit die verlangten und angebotenen Technologien rasant. Das Thema Vernetzung von Fahrzeugen bringt Unternehmen aus den Bereichen Kommunikation, IT und Automobilindustrie zusammen. Eine Abstimmung der Branchen untereinander ist besonders wichtig, um rasch geeignete Lösungen für die neuen Anforderungen des vernetzten Fahrens zu entwickeln. Nicht nur für die Autoindustrie, sondern auch für den wachsenden IT-Bereich Oberösterreichs ist das Projekt DigiTrans, das aus der Initiative Connected Mobility (ICM) des Automobil- und des IT-Clusters heraus entwickelt wurde, eine wichtige Testumgebung.

Die Initiative "Connected Mobility - Die smarte Zukunft" (ICM) des Automobil- und des IT-Clusters OÖ wurde gegründet, um die Mobilität der Zukunft auf smarte Art und Weise zu gestalten. Im Vordergrund stehen die Verknüpfung und Zusammenarbeit der automotiven und IT-Branche, um durch die Digitalisierung bestehender Produkte für den Kunden neue Services und Dienstleistungen zu schaffen - dadurch ergeben sich auch Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle. Das Ziel ist, neue Technologien zu entwickeln, die Österreich voranbringen und hier ein neues Stärkefeld der Wirtschaft entstehen zu lassen.

DigiTrans – Projektfakten
Im Rahmen der "Initiative Connected Mobility" (ICM) wird im Projekt DigiTrans der Aufbau und Betrieb einer Testumgebung bestehend aus Forschungs-, Entwicklungs- und Evaluierungsstruktur für Automatisiertes Fahren in Österreich sondiert. Für Oberösterreich bietet das Projekt eine große Chance, im Wettbewerb mit anderen Regionen einen Vorteil zu erarbeiten. Das Projekt DigiTrans fokussiert dabei auf

  • die Sondierung von Bedarf und Anwendungsfällen mit Einsatz von Nutz- und Sonderfahrzeugen,
  • den Einsatz automatisierter Fahrzeuge im Bereich von Logistik-Hubs: z.B. Ennshafen, Betriebsgelände
  • die gemeinsame Infrastrukturnutzung von Testumgebungen für autonomes Fahren (Testregion Österreich-Nord, weitere nationale und internationale, z.B.: Autobahnabschnitt auf der A9 in Bayern, Großraum Karlsruhe in Deutschland, Göteborg in Schweden, Steiermark).

Erklärte Ziele von DigiTrans sind die Durchführung von Bedarfsanalysen in den Bereichen Logistik- und Fahrzeugtechnologie unter Einbeziehung von Stakeholdern zur zielorientierten Weiterentwicklung der Anwendungsfälle, sowie die Betrachtung der erforderlichen Rahmenbedingungen zur Konzeption einer Testumgebung für autonomes Fahren. Die Sondierung DigiTrans leistet damit die Vorarbeit, um einen wirtschaftlichen Betrieb der Testumgebung zu ermöglichen und die österreichische Kompetenz im Mobilitätsbereich weiter auszubauen.

Bis Ende Mai 2017 laufen Vorbereitungen für spätere Errichtung einer Testregion
Bis Ende Mai 2017 werden noch Daten und Fakten für die spätere Errichtung einer Testregion als Reallabor zusammengetragen. Am Projekt beteiligen sich 17 Unternehmen und Institutionen, die rund um das Kernkonsortium Automobil-Cluster, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, LOGISTIKUM Steyr, IESTA Institut für innovative Energie- & Stoffaustauschsysteme e.V. zusammenarbeiten und wichtigen Input liefern, wie z.B. Industrie-Logistik-Linz GmbH, ASFINAG Autobahnen- und Schnellstraßen- Finanzierungs- Aktiengesellschaft, Ennshafen OÖ GmbH, Flughafen Linz GesmbH, MAN Truck & Bus Österreich AG, Rosenbauer International AG u.a.

LT1-Beitrag:


Forum in Linz: Wie Gazellen-Unternehmen zu Kapital und Mitarbeitern für ihr schnelles Wachstum kommen

Die Teamecho-Gründer David Schellander (li.) und Markus Koblmüller im Gespräch mit Elisabeth Czachay (WKOÖ). Foto: Business Upper Austria..
Die Teamecho-Gründer David Schellander (li.) und Markus Koblmüller im Gespräch mit Elisabeth Czachay (WKOÖ). Foto: Business Upper Austria
Wolfgang Reisinger, CFO von tractive, informierte über Mitarbeiterbeteiligung, Venture Capital und den Umgang mit Business Angels. Foto: Business Upper Austria
Wolfgang Reisinger, CFO von tractive, informierte über Mitarbeiterbeteiligung, Venture Capital und den Umgang mit Business Angels. Foto: Business Upper Austria

14.03.2017

Sie wachsen schnell und sind Innovationsmotoren: sogenannte „Gazellen“-Unternehmen tragen zur Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes OÖ bei. Aber sie stehen auch vor besonderen Herausforderungen – etwa, Kapital und Mitarbeiter für dieses schnelle Wachstum zu bekommen. Die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria hat daher in Kooperation mit Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer OÖ eine dreiteilige Workshop-Reihe für Gazellen-Unternehmen zu diesen und weiteren Themen gestartet.

„Business Upper Austria unterstützt die Gazellen-Unternehmen nicht nur mit Serviceangeboten wie der Workshop-Reihe, sondern auch beim Zugang zu Branchennetzwerken über die Cluster und mit Beratung zu Innovations- und Forschungsförderungen“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. Rund 125 solcher Unternehmen, die über einen Zeitraum von drei Jahren bei Mitarbeitern oder Umsatz um zehn Prozent und mehr gewachsen sind, gibt es in Oberösterreich. Im ersten Workshop gestern, Montag, widmeten sich die Teilnehmer den Themen Finanzierung und Recruiting: Welche Beteiligungsarten gibt es? Wie finde ich den richtigen Investor? Wie positioniere ich mich als Arbeitgeber? Wie finde ich Mitarbeiter in Social Media? 20 Spezialisten gaben wertvolle Tipps und berichteten über ihre Erfahrungen aus der Praxis.

Weitere Workshops im April und Mai

Beim nächsten Workshop am 21. April geht es um Innovationsmanagement und Kooperationen mit Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Der dritte und letzte Teil am 8. Mai steht im Zeichen von Organisationsentwicklung und Internationalisierung. Infos und Anmeldung


+21% F&E-Umsatzrekord an der FH OÖ – Forschung entlang der Wertschöpfungskette

von links, sitzend am Podium, leicht seitlich fotografiert: Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer und Geschäftsführer FH OÖ Dr. Gerald Reisinger
v.l.: Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer und Geschäftsführer FH OÖ Dr. Gerald Reisinger; Foto Land OÖ/Liedl
von link, stehend frontal fotografiert: FH-Prof. Priv. Doz. DI Dr. Johann Kastner (Leiter FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH), Dipl.-Ing. Dr. Franz Michael Androsch (Leiter Bereich Konzernforschung voestalpine AG), Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. T
v.l.: FH-Prof. Priv. Doz. DI Dr. Johann Kastner (Leiter FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH), Dipl.-Ing. Dr. Franz Michael Androsch (Leiter Bereich Konzernforschung voestalpine AG), Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer und Geschäftsführer FH OÖ Dr. Gerald Reisinger; Foto Land OÖ/Liedl

09.03.2017

Das Forschungsjahr 2016 war ein sehr arbeitsintensives und erfolgreiches an der FH OÖ. Mit mehr als 210 Vollzeit-Mitarbeiter/innen wurde ein F&E-Umsatz-Rekord erreicht. Mit +21% gegenüber dem Vorjahr liegt der Umsatz 2016 in der FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH bei € 17,34 Mio.

20162015
Umsatz

€ 17,34 Mio. (+21%)

€ 14,28 Mio.
Akquirierte F&E-Mittel€ 20,32 Mio. (+25%)€ 16,2 Mio.
Auftragsstand€ 31,5 Mio. (+5%)€ 30,1 Mio.
Projekte gesamt356 (+7%)334
Wissenschaftliche Publikationen429 (+3%)417

 

Über 600 Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Gesellschaft profitierten vom Know-how der FH OÖ-Forscher/innen in 356 Projekten, wovon 2016 96 neu gestartet wurden. 429 wissenschaftliche Publikationen wurden in internationalen Fachzeitschriften, Büchern oder auf wissenschaftlichen Konferenzen veröffentlicht.

Wie schon im Vorjahr wurde auch im Forschungsjahr 2016 dem strategischen Programm „Innovatives Oberösterreich 2020“ wieder verstärkt Rechnung getragen. In den fünf Aktionsfeldern Industrielle Produktionsprozesse, Energie, Gesundheit | Alternde Gesellschaft, Lebensmittel | Ernährung und Mobilität | Logistik kann die FH OÖ mit ihren Forscher/innen einen klaren Wettbewerbsvorteil verzeichnen.

Die Wirtschaft profitiert von anwendungsorientierter Forschung & Entwicklung, dies zeigt die erfolgreiche Kooperation mit der voestalpine AG. Die gemeinsamen Projekte decken verschiedenste Forschungsbereiche von Logistik über Leichtbau bis hin zur Computertomografie ab.

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die gesamte Pressekonferenzunterlage finden Sie hier.


JKU ist mit zwei Projekten für den Houskapreis 2017 nominiert

von vorne fotografiert, sitzend und stehend auf oder um eine Couch, von links: Uwe Müller, Wood K plus; Melanie Baumgartner, Thomas Stockinger, Reinhard Schwödiauer, alle SOMAP; Franz Padinger, SCIO, Melanie Steiner, Wood K plus; Siegried Bauer, SOMAP
v.l.: Uwe Müller, Wood K plus; Melanie Baumgartner, Thomas Stockinger, Reinhard Schwödiauer, alle SOMAP; Franz Padinger, SCIO, Melanie Steiner, Wood K plus; Siegried Bauer, SOMAP
Abbildung Messung Autoradar
Abbildung Messung Autoradar
Abbildung Signal Autoradar
Abbildung Signal Autoradar

08.03.2017

Der Houskapreis der B&C Privatstiftung ist Österreichs größter privater Forschungspreis. Die Johannes Kepler Universität Linz ist gleich mit zwei innovativen Projekten in der Kategorie „Universitäre Forschung“ für den renommierten Preis nominiert. Involviert sind auch zwei UAR-Beteiligungen: die Linz Center of Mechatronics GmbH und die Kompetenzzentrum Holz GmbH.

Unter den fünf Nominierungen für den Houskapreis 2017 in der Kategorie „Universitäre Forschung“ ist die Johannes Kepler Universität Linz mit zwei Projekten prominent vertreten und hat damit ausgezeichnete Chancen, am 4. Mai 2017 den renommierten Preis zu gewinnen. Der Houskapreis der B&C Privatstiftung ist mit insgesamt 400.000 Euro dotiert und Österreichs größter privater Forschungspreis. Bereits die Nominierung zum Houskapreis ist eine Auszeichnung und Bestätigung für die Exzellenz der Forschungsprojekte. Die nominierten Projekte widmen sich den Zukunftsthemen Mobilität und Industrie 4.0 – beide Themenkreise sind als Aktionsfelder im Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm ‚Innovatives Oberösterreich 2020‘ verankert und von hoher strategischer Bedeutung für den technologischen Fortschritt und Zukunftsfähigkeit des Bundeslandes Oberösterreich.

„Die JKU ist stolz auf ihre technisch-naturwissenschaftliche Kompetenz. Im neuen LIT, dem Linz Institute of Technology, lehren und forschen wir in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Dieser Ansatz hat an der JKU Tradition. Ich freue mich daher sehr, dass gleich zwei solche praxisbezogenen Forschungskooperationen für Österreichs größten privaten Forschungspreis nominiert worden sind. Das unterstreicht die Exzellenz unserer wissenschaftlichen Arbeit. Ich wünsche beiden Projekten alles Gute“, so JKU-Rektor Meinhard Lukas.

 

Die nominierten Projekte im Überblick:

Verbesserte KFZ-Radarsensoren für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Moderne Autos sind mit Radar-Abstandssensoren ausgestattet. Diese ermöglichen Funktionen wie Bremsassistenten oder adaptive Fahrgeschwindigkeitsregelungen. Die Sensoren sind zumeist hinter den Stoßstangen verbaut. Dadurch entstehen Signalreflexionen, welche die Genauigkeit einschränken. Das Institut für Signalverarbeitung der JKU hat gemeinsam mit den Partnern DICE Danube Integrated Circuit Engineering GmbH & Co KG (einem Infineon-Tochterunternehmen in Linz) und der Linz Center of Mechatronics GmbH, an der die Upper Austrian Research GmbH beteiligt ist, eine Technologie entwickelt, die diese Störsignale fast vollständig unterdrückt und damit die Reichweite und Genauigkeit der Sensoren maßgeblich erhöht.

Gedruckte Papiersensoren für intelligente Holz- und Verbundstoffe
Auf Papier gedruckte Sensoren ermöglichen es, die Lebensdauer von Verbundwerkstoffen zu erhöhen und die Qualitätskontrolle sowie -sicherung maßgeblich zu optimieren. Die Sensoren werden in den Bindemitteln eingebracht. Dadurch kann die Qualitätskontrolle im Herstellungsprozess automatisiert werden. Zudem ermöglichen sie eine langfristige Überwachung der Verbundkonstruktionen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Die entwickelte Technologie, die neue Maßstäbe im Bereich Industrie 4.0. setzt und künftig für weitere Anwendungsbereiche eingesetzt werden kann, wurde gemeinsam mit dem Unternehmenspartner SCIO Holding GmbH und der Kompetenzzentrum Holz GmbH, an der die Upper Austrian Research GmbH beteiligt ist, unter der Leitung der Abteilung Physik der Weichen Materie (SOMAP) der JKU entwickelt.

 

„Bereits die Nominierung zu dem renommierten Houskapreis ist als Auszeichnung zu betrachten. Die Johannes Kepler Universität Linz kann überaus stolz darauf sein, mit zwei Projekten unter den fünf Besten der Besten vertreten zu sein. Beide Projekte sind Referenzen für eine erfolgreiche, interdisziplinärere Zusammenarbeit unter Beteiligung von innovativen Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen“, freut sich LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer über diesen Erfolg. „Das Projekt zu den gedruckten Papiersensoren hat darüber hinaus seinen Ursprung in der regionalen Ausschreibung des Landes OÖ zum Thema ‚Produktionsstandort 2050‘, welche im Jahr 2015 aufgesetzt wurde. Derartige Auszeichnungen bestätigen wieder einmal, dass sich die heimische Forschungsleistung auf höchstem Niveau bewegt. Ich gratuliere allen Beteiligten – insbesondere der Johannes Kepler Universität Linz – und wünsche viel Erfolg für die kommende Preisverleihung am 4. Mai 2017“, führt Stelzer fort.


Nähere Informationen zu den beiden Forschungsprojekten entnehmen Sie bitte den beigefügten Projektdokumenten:

Verbesserte KFZ-Radarsensoren für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Gedruckte Papiersensoren für intelligente Holz- und Verbundstoffe


Start-up meets Industry – „Primetals Business Factory“ geht in die nächste Runde

von links, stehend frontal fotografiert: DI Karl Purkarthofer (Leitung Metallurgical Services Primetals Technologies), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Mag. Roman Windischhofer (Chief Product Officer testify) und Mag. Markus Manz (Geschäftsführ
v.l.: DI Karl Purkarthofer (Leitung Metallurgical Services Primetals Technologies), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Mag. Roman Windischhofer (Chief Product Officer testify) und Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH). Foto Land OÖ/Kauder
sitzend am Podium, schräg von rechts fotografiert. von links nach rechts: Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, DI Karl Purkarthofer (Leitung Metallurgical Services Primetals Technologies) u
v.l.: Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, DI Karl Purkarthofer (Leitung Metallurgical Services Primetals Technologies) und Mag. Roman Windischhofer (Chief Product Officer testify). Foto Land OÖ/Kauder

06.03.2017

"Primetals Business Factory" hat die ersten drei Start-ups unter Vertrag

Oberösterreich treibt mit Hochdruck „Start Up(per) Austria – Die oö. Strategie für mehr Gründungen“ voran mit dem Ziel, die Anzahl der Unternehmensgründungen in unserem Bundesland zu erhöhen:

„Ein wesentliches Thema der oö. Gründerstrategie ist die Frage, wie oberösterreichische Leitbetriebe und Start-ups näher zusammenrücken und somit voneinander profitieren können“, betont Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

2016 wurde deshalb die „Business Factory“ gemeinsam von tech2b und der Primetals Technologies Austria auf die Beine gestellt – sozusagen ein Inkubationsprogramm integriert im Industrieunternehmen.

Oberösterreichs Leitbetriebe intensivieren ihre Bemühungen in Richtung verstärkte Innovationstätigkeiten, um die Nischenstrategie, die österreichische Unternehmen am nationalen und globalen Markt verfolgen, weiter erfolgreich betreiben zu können. „Für beide Wirtschaftsbereiche – Start-ups und Leitbetriebe – entsteht eine Win-Win-Situation, wenn man die Vorteile beider verknüpft. Bei den Start-ups ist das die unkonventionelle Art, neue Innovationen ‚auf der grüne Wiese‘ zu produzieren, bei den oö. Leitbetrieben sind das die Branchenerfahrung, der finanzielle Spielraum und die Kraft, Innovationen auch über die ‚letzte Meile‘ auf den Markt zu bringen“, unterstreicht Wirtschafts- Landesrat Strugl.

 

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Die gesamte Pressekonferenzunterlage finden Sie hier.


OÖ Start-ups starten durch

Zertifikatsverleihung, Alle Start-ups auf einer Stiege, von unten fotografiert; Foto: Land OÖ
Zertifikatsverleihung 07.02.2017, Alle Start-ups; Foto: Land OÖ
frontal fotografiert, vl Braunsberger, Schober, Strugl, Lamplmair, Manz; Foto: Land OÖ/Kauder
vl Armin Braunsberger Marketingleiter und Johannes Schober Geschäftsführer View Promotion GmbH, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Manfred Lamplmair Geschäftsführer rudy games GmbH, Mag. Markus MANZ Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH; Foto: Land OÖ/Kauder

07.02.2017

Der OÖ Hightech-Inkubator tech2b begleitet junge Start-ups von der Idee bis zur Marktreife

Der oberösterreichische Hightech Inkubator tech2b unterstützt, begleitet und beschleunigt die Entwicklung von innovativen technologie-orientierten Gründungsvorhaben, wodurch nachhaltig Arbeitsplätze in Oberösterreich geschaffen werden. Die Aufnahme in das tech2b-Förderungsprogramm (AplusB) hilft Start-ups, ihre Geschäftsidee strukturiert und zielgerichtet zu entwickeln und am Markt umzusetzen. tech2b bietet Unterstützung von strategischer Beratung über Bereitstellung von Infrastruktur sowie einem umfangreichen Netzwerk von Partnern, Investoren und Mentoren bis hin zu finanzieller Förderung. Außerdem können die Start-ups die Programme business2excellence und den HightechFonds nutzen, um ihren Markteintritt souverän zu meistern.

„tech2b leistet durch die Betreuung von innovativen und technologie-orientierten Gründungen einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Erfolg des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich. Denn nur durch Innovationen können wir den Standort weiterentwickeln“, betont Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Die Projekte, die den tech2b Gründungsprozess erfolgreich durchlaufen haben, werden heute von tech2b und dem Land Oberösterreich ausgezeichnet. Mit den Entrepreneurship-Zertifikaten sollen die jungen Start-ups und deren Beitrag zur oberösterreichischen Wirtschaft gewürdigt werden. Die Palette der entwickelten Produkte und Dienstleistungen reicht dabei von Verbesserungen im Industriebereich über Apps und Onlinelösungen bis hin zu Entwicklungen, das soziale Miteinander besser zu gestalten.

„Die Rekordzahl von 23 Start-ups, die heute geehrt werden, zeigt nicht nur, dass unsere Betreuung sehr gut angenommen wird, sondern motiviert uns auch, weiterhin Start-ups beim Markteintritt zu unterstützen“, sagt tech2b- Geschäftsführer Mag. Markus Manz.


Lebensmittel-Cluster OÖ jetzt unter dem Dach von Business Upper Austria

Semmel-Produktion: Förderband und Maschinen
Bild: Business Upper Austria

01.02.2017

Mit 1. Februar 2017 wechselte der Lebensmittel-Cluster OÖ organisatorisch wie geografisch von der WKO Oberösterreich unter das Dach von Business Upper Austria. Die WKOÖ wird auch weiterhin an der strategischen Weiterentwicklung des Lebensmittel-Clusters mitwirken, allerdings nicht mehr als Trägerorganisation, sondern im Cluster-Beirat durch zwei Vertreter der Lebensmittelwirtschaft.

Mit rund 260 Partnern ist der im Jahr 2000 gestartete Lebensmittel-Cluster OÖ (LCOÖ) das größte Lebensmittelnetzwerk Österreichs. Über 100 Cluster-Kooperationsprojekte, 560 Veranstaltungen mit 13.600 Teilnehmern, die Schaffung der Landespreise Culinarix Bier, Speck und Most sowie der Aufbau von Genussboxen verdeutlichen diesen erfolgreichen Weg, der in Kooperation mit dem Wirtschafts- sowie dem Agrarressort des Landes OÖ beschritten wurde.

Zu den Schwerpunkten zählen auch die Weiterentwicklung der Forschungs- und Technologieinfrastruktur. Ein Highlight war 2013 die Installierung des FH-Studiengangs für Lebensmitteltechnologie & Ernährung am Campus Wels. Als weiteres Highlight gilt die Beteiligung an einem österreichweiten K1-Zentrum der Lebensmittelwirtschaft mit Start 2017 — mit dabei sind zwölf oberösterreichische Unternehmen. Künftig wird der Cluster seinen Fokus verstärkt auf das Thema Lebensmitteltechnologie richten.

„Um diese strategische Ausrichtung noch besser verfolgen bzw. ausweiten zu können, ist das Ausschöpfen von Synergien mit anderen technologischen Bereichen von zentraler Bedeutung. Unter dem Dach von Business Upper Austria, der acht weitere Cluster und Netzwerke angehören, ist dies in idealer Weise gewährleistet. Ziel der Eingliederung ist die verstärkte branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Clustern, zum Beispiel in der Kreislaufwirtschaft mit dem neu geschaffenen Cleantech-Cluster, bei der Digitalisierung mit dem IT-Cluster oder bei innovativen Verpackungstechnologien mit dem Kunststoff-Cluster“, unterstreicht Wirtschaftslandesrat Michael Strugl.

WKOÖ-Präsident Rudolf Trauner sieht mit dem Wechsel zur Business Upper Austria „den Lebensmittel-Cluster in einem perfekten technologieorientierten Umfeld eingebunden“.

Zur Webseite des Lebensmittel-Clusters


Start-up GENSPEED® Biotech entwickelte Schnelltest-System für Krankenhauskeime und Parodontitis-Erreger

Geschäftsführung GENSPEED® Biotech
Die Geschäftsführer der GENSPEED® Biotech GmbH Dr.in Sonja Kierstein (CTO) und Dr. Max Sonnleitner (CEO) mit dem kompakten GENSPEED® System für die Diagnostik vor Ort. © Indrich Fotografie
GENSPEED®
Die GENSPEED®-Technologie erlaubt einen einfachen und schnellen Nachweis von Krankheitserregern oder verschiedenen Biomarkern direkt in der Arztpraxis © GENSPEED® Biotech GmbH

31.01.2017

In der Diagnostiksparte konnte sich GENSPEED® Biotech dank des österreichischen Investors EOSS Industries Holding aus der Greiner Bio-One ausgründen. Das oö. Start-up, unter der Geschäftsführung von Max Sonnleitner und Sonja Kierstein, bietet Schnelltests auf Basis der patentierten GENSPEED®-Technologie an und zählt bereits neun MitarbeiterInnen. Die GENSPEED®-Technologie wurde im Rahmen von zwei Cluster-Kooperationsprojekten des Medizintechnik-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria mit Projektpartnern weiterentwickelt und vom Land OÖ mit einem Fördervolumen von ca. 85.000 Euro gefördert.

„Mit GENSPEED® haben wir eine universelle Schnelltest-Technologie entwickelt, die sowohl Ärzten wie auch Patienten zugutekommt. Sie erlaubt schnelle und präzise Diagnostik auch dort, wo unzuverlässige Streifchentests und langwierige komplexe Labortests nicht anwendbar sind“, CEO DI Dr. Max Sonnleitner und CTO Dr.in Sonja Kierstein zu ihrem Produkt.

GENSPEED® kann sowohl für nukleinsäurebasierte, also genetische Tests, wie auch für proteinbasierte Tests angewendet werden. So können beispielsweise bestimmte Bakterien oder Viren schnell identifiziert oder die Konzentration von verschiedenen Biomarkern im Blut oder in anderen Probenmaterialien bestimmt werden. Das Unternehmen GENSPEED® Biotech kooperiert weiterhin eng mit Greiner Bio-One und hat sich auch in deren Räumlichkeiten am Standort Rainbach im Mühlkreis eingemietet.

Die GENSPEED® Biotech bietet:
- GENSPEED® HAI, eine Produktlinie, mit der den Krankenhauslabors ein schneller und kostengünstiger Nachweis von resistenten Krankenhauskeimen ermöglicht wird, um die Patienten nachhaltig vor Krankenhausinfektionen zu schützen
- PerioPOC®, ein Tool für den Zahnarzt, das direkt in der Zahnarztpraxis eine schnelle Differenzialdiagnose, Therapieentscheidung und Therapiekontrolle bei der Behandlung von Parodontitis erlaubt
- GENSPEED®, eine universelle Point-of-Care-Testing-Technologie, die Testhersteller in die Lage versetzt, diagnostische Tests dort hinzubringen, wo sie dem Patienten durch schnelle, verlässliche und genaue Ergebnisse größtmöglichen Nutzen bringen.

GENSPEED® Produkte finden bereits in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern und Zahnarztpraxen erfolgreiche Anwendung.

Sofortdiagnosesystem ermöglicht schnellere Patientenbehandlung und senkt Kosten
Infektionen mit antibiotikaresistenten Krankenhauskeimen im Rahmen von Krankenhausaufenthalten oder Infektionen mit Parodontitis-Erregern können schwerwiegende Folgen für die betroffenen Patienten haben. Außerdem entstehen in beiden Fällen für das Gesundheitssystem jährlich Zusatzkosten in Millionenhöhe, indem sich die Aufenthaltsdauer und Genesung der Patienten verlängert.

Sowohl die Erkennung von Krankenhauskeimen im Krankenhaus als auch die Detektion von Parodontitis-Erregern im Dentalbereich kann sich über mehrere Tage erstrecken. Die Patientenproben müssen entweder im Rahmen von langwierigen Analysen im Haus untersucht oder sogar in externe Labors versendet werden. Mit den Schnelltests von GENSPEED® Biotech können Krankenhauskeime innerhalb von nur 100 Minuten im Krankenhauslabor, Parodontitis-Erreger gar in nur 20 Minuten direkt in der Zahnarztpraxis nachgewiesen werden. In beiden Fällen ermöglicht die schnelle Diagnose einen sofortigen und gezielten Therapiestart. Schnelle Genesung des Patienten und damit reduzierte Kosten für das Gesundheitssystem sind die Folge!

Weltweit einzigartige Technologie mit Automatisierung
Beim kompakten und automatisierten Sofortdiagnosesystem GENSPEED® handelt es sich um eine weltweit einzigartige patentierte Technologie – basierend auf mikrofluidischen Biochips, miniaturisierter optischer Detektion und Automatisierung. Das bedeutet, die Probe (z.B. aus einem Nasenabstrich) wird mit Standardmethoden aufbereitet und in einen sogenannten Mikrofluid-Chip eingetropft. Ohne weiteres Zutun kann der Anwender nach kurzer Zeit das Testergebnis auf dem Computer ablesen. GENSPEED® spart dem Anwender dank der Automatisierung somit Zeit sowie Kosten. Zusätzlich wird die Sicherheit und Genauigkeit der Testergebnisse erhöht.


Über GENSPEED® Biotech
Die GENSPEED® Biotech GmbH hat sich im Herbst 2016 als Spin-Off der Greiner Bio-One ausgegründet und widmet sich der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb diagnostischer Schnelltests zur Detektion verschiedener Krankheitserreger. Basis dafür ist die patentierte und IVD-CE zertifizierte GENSPEED®-Technologie, eine neuartige Kombination aus Mikrofluidik, miniaturisierter optischer Detektion und Automatisierung. GENSPEED® ermöglicht, mehrere Parameter am Point-of-Care (POC) mit hoher Empfindlichkeit gleichzeitig und in wenigen Minuten nachzuweisen. GENSPEED® Biotech bietet ein Produktportfolio im Bereich der Schnelldetektion von Krankenhauskeimen sowie Tests zum schnellen Nachweis von Parodontitis-Erregern direkt in der Zahnarztpraxis. Auch OEM-Partnern steht die GENSPEED®-Technologie mit ihrer universellen Anwendbarkeit zur Verfügung.

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 84 Ideen der MedTech-Branche in Projekten erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regulatorien). www.medizintechnik-cluster.at

Über EOSS Industries
EOSS Industries ist eine Beteiligungsholding und Spezialist für Unternehmensentwicklung mit Sitz in Graz. Die Gesellschaft hält Anteile an mehr als 20 Firmen und investiert vorwiegend in den Sektoren Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Gesundheit. Dabei versteht sich EOSS als Unternehmensentwickler und verfolgt die Mission, mithilfe permanenter Innovation und der Förderung unternehmerischer Potentiale nachhaltige Unternehmenswerte zu schaffen. EOSS-Manager Christoph Blaschitz zu dem GENSPEED®-Projekt: „Wir sind begeistert vom riesigen Potential der GENSPEED®-Plattform und freuen uns auf die intensive Zusammenarbeit mit dem Team.“

 

>> Die gesamte Presseaussendung als PDF zum Download


Cleantech-Cluster: die gemeinsame Plattform für Energie- und Umwelttechnik-Unternehmen

Fünf Personen stehend und in die Kamera schauend präsentieren das neuen Cleantech-Cluster-Logo (roter Hintergrund mit weißer Schrift)
V.l.: DI Christian Maurer (Cluster-Manager Umwelt, Cleantech-Cluster), Ing. Martin Hackl (Spartenleiter Solarelektrik, Fa. Fronius & Beiratssprecher Energie im Cleantech-Cluster), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Mag.ª Christiane Egger (Cluster-Managerin Energie, Cleantech-Cluster) und Prok. Johann Erler (Pöttinger Entsorgungstechnik GmbH & Beiratssprecher Umwelt im Cleantech-Cluster) mit dem Logo des neuen Cleantech-Clusters. Foto: Land OÖ / Kauder

24.01.2017

Energietechnologien und Umwelttechnik sind in der oberösterreichischen Wirtschaft zukunftsträchtige Branchen mit führenden Unternehmen. Nun haben diese Unternehmen eine gemeinsame Plattform: den Cleantech-Cluster (CTC). Dieser soll mit seinem Know-how alle Facetten von Kreislaufwirtschaft, effizientem Einsatz von Rohstoffen, Material und Energie bis hin zur erneuerbaren Energie abdecken. Bereits jetzt gehören 250 Partnerunternehmen zum Netzwerk des Clusters. Ein Schwerpunkt im heurigen Jahr liegt auf der Internationalisierung: Eine Förderung des Landes OÖ soll Energie- und Umwelttechnik-Unternehmen aus Oberösterreich dabei unterstützen, auf Exportmärkten Fuß zu fassen.

Der neue Cleantech-Cluster (CTC) vereint die Erfahrungen und Kontakte zweier Netzwerke: des Umwelttechnik-Clusters und des Ökoenergie-Clusters. Zwei spezialisierte Fachteams – angesiedelt bei Business Upper Austria und beim OÖ Energiesparverband – betreuen die Themenbereiche Umwelttechnik und Energietechnologien und arbeiten für den Erfolg der Partnerunternehmen zusammen.

Der Cluster ist Schnittstelle zwischen Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Entscheidungsträgern sowie Anwendern und bildet mit seinen Schwerpunkten Energie und Umwelt den Wertschöpfungs-Kreislauf komplett ab. Dies bringt den Unternehmen – und damit auch dem Wirtschaftsstandort – einen Mehrwert, wenn beispielsweise bei der Erzeugung erneuerbarer Energie aus Windkraft-Anlagen oder Photovoltaik-Anlagen auch gleich das Thema Entsorgung mitgedacht wird: Wie können etwa die Verbundmaterialien, die zum Beispiel bei Windrädern zum Einsatz kommen, recycelt werden?

Innovation durch Kooperation
Eine wichtige Aktivität des CTC ist die Initiierung und Begleitung von Einzel- und Kooperationsprojekten. Der Fokus liegt dabei auf der Steigerung der Innovationskompetenz der beteiligten Unternehmen. Für die Umsetzung innovativer Projektideen können die Partnerunternehmer auch Fördermittel des Landes OÖ und des Bundes in Anspruch nehmen.

Export: Unterstützung für den Bau von Referenzanlagen
Ganz oben auf der Agenda des neuen Clusters steht die Internationalisierung. Der CTC soll zur Positionierung Oberösterreichs als führende Energie- und Umwelttechnologieregion beitragen. Dazu gehören internationale Trainingsangebote, die internationale Präsentation des CTC, Fachmessen, die Unterstützung von Unternehmen bei Exportaktivitäten (gemeinsam mit der Wirtschaftskammer, dem Export-Center und der Außenwirtschaftsorganisation), die Vernetzung mit ausländischen Fachorganisationen und Clustern, die Durchführung von Exportreisen zu relevanten Märkten und die gezielte Bearbeitung von Ländermärkten zur Erhöhung der Exportquote.

Leichter Einstieg auf Auslandsmärkten
Eine Exportoffensive soll vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in neue Märkte erleichtern. Mit der Förderung aus dem Wirtschaftsressort sollen heimische Unternehmen dabei unterstützt werden, Referenzanlagen in potenziellen Exportmärkten zu errichten. Starten wird die Exportoffensive mit Februar 2017. Ab dann können Projekte eingereicht werden. Details zu den Förderbedingungen werden zeitgerecht auf den Websites des Landes Oberösterreich und des Cleantech-Clusters veröffentlicht.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie in der Presseunterlage.

Zur neuen Webseite des CTC


Sechs Millionen Euro für den digitalen Wandel in OÖ

Von links: Dr. Michael Strugl (Wirtschafts-Landesrat), Mag.ª Dr.in Henrietta Egerth  (Geschäftsführerin FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer (Forschungs-Landesrat) stehend, von vorne fotografiert. Foto:
Dr. Michael Strugl (Wirtschafts-Landesrat), Mag.ª Dr.in Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft), LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer (Forschungs-Landesrat). Foto: Land OÖ/Schauer

20.01.2017

 Im Rahmen des Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramms "Innovatives Oberösterreich 2020" und aus Mitteln der neuen Forschungsförderungsinitiative "STAR" (Step Ahead through Research) sowie zusätzlichen Fördergeldern des Wirtschaftsressorts des Landes Oberösterreichs initiiert das Land OÖ eine regionale Förderausschreibung zu dem zukunftskritischen Thema Digitalisierung. Insgesamt werden sechs Millionen Euro zur Finanzierung von innovativen Forschungsprojekten in diesem Bereich zur Verfügung gestellt.

"Um als innovativer Industriestandort im digitalen Wettlauf ganz vorne mit dabei zu sein und langfristig zu bleiben, ist Innovation die beste – wenn nicht sogar die einzige – Antwort. Die Entwicklung von neuen Technologien bewusst voranzutreiben und gezielt in Forschung zu investieren, ist daher überaus wichtig und zukunftskritisch."
LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer

Die Ausschreibung umfasst zwei Schwerpunkte, um Unternehmen mit unterschiedlichen digitalen Reifegrad gleichermaßen zu unterstützen. „DigiFIT“ soll Industriebetrieben den Start in Richtung Digitalisierung erleichtern und mit „DigiVALUE“ soll die Kompetenz im Bereich „Internet der Dinge“ weiter ausgebaut werden. Unternehmen und Forschungsreinrichtungen reichen jeweils gemeinsam ein, wodurch ein schneller Wissenstransfer von der Forschung in die Wirtschaft erwartet wird.

"Diese Geschwindigkeit spielt bei der Digitalen Transformation eine große Rolle und kann den oö. Unternehmen den entscheidenden Vorsprung im internationalen Wettbewerb sichern.“
Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl

Zu den zwei Schwerpunkten im Detail:

„DigiFIT“
Ziel dieses Schwerpunkts ist es, bestehende Anlagen bzw. Systeme für die digitale Zukunft fit zu machen. Viele Produktionsfirmen haben in der nahen Vergangenheit kapitalintensive Investitionen in ihre Infrastruktur bzw. Produktionsanlagen getätigt. Diese Anlagen sollen über einen geraumen Zeitraum eingesetzt werden. Aufgrund der rapiden Ausbreitung der Digitalisierung können diese Anlagen oft nicht mit Systemen der neuen, digitalen Generation vernetzt werden. Dadurch werden Unternehmen in ihren Digitalisierungsvorhaben massiv eingebremst.
Die Entwicklung von neuen IKT-Lösungen soll es ermöglichen, Systeme unterschiedlicher Generationen miteinander zu vernetzen. Dazu beitragen können z.B. einheitliche Datenformate, Standards, neue Schnittstellen zwischen den Systemen, etc. Darüber hinaus sollen Experten-Systeme dazu beitragen, auf Basis einer intelligenten Analyse der Daten, Entscheidungsprozesse umfassend zu optimieren. Unternehmen können dadurch enorme Steigerungen in punkto Effizienz und Produktivität erzielen.

„DigiVALUE“
Dieser Schwerpunkt richtet sich an Unternehmen, die in ihrem Automatisierungsgrad bereits weiter fortgeschritten sind. Hier soll gezielt die Kompetenz im Bereich „Internet der Dinge“ weiter ausgebaut werden. Dazu zählen zum Beispiel Projekte in den folgenden Bereichen:

  • Daten sollen von und für Netzwerke so zur Verfügung gestellt werden, dass sie entsprechend wertschöpfend genutzt werden können. Dazu zählen zum Beispiel die Themen Speicherung, Kompatibilität und Qualität von Daten.
  • Die Entwicklung von Netzwerkarchitekturen, Software-Lösungen und Systemen soll für einen hohen Vernetzungsgrad der Daten und eine enge Integration von Prozessen sorgen.
  • Intelligente Analyse-Systeme sollen Daten interpretationsfähig aufbereiten bzw. die Interaktion zwischen unterschiedlichen Systemen als auch zwischen Mensch und Maschine optimieren.

Details zur Ausschreibung: www.ffg.at/ooe2017-digitalisierung

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auch in der Presseunterlage vom 20.01.2017.


Pocket Guide - Starthilfe für internationale Fachkräfte

Foto Pocket Guide
Pocket Guide - Your helping Hand
Fünf Männer nebeneinander stehend, von vorne fotografiert mit dem Buch "Pocket Guide" in der Hand
V.l.: Jochen Berrens (Director Public Affairs and Innovation Headquarters Linz, Borealis), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Direktor Dr. Walter Bremberger (Wirtschaftskammer OÖ), Mag. Bernhard Baier (Vizebürgermeister der Stadt Linz) und DI (FH) Werner Pamminger (Geschäftsführer Business Upper Austria) mit dem Pocket Guide für internationale Fachkräfte in OÖ. Foto: Land OÖ / Denise Stinglmayr

17.01.2017

Pocket Guide – Ratgeber erleichtert internationalen Fachkräften das Einleben in OÖ!

Der neue Pocket Guide mit dem Titel „Your helping hand“ – ein englischsprachiger Ratgeber in Buchform – ist ein wesentliches Informationstool des Welcome2Upper Austria Service Centers.
Das übersichtliche Taschenbuch dient neben der Website (www.come2upperaustria.com) als erste Orientierungshilfe zum Ankommen und Einleben in Oberösterreich und wird gerne in der Onboarding-Phase als Willkommensgeschenk von den oö. Unternehmen an deren internationale Mitarbeiter/innen überreicht.

Das Welcome2UpperAustria Service Center im Netzwerk Humanressourcen der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria unterstützt internationale Fach- und Führungskräfte sowohl bei der beruflichen als auch der privaten Integration in OÖ und soll dadurch die Personal- abteilungen der Unternehmen entlasten. Welcome2Upper Austria fungiert für sie hinsichtlich des Einlebens als Drehscheibe zu allen relevanten Behörden und Institutionen, wie Sozialversicherungsträger, Magistrat oder Kinderbetreuungseinrichtungen.

Maßgeschneiderte Informationen entlasten HR-Verantwortliche als auch Internationals. Zahlreiche Veranstaltungen zu Themen wie Steuer-, Sozialversicherungs- oder Arbeitsrecht etc. geben Einblick in unser Rechts- system. Verschiedene Social Events zum Kennenlernen von Land, Kultur und Leute erleichtern den Internationals zudem die soziale Integration.  

Die mehr als 180 Seiten umfassende Neuauflage des Pocket Guides ist ab sofort zu einem Nettopreis von EUR 20,00 pro Stück erhältlich.  

Der englischsprachige Ratgeber beinhaltet folgende Themenbereiche:

• Aufenthalt und Wohnen

• Gesundheit und Versicherung

• Finanzen und Steuern

• Berufsleben

• Anerkennung von Qualifikationen

• Bildungssystem

• Mobilität

• Sprache

• Familie und Kinderbetreuung

• Kultur und Freizeit

• Übersicht wichtiger Institutionen und Ansprechpartner 

 

Unser Angebot für Sie:
10 % Rabatt ab einer Bestellmenge von 10 Stk.
20 % Rabatt ab einer Bestellmenge von 50 Stk.


Ihr Kontakt im Netzwerk HR

Sonja Scheinmayr
+43 (0) 732 / 79810 - 5198 
e-Mail | facebook.com/come2upperaustria

Mehr Informationen finden Sie hier! 

Ermöglicht wurde die Neuauflage des Pocket Guides durch die Unterstützung folgender Kooperationspartner:


Energie-Leitregion OÖ 2050

v.l. frontal fotografiert: DI Dr. Florian Haslauer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und DI Dr. Gerhard Dell präsentieren heute die neue Energiestrategie für Oberösterreich mit dem Titel  "Energie-Leitregion OÖ 2050". Foto Land OÖ/Kauder
v.l.: DI Dr. Florian Haslauer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und DI Dr. Gerhard Dell präsentieren heute die neue Energiestrategie für Oberösterreich mit dem Titel "Energie-Leitregion OÖ 2050". Foto Land OÖ/Kauder

16.01.2017

„Die Veränderungen, die auf den Energiemärkten, aber auch im wirtschaftlichen Bereich stattfinden, und auch die Erfahrungen in Oberösterreich in den vergangenen Jahren, haben eine Adaptierung der OÖ Energiestrategie notwendig gemacht“, erläutert Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Auch wenn der Klimaschutz weiterhin ein wesentlicher Faktor bleiben werde, soll nun auch die Standortrelevanz der Energiepolitik stärker in den Vordergrund gerückt werden. „Oberösterreich ist aufgrund seiner Wirtschaftsstruktur ein besonders energieintensives Bundesland und das bedeutet, dass für uns der Hebel die Energieeffizienz sein muss“, unterstreicht Landesrat Strugl. Denn: „Je intelligenter und effizienter wir mit Energie umgehen, desto erfolgreicher werden wir sein.“

Daher wird mit der Energiestrategie "Energie-Leitregion OÖ 2050" die Energieintensität noch stärker in den Mittelpunkt gestellt. Neben der Ausrichtung auf die Verbesserung der Energieeffizienz soll auch der Anteil an erneuerbaren Energieträgern weiter gesteigert werden. Besonders heimische Energietechnologie-Unternehmen profitieren schon derzeit davon.

 

Die gesamte Presseunterlage finden Sie hier zum downloaden.


Pressekonferenz: DigiTrans - Teststrecke für autonomes Fahren

v.l.: FH Prof. DI Franz Staberhofer, Logistikum Steyr-FHOÖ, Forschungs-Landesrat LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner. Foto: Land OÖ / Daniel Kauder
v.l.: FH Prof. DI Franz Staberhofer, Logistikum Steyr-FHOÖ, Forschungs-Landesrat LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner. Foto: Land OÖ / Daniel Kauder
v.l.: FH Prof. DI Franz Staberhofer, Logistikum Steyr-FHOÖ, Forschungs-Landesrat LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner, Dr. Christian Chimani, Head of Mobility Department
v.l.: FH Prof. DI Franz Staberhofer, Logistikum Steyr-FHOÖ, Forschungs-Landesrat LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner, Dr. Christian Chimani, Head of Mobility Department, AIT Austrian Institute of Technology GmbH, und DI (FH) Werner Pamminger, Geschäftsführer Business Upper Austria. Foto: Land OÖ / Daniel Kauder

19.12.2016

Mit einem ambitionierten 20-Punkte-Programm macht sich der Wirtschaftsstandort OÖ fit für das digitale Zeitalter: Die „Leitinitiative Digitalisierung“ des Landes OÖ wurde im Herbst 2016 gestartet und wird von der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria koordiniert.

Die Digitalisierung als Querschnittsmaterie wirkt in alle Kernstrategien hinein und betrifft alle Aktionsfelder. Die Leitinitiative Digitalisierung ist ein wesentlicher Faktor, der zur Erreichung der Ziele im Strategischen Programm beiträgt. Business Upper Austria ist die gemeinsame Anlaufstelle für die drei Bereiche Bildung, Forschung und Wirtschaft und gleichzeitig Leitgesellschaft für den Bereich Wirtschaft.

„Ein Erfolgsfaktor für die oö. Wirtschaft im Digital Business ist die Kooperation Forschung – Wirtschaft und der Wissenstransfer. Die gezielte Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen kann die digitale Transformation enorm beschleunigen“, zeigt sich Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl überzeugt.

Ein Beispiel für eine solche gemeinsame Initiative ist das Projekt „DigiTrans“. DigiTrans ist ein Projekt des Automobil-Clusters (AC) mit dem Ziel, im Zentralraum Österreich-Nord (Linz – Wels – Steyr) eine Testregion für automatisiertes und vernetztes Fahren zu errichten. Das Projekt greift dabei Anforderungen aus der Industrie und von Infrastrukturbetreibern unter Einbeziehung von Digitalisierungs- und Logistikaspekten auf.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der PK-Unterlage.

 

Quelle und Rückfragen-Kontakt

Oö. Landeskorrespondenz

Amt der Oö. Landesregierung

Direktion Präsidium

Abteilung Presse

4021 Linz,  Landhausplatz 1

Tel.: (+43 732) 77 20-114 12 

E-Mail: landeskorrespondenz@ooe.gv.at


Infoveranstaltung "Ausschreibung Digitalisierung"

Logo des strategischen Wirtschafts- und Förschungsprogramms "Innovatives OÖ2020"

16.12.2016

Wir dürfen Sie, im Hinblick auf die regionale Ausschreibung „Digitalisierung“ im Rahmen des Strategischen Programms „Innovatives OÖ 2020“, sehr herzlich zu einer Informationsveranstaltung in der WKO Oberösterreich einladen.

Termin: Freitag, 20. Jänner 2017
Zeit: 10.30 bis ca. 11.30 Uhr
Ort: WKO Oberösterreich, Hessenplatz 3, 4020 Linz

Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie um eine Anmeldung zur Informationsveranstaltung unter dem nachfolgenden Link www.uar.at/anmeldung-infoveranstaltung-digitalisierung.

Nähere Informationen (Programm) finden Sie hier.


Autonomes Fahren bald auch in Oberösterreich

DigiTrans Kick-Off-Veranstaltung: 45 Partnerunternehmen nahmen an der ersten Gestaltungsrunde für autonomes Fahren in OÖ teil. Bild: Automobil-Cluster
DigiTrans Kick-Off-Veranstaltung: 45 Partnerunternehmen nahmen an der ersten Gestaltungsrunde für autonomes Fahren in OÖ teil. Bild: Automobil-Cluster
DigiTrans Kick-Off-Veranstaltung: 45 Partnerunternehmen nahmen an der ersten Gestaltungsrunde für autonomes Fahren in OÖ teil. Bild: Automobil-Cluster
DigiTrans Kick-Off-Veranstaltung: 45 Partnerunternehmen nahmen an der ersten Gestaltungsrunde für autonomes Fahren in OÖ teil. Bild: Automobil-Cluster

07.12.2016

Bund unterstützt Sondierung einer Testregion im Zentralraum

Das Projekt DigiTrans des Automobil-Clusters der Wirtschaftsagentur Business Upper Austria erhielt letzte Woche den Zuschlag für eine vom Bund ausgeschriebene Förderung im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „Automatisiertes Fahren“.

 

Mit dem Ziel, im Zentralraum Linz – Wels – Steyr (Österreich Nord) die Möglichkeiten für eine Testregion für automatisiertes und vernetztes Fahren zu sondieren, startete das Projekt am Freitag, 2. Dezember mit einer Kick-Off-Veranstaltung im Ennshafen, an der Vertreter aus rund 45 Unternehmen teilnahmen.

Oberösterreich hat mit DigiTrans ein Förderprojekt gewonnen, das in den nächsten sechs Monaten das Potenzial für autonomes und vernetztes Fahren sondieren wird. Aus den Ergebnissen dieser Sondierungsphase werden für Oberösterreich weitere Schritte für die Mobilität der Zukunft abzuleiten sein. Oberösterreich erhält damit die Möglichkeit, im internationalen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Besonders die Automobilindustrie und die IT-Unternehmen Oberösterreichs erhalten mit dieser Testregion eine optimale Testumgebung für ihre Entwicklungen.

Vorerst wird automatisiertes Fahren im Nutzfahrzeug- und Logistikbereich getestet. Dafür wird der Aufbau und Betrieb einer Testumgebung bestehend aus Forschungs- und Entwicklungsstruktur speziell in Bereichen wie Fracht- und Flughäfen, Industriegeländen und Logistik-Hubs vorangetrieben. Getestet soll zukünftig unter anderem am und um den Flughafen Linz/Hörsching sowie im Ennshafen werden.

Wolfgang Komatz, Manager des Automobil-Clusters: „Das Kernkonsortium von DigiTrans bilden der Automobil-Cluster und spezialisierte Einrichtungen wie die AIT – Austrian Institute of Technology GmbH, das LOGISTIKUM Steyr - FH OÖ und das IESTA - Institut für innovative Energie- & Stoffaustauschsysteme e.V.. Die Testregion soll jedoch allen Unternehmen aus dem oö. Automobil-Cluster sowie den Kooperationspartnern für Testzwecke zur Verfügung stehen, die ihre Technologien im Realbetrieb testen wollen. So ein Reallabor gibt es in Österreich derzeit noch nicht und wir laden automotive und IT-Unternehmen ein, sich das Projekt DigiTrans anzusehen und hier in Zukunft zu testen.“ Nach positivem Ablauf der sechsmonatigen Sondierungsphase ist eine Weiterführung der Testregion – abgestimmt auf die erlangten Ergebnisse – geplant. Darüber hinaus werden im Projekt DigiTrans Innovationen für neue, digitale Geschäftsmodelle für Logistikdienstleister (wie etwa Plattformanbieter für die Buchung von Transportdienstleistungen oder intelligente Fracht- und Verladesysteme) eruiert.

 

Eckdaten des Projektes

  • Name: „DigiTrans: Testregion Österreich-Nord für automatisiertes Fahren unter Einbeziehung von Digitalisierungs- und Logistikaspekten“
  • Projektlaufzeit: 12/2016 bis max. 5/2017
  • Projektvolumen: € 270.000,- (davon Förderung: € 200.000,-)
  • Kernkonsortium:
    • Automobil-Cluster der Business Upper Austria - OÖ Wirtschaftsagentur GmbH
    • AIT – Austrian Institute of Technology GmbH
    • LOGISTIKUM Steyr - FH OÖ
    • IESTA - Institut für innovative Energie- & Stoffaustauschsysteme e.V.

 

Wichtige Inhalte von DigiTrans im Überblick

  • Teststrecke für Gütermobilitätsdienstleister – offen für Fahrzeughersteller & Service-Betriebe, um Systemabstimmung und -integration mit automatisierten Lösungen zu testen
  • Aufbau einer Testinfrastruktur – um die Rahmenbedingungen zur Validierung neuer Entwicklungen im Bereich der vernetzten Mobilität anbieten zu können
  • Anwendungsfälle für Gütermobilität/Logistik – Speditionen sowie kommunalen Betreibern ermöglicht die Testregion, gemeinsam die Transport- und Serviceaufgaben in neuer Qualität zu bewältigen

 

Verbesserungspotenziale durch das Projekt

  • Steigerung der Verkehrssicherheit (bedeutet auch Reduktion von Unfällen, verursacht durch menschliche Fehler)
  • Bewältigung des (prognostizierten) Fahrermangels (Attraktivierung des Berufsbilds durch Job Enlargement, höhere Qualifizierung)
  • Reduktion von Kraftstoffkosten (z.B. durch „Windschattenfahren“ bei Truck Platooning)
  • Staureduktion durch intelligente Verkehrsleitsysteme
  • Steigerung der Betriebsstunden von LKWs (autonomer LKW ist nicht gezwungen, Ruhe-Zeiten einzuhalten)

 

Im Herbst 2017 wird die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) erneut entscheiden, wann DigiTrans mit der tatsächlichen Umsetzung einer Testregion in Oberösterreich beginnen kann.

 

Download Presseaussendung (.docx)


„Smart Logistics steigert die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie, Handel und Dienstleistung“

seitlich fotografiert am Podium, sitzend, von links nach rechts Prof. (FH) Dr. Veit Kohnhauser (Studienautor Smart Logistics), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Prof. (FH) DI Franz Staberhofer (Obmann Verein Netzwerk Logistik). Foto Land OÖ/Gr
v.l. Prof. (FH) Dr. Veit Kohnhauser (Studienautor Smart Logistics), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Prof. (FH) DI Franz Staberhofer (Obmann Verein Netzwerk Logistik). Foto Land OÖ/Grilnberger

05.12.2016

Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl:

Die besondere Position vom Land OÖ zur Disziplin Logistik
Logistik ist Gestalter von Wertschöpfungsketten. Die Disziplin Logistik verbindet den Endkunden mit Handel, Produktion, Lieferanten und intern die Abteilungen. Idealerweise entsteht ein durchgängiger Strom an Information und Material, der so verschwendungsfrei wie möglich ist.

„Die oö. Politik hat vorausschauend agiert und die spielentscheidenden Faktoren erkannt: Als die Disziplin Logistik vor 15 Jahren in das strategische Programm „Innovatives OÖ 2020“ als strategisches Themenfeld integriert wurde, waren die wirtschaftlichen Zeiten zwar noch wesentlich stabiler als heute, aber die Notwendigkeit für die Industrie, sich über die Wertschöpfungskette zur Konkurrenz zu differenzieren, war schon damals erkennbar“, betont Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Rahmenbedingungen zur Realisierung der Digitalisierung:

„Das Land OÖ will die Wirtschaft beim digitalen Wandel noch stärker unterstützen und dafür sorgen, dass die Chancen der Digitalisierung bestmöglich genutzt werden können. Neben Ausbildung und IT-Sicherheit‘ ist die flächendeckende Versorgung mit ultraschnellem Internet ein vorrangiges Thema“, so Landesrat Strugl.

Prof. (FH) DI Franz Staberhofer:

Wirtschaftliches Umfeld heute Unternehmen brauchen immer ein gutes Produkt, aber Service drängt in den Vordergrund. Es geht um Schnelligkeit und Individualität. „Wer sich darauf verlässt, dass sein Produkt so gut ist und es nur deshalb gekauft wird, wird untergehen. Produktqualität wird überall kopiert und geliefert. Es geht nur mehr um Servicevorteile, das Produkt ist austauschbar. Es geht darum, die Loyalität des Kunden über den Service zu gewinnen“, betont Prof. (FH) DI Franz Staberhofer, Obmann Verein Netzwerk Logistik (VNL).

Warum der VNL die Studie Smart Logistics beauftragt hat:
Der Megatrend Digitalisierung hat nie gekannte Auswirkungen auf Konsument/innen, Unternehmen, deren Wertschöpfungsketten und deren Mitarbeiter/innen. Traditionelle Wettbewerbsgefüge stehen vor kompletten Erschütterungen. „Industrie 4.0“ signalisiert eine Kontinuität (nach 1.0, 2.0 und 3.0), die es in der Realität nicht gibt. Die Studie Smart Logistics beinhaltet eine Literaturrecherche, eine Erhebung unter den VNL-Mitgliedern zum Status quo der gegenwärtigen Praxis und Handlungsfelder für die Zukunft. Interviews zur Praxis runden die Arbeit ab.

 

Nähere Details finden Sie in der Presseunterlage.


Sechs Millionen Euro für schnelles Internet an oö Schulen – Präsentation der neuen Breitbandförderung

Foto von links nach rechts, Landesrat Max Hiegelsberger, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer, Landesrätin Birgit Gerstorfer, MBA. Foto Land OÖ/Liedl, von vorne fotografiert
v.l. Landesrat Max Hiegelsberger, Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer, Landesrätin Birgit Gerstorfer, MBA. Foto Land OÖ/Liedl

28.11.2016

Digitalisierung: Querschnittsthema mit Zukunftschancen

Die Digitalisierung schreitet in allen Bereichen unaufhaltsam voran und bietet enorme Chancen. Digitalisierung ist im strategischen Programm „Innovatives OÖ 2020“ als interdisziplinäres Querschnittsthema definiert.

Eine positive Entwicklung der Bildung und der Digitalisierung wird mitentscheidend sein für die Zukunft unserer Gesellschaft. Bildung, insbesondere die Förderung von Talenten und Potentialen unserer Jüngsten, ist die Grundlage unserer Wissensgesellschaft.

Um allen unseren Schülerinnen und Schülern zukünftig die besten Rahmenbedingungen gewährleisten zu können, fördert das Land Oberösterreich den Anschluss von Glasfaser-Breitband-Anschlüssen an den Pflichtschulen sowie die weiteren dazugehörigen Maßnahmen.

„Die Digitalisierung kommt nicht auf uns zu, sondern wir sind mitten in ihr drin. Unser Anspruch muss es sein, vom Anwender zum Mitgestalter und Entwickler zu werden. Auch wenn viele Schulen in Oberösterreich bereits gut ausgestattet sind, müssen wir das ultraschnelle Internet flächendeckend in die Schulen bringen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

„Den Gemeinden als Schulerhalter ist es ein wesentliches Bedürfnis, die Digitalisierung frühzeitig erlebbar zu machen. Das Gemeinderessort nimmt seine Verantwortung in diesem Bereich wahr und unterstützt diesen Breitband-Ausbau in Oberösterreichs Pflichtschulen. Es gilt, neue Technologien zu integrieren und die beste Infrastruktur zu ermöglichen, um den zukünftigen Anforderungen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gewachsen zu sein. Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung des ländlichen Raumes“, so Landesrat Max Hiegelsberger.

Gemeinde-Referentin Birgit Gerstorfer begrüßt die gemeinsamen Bemühungen, die Digitalisierung schneller als bisher in die Klassenzimmer des Landes zu tragen: „Die Digitalisierung ist längst Realität, aber noch nicht in allen Klassenzimmern angekommen, was diese sehr gezielte Förderung des Landes sinnvoll und notwendig macht. Es darf nicht sein, dass die Schulen den Lebensrealitäten der Schülerinnen und Schüler hinterherhinken. Diese Initiative garantiert im wahrsten Sinne des Wortes die Anschlussfähigkeit an die technologischen Entwicklungen unserer Zeit. Sie ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für einen modernen und lebensnahen Unterricht, der den Kindern das Rüstzeug für die heutigen und zukünftigen Arbeitswelten mit auf den Weg gibt.“

 

Nähere Details finden Sie in der Presseunterlage.


Umwelttechnik-Branche diskutierte in Linz | Auswirkungen der Kreislaufwirtschaft auf Betriebe

Einladung Umwelttechnik-Tagung 2016

23.11.2016

Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl: „Wer auf nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft setzt wird sich als besonders wettbewerbsfähig erweisen.“

Ganz im Zeichen „nachhaltiger Produktentwicklung“ und der „Kreislaufwirtschaft“ sowie des 10-jährigen Jubiläums des Umwelttechnik-Clusters der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria stand die Umwelttechnik-Tagung im Linzer Raiffeisenforum. „Ressourcenknappheit, verändertes Konsumverhalten sowie höherer Kostendruck sind die Herausforderung für Oberösterreichs Industrie. Wer auf nachhaltige Produktion und Kreislaufwirtschaft setzt wird sich als besonders wettbewerbsfähig erweisen“, so Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. Rund 130 Gäste aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung zum „Zukunftslabor für nachhaltige Produktion und nachhaltigen Konsum“ des Umweltministeriums in Kooperation mit dem Verkehrsministerium und dem Umwelttechnik-Cluster.

Bereits jetzt ist die Kreislaufwirtschaft für produzierende Unternehmen ein drängendes Thema mit großen Chancen – auch für die Industrie. Denn sowohl Industrie- als auch Gewerbebetriebe sind mehr denn je gefordert, auf Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu achten. Daraus ergeben sich folgende Fragestellungen: Wie sieht die Industrie der Zukunft aus? Welche Auswirkungen hat der neue Kreislaufwirtschafts-Aktionsplan der EU? Wie kann innovatives Produktdesign zu mehr Ressourceneffizienz beitragen?

Kreislaufwirtschaft als Innovationsstrategie für Unternehmen „Ressourcen und Produkte werden in Nutzungskreisläufen gehalten, um den energieintensiven und umweltschädlichen Abbau von Ressourcen drastisch zu senken.
Dieses Konzept hat direkte Auswirkungen auf die Wertschöpfung von Unternehmen“, so Professor Erik G. Hansen vom Institut für Integrierte Qualitätsgestaltung der Johannes Kepler Universität Linz. Hansen untermauerte, dass die Kreislaufwirtschaft Rohstofflieferanten, Produzenten und Verwerter gleichermaßen betreffe.

Dr. Hugo-Maria Schally, Abteilungsleiter für „Öko-Innovation und Kreislaufwirtschaft“ in der Generaldirektion „Umwelt“ der Europäischen Kommission gab Einblicke auf Neuerungen aus dem Kreislaufwirtschafts-Aktionsplan der EU, die auf produzierende Betriebe zukommen. „Der Zug der europäischen Politik in Richtung Kreislaufwirtschaft hat den Bahnhof verlassen. Unternehmen, die an Bord sind, haben in den nächsten Jahren gute Möglichkeiten mit innovativen Geschäftsmodellen zu punkten. Die Kommission unterstützt Betriebe, die diese Chance wahrnehmen wollen“, so Schally.

Die Digitalisierung verändert das Konsumentenverhalten und beeinflusst damit auch die Kreislaufwirtschaft. Es entstehen neue Business-Modelle wie Share Economy-Lösungen, selbstfahrende Autos oder miteinander kommunizierende, lernende Endgeräte.


Wie Kreislaufwirtschaft praktisch funktioniert
Oberösterreichs Unternehmen investieren viel Zeit und Geld in die Kreislaufwirtschaft bzw. in Effizienzmaßnahmen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. So etablierte z. B. Rosenbauer International AG „grüne Produktlinien“ und Schachinger Logistik im Marchtrenk steigt bei der Zustellung bereits sukzessive auf Elektromobilität um. Der Eferdinger Büromöbelhersteller Hali wurde kürzlich mit dem österreichischen Klimaschutzpreis in der Kategorie „unternehmen energiewende“ für das nachhaltige Konzept „hali blue office“ ausgezeichnet und der Familienbetrieb bellaflora Gartencenter GmbH folgt seit vielen Jahren dem grünen Nachhaltigkeits-Pfad und hält diesen durch Nachhaltigkeitsberichte öffentlich transparent.


Zehn Jahre Branchentrends im Fokus Der Umwelttechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria greift seit zehn Jahren Branchentrends und Entwicklungen auf. Ziel ist dabei immer, Innovationen in Oberösterreich voranzutreiben und Unternehmen zu vernetzen. Im Anschluss an die Veranstaltung „Zukunftslabor“ feierte der Cluster sein 10-jähriges Jubiläum und blickte zurück. Seit Bestehen wurden rund 40 Cluster-Kooperationsprojekte mit einem Projektvolumen von acht Millionen Euro initiiert, an denen sich ca. 120 Betriebe beteiligten. Zudem wurden 20 Förderprojekte mit einem Volumen von rund zehn Millionen Euro umgesetzt, die von der EU, der FFG (österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) sowie vom Land OÖ unterstützt wurden. Zukünftig wird sich der Umwelttechnik-Cluster verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft konzentrieren. Wie generell die Zukunft der Umwelttechnik aussehen könnte, zeichneten zum Abschluss Klaus Fronius, Fronius International GmbH und Klaus Pöttinger von Pöttinger Entsorgungstechnik. Eröffnet wurde die Jubiläums-Feier von Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl.

Kontakt Umwelttechnik-Cluster:
Business Upper Austria DI Christian Maurer, Cluster-Manager Umwelttechnik-Cluster Tel: +43-732-79810-5217 oder Mobil: +43-664-88347396 christian.maurer@biz-up.at


Neue Startup Szene im Softwarepark Hagenberg

© Jasmina Rahmanovic

22.11.2016

Am 17. November 2016 fiel im Softwarepark Hagenberg der Startschuss zum neuen Pre-Seed Accelerator Programm. Dieses ist eine Initiative des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ im Rahmen der oö. Gründerstrategie “Start Up(per) Austria” und wurde in Kooperation von akostart oö, tech2b und dem Softwarepark Hagenberg entwickelt.

Neben der inhaltlichen Vorstellung des Accelerators zählten vor allem die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion, u. a. mit Wirtschaftslandesrat Michael Strugl sowie Rektor Meinhard Lukas von der Johannes Kepler Universität Linz und Leiter des Softwarepark Hagenberg, als auch die Keynotes zu den Highlights des Abends. Die beiden Speaker Florian Gschwandtner, Gründergeschäftsführer Runtastic und Absolvent der FH Hagenberg sowie Business Angel und Impact Investor Michael Altrichter (bekannt aus der Startup Show 2 Minuten 2 Millionen) begeisterten das Publikum.

Das neue Programm richtet sich vorwiegend an Startups in der Frühphase und hat neben einer guten Gründungsidee und einem motivierten Gründerteam keine formellen Voraussetzungen.

Über die Aufnahme in das Programm entscheidet ein qualifiziertes Screeningboard. Die Plätze eines Durchgangs, welcher 6 Monate dauert, sind auf 4-6 Startups begrenzt. Als Abschluss eines Durchgangs präsentieren die Startups vor einem Investmentboard, um sich so mit potentiellen Kooperationspartnern für das weitere Wachstum zu rüsten.

Kontakt

akostart oö
Samuel Moser, MSc
Startup Coach | Community Manager
Softwarepark 21
4232 Hagenberg
moser@akostart.at


Trimodale Logistikdrehscheibe Ennshafen feiert 40-jähriges Gründungsjubiläum

V.l.: DI Dr. Werner Auer (GF Ennshafen OÖ), Dr. Michael Strugl, (Wirtschafts-Landesrat  OÖ), Dr. Petra Bohuslav (Wirtschafts-Landesrätin NÖ), LAbg. Bgm. in Michaela Hinterholzer (stv. Aufsichtsratsvorsitzende ecoplus), Mag. Helmut Miernicki (GF ecoplu
V.l.: DI Dr. Werner Auer (GF Ennshafen OÖ), Dr. Michael Strugl, (Wirtschafts-Landesrat OÖ), Dr. Petra Bohuslav (Wirtschafts-Landesrätin NÖ), LAbg. Bgm. in Michaela Hinterholzer (stv. Aufsichtsratsvorsitzende ecoplus), Mag. Helmut Miernicki (GF ecoplus), Mag. Jörg Praher (GF Ennshafen NÖ) Foto: Wolfgang Simlinger/cityfoto

21.11.2016

Der Ennshafen hat als trimodale Logistikdrehscheibe mit Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen-Anbindung eine zentrale Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und Niederösterreich und darüber hinaus. Er vereint mit dem Hafenareal und den angrenzenden Wirtschaftsparks in Oberösterreich und Niederösterreich das größte zusammenhängende Industriebaugebiet an der oberen Donau.

Die Gründung des heutigen Ennshafens, der sich im bundesländerübergreifenden Mündungsbereich der Enns in die Donau befindet, geht auf das Jahr 1976 zurück. Als Unternehmenszweck wurde damals die Errichtung und der Betrieb der an der unteren Enns entstehenden Hafenanlagen sowie die Unterstützung bestehender und neu zu errichtender Betriebe im Hafengebiet und im angeschlossenen Industriebaugebiet von etwa 350 ha Gesamtfläche festgelegt.

Ab dem Jahr 1979 wurde mit der ersten Ausbaustufe, der Schiffbarmachung der Enns durch Verbreiterung auf 150 m und Eintiefung auf 3,3 m auf einer Länge von 2,6 km begonnen. Im Jahr 1990 zog sich „die Chemie“ aufgrund wirtschaftlicher Gründe vom Standort Enns zurück. Die Produktionsanlagen wurden geschlossen, demontiert und verkauft, die vorhandenen Industriegründe sukzessive veräußert. Damit entstand ein offener Wirtschaftspark mit einerseits öffentlich finanzierter Infrastruktur und Flächen im Besitz der Landesgesellschaften und andererseits vielen privaten Unternehmen, die heute großflächig hochqualitative Betriebsflächen besitzen.

Die Hafenkonzeption wurde aufgrund der neuen Situation dahingehend geändert, dass der Ennshafen einerseits für das gesamte gewidmete Industriegebiet als Industrie- und Handelshafen diente, darüber hinaus aber auch als multimodales Güterverkehrszentrum für die angrenzende Region von Ober- und Niederösterreich ausgebaut wurde.

Der Ennshafen aus der Sicht Oberösterreichs – die jüngere Entwicklung und Ausblick
In den letzten Jahren hat es Veränderungen in der europäischen Wirtschaft gegeben, die substanziell auch auf die strategische Entwicklung des Ennshafens Einfluss nahmen. „In der intensiven Auseinandersetzung mit diesen wirtschaftlichen Entwicklungen haben wir uns schließlich die Frage gestellt, ob die bisherige Organisation noch die Richtige ist, um im Match der Container-Terminals und interkontinentalen Logistikströme für die nächsten 10-20 Jahre im Interesse unseres Wirtschaftsstandortes mithalten zu können. Die Verpachtung des Terminals im Ennshafen an das Konsortium Kaindl/DB in Form eines Public Private Partnerships stellt für den Ennshafen und die lokale Wirtschaft nun eine doppelte Win-Win-Situation dar“, unterstreicht Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

Der Containerterminal Enns wurde durch den Ausbau auf einer benachbarten Fläche von Kaindl flächenmäßig verdoppelt, fünf neue Ganzzuggleise mit je 700 m Länge und zwei zusätzliche Portalkräne wurden investiert; auch ablauftechnische Prozesse werden laufend auf den neuesten Standard gebracht, beispielsweise durch eine moderne Fernsteuerung der Weichen oder durch eine vollständige elektrische Überspannung der Zuführungsgleise, die den Betrieb mit E-Loks ermöglicht oder ein neues Verwiegungssystem.

Somit ist diese Modernisierung und Erweiterung des Terminals zu einem der stärksten Terminal-Standorte Österreichs ein wesentlicher Meilenstein für die Weiterentwicklung der Logistikdrehscheibe Ennshafen“,
Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl

Der Containerumschlag ist seit der Verpachtung gestiegen, für 2016 wird ein noch höherer Umschlag erwartet, nachdem mit Jahresende 2015 der erweiterte Terminal in Betrieb genommen wurde. Der Ennshafen ist ein definierter Kernknoten für die Wasserstraße im aktuellen europäischen Entwicklungsprogramm für transeuropäische Verkehrsnetze bis 2030 (TEN-T Corenode im Rhein-Donau-Korridor). In diesem Sinne gilt es neben der großen Terminalentwicklung alle weiteren Aspekte zukunftsweisend weiterzuentwickeln, die für die Logistikstandorte in den nächsten Dekaden von Bedeutung sind.

Nähere Details finden Sie in der Presseunterlage.


Idee aus Oberösterreich: elibox® erobert Europa

CKP Elibox
elibox® - die Patientenbox für persönliche Hilfsmittel wie Brillen, Hörgeräte und Zahnprothesen © Krankenhaus der Elisabethinen

21.11.2016

Seit 2012 werden vor Operationen im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz kleine Kunststoffboxen direkt an den Krankenbetten befestigt, in denen persönliche Hilfsmittel wie Brillen oder Hörgeräte aufbewahrt werden. Somit sind diese in der Zeit vor einer Operation und auch gleich danach sofort für die Patienten verfügbar. Heimo Hrovat, Geschäftsführer von H+H System GmbH, verantwortlich für Marketing und Vertrieb erklärt: „5.000 Stück sind derzeit in Verwendung. In Österreich wird die Patientenbox bereits in Krankenanstalten in Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Wien eingesetzt. Weiters wird die elibox® auch in die Schweiz, in die Niederlande, in Luxemburg und Deutschland verkauft.“ Die Idee für ein derartiges Produkt wurde vom Krankenhaus der Elisabethinen an den Medizintechnik-Cluster der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur Business Upper Austria herangetragen. Im Rahmen eines Cluster-Kooperationsprojekts entwickelten die Unternehmen H+H System aus Strobl (Marketing & Vertrieb) und Promotech aus Schalchen (Produzent) die elibox®.

Dr. Michael Strugl, Wirtschaftslandesrat von Oberösterreich: „Für das Krankenhaus der Elisabethinen alleine wäre die Entwicklung der Patientenbox zu teuer gewesen. Durch die Zusammenarbeit der Unternehmen im Cluster konnte die Produktion gesichert und ein österreichweiter und internationaler Vertrieb aufgebaut werden.“ Zehn Euro kostet eine Starterbox. Durch die Einführung des Produkts kann auch Geld eingespart und Ärger vermieden werden: Viele Patienten legten früher vor der Operation z.B. ihre Brille oder ihr künstliches Gebiss unter den Kopfpolster. Heimo Hrovat erklärt: „Ca. 10.000 - 12.000 Euro an Schaden entstehen pro Jahr in einem Krankenhaus durch den Verlust oder den Bruch dieser persönlichen Hilfsmittel.“'

Keine besseren Modelle weltweit verfügbar
Aus Gründen der Sicherheit und der Hygiene werden den Patienten normalerweise vor einer Operation persönliche Hilfsmittel, wie Brillen und Hörgeräte bereits im Krankenzimmer abgenommen und dort aufbewahrt. Diese Vorgehensweise entspricht zwar allen Normen, ist aber eine entwürdigende und beängstigende Situation vor allem für ältere Menschen. Die Recherche hat gezeigt, dass die Vorgehensweise im präoperativen Bereich weltweit sehr ähnlich gehandhabt wird, und dass es derzeit keine nachahmenswerten besseren Modelle gibt. „Wir haben den Bedarf an einer Aufbewahrungsmöglichkeit für persönliche Hilfsmittel im prä- und postoperativen Bereich identifiziert und mangels Verfügbarkeit am Markt die Entwicklung eines derartigen Behältnisses eingeleitet“ erklärt Hannelore Dirschlmayer-Steiner, Pflegedirektorin im Krankenhaus der Elisabethinen. Für das Unternehmen H+H SYSTEM, Spezialist für Medikamentenlagerung und –verteilung, war es eine optimale Gelegenheit in einen neuen Lagerbereich im Krankenhaus einzusteigen und die elibox® über seine weltweit bestehenden Vertriebswege vermarkten zu können.

elibox® - Behälter aus Kunststoff
Die elibox® ist ein Behälter, der von Promotech im Spritzgussverfahren erzeugt wird, aus einer abwaschbaren Außenschale und einem mit entsprechenden Vertiefungen versehenen Innenteil, in dem eine Brille, zwei Hörgeräte und zwei Zahnprothesen sicher aufbewahrt werden können. Die Patientenbox wird mittels Klettverschluss am Bett befestigt, begleitet somit den Patienten bis unmittelbar vor den Operationssaal und steht sofort nach dem Aufwachen aus der Narkose wieder zur Verfügung. Die Einwegblisterschale, der Innenteil der elibox®, wird dem Patienten auf Wunsch mit nach Hause gegeben. Die blaue Außenschale aus ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol) wird nach der Desinfektion wiederverwendet. Bestellt werden kann direkt bei H+H System, Strobl am Wolfgangsee, Weissenbach 325, Tel.: +43 61 37 21793-0, info@HHsystem.com, www.HHsystem.com


Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regularien).


Nähere Informationen

Business Upper-Austria, Medizintechnik-Cluster
Melanie Sipos
Telefon: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at
www.medizintechnik-cluster.at

 


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Nachhaltig Einkaufen im Supermarkt der Zukunft

Umdenken beim Einkaufen: DI Dr. Johannes Klinglmayr von Linz Center of Mechatronics GmbH koordiniert das europäische Forschungsprojekt ASSET um nachhaltiges Konsumverhalten zu fördern. (c) Linz Center of Mechatronics GmbH
Umdenken beim Einkaufen: DI Dr. Johannes Klinglmayr von Linz Center of Mechatronics GmbH koordiniert das europäische Forschungsprojekt ASSET um nachhaltiges Konsumverhalten zu fördern. (c) Linz Center of Mechatronics GmbH

09.11.2016

Mehr Überblick beim täglichen Einkaufen im Supermarkt - wer wünscht sich das nicht? Mit einer neuen Smartphone-App ist das in Zukunft möglich. Die Technologie dazu liefert die LCM - Linz Center of Mechatronics GmbH.

Die neue Kommunikations- und Informationsplattform ASSET speichert anonymisiert Kaufkriterien, die der User vorher eingibt: woher kommt das Produkt, faire Arbeitsbedingungen, tierische Stoffe, etc. Basierend darauf schlägt die App dann vor dem Supermarkt-Regal passende Produkte vor. So einfach ist nachhaltiges Einkaufen möglich.

Auch Supermärkte profitieren davon. Sie erhalten anonymisiert Informationen über Trends und Bewusstsein der Kunden. Dadurch können sie einen echten Mehrwert in Form individualisierter Produktinformationen anbieten.

Um ein so komplexes Projekt zu realisieren, benötigt es natürlich viele verlässliche Partner und finanzielle Unterstützung. Beides vermittelte das Enterprise Europe Network (www.een.at)


Lesen Sie hier mehr über das Projekt: http://www.asset-consumerism.eu

 

Wir sind stolz, dass das Projekt auf Anhieb genehmigt wurde und wir eine Förderung der Europäischen Kommission erhalten. Die Unterstützung durch das Enterprise Europe Network bei der Partnersuche war dabei sehr wertvoll.

DI Dr. Johannes Klinglmayr, Linz Center of Mechatronics GmbH


2,8 Mio. Euro für Medizintechnik-Forschung an der FH Oberösterreich

von links nach rechts: DI (FH) Thomas Kern (Leiter FH OÖ TIMed Center), FH-Prof. DI Dr. Jaroslaw Jacak (Professor im FH OÖ Department Medizintechnik), Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann-Stellvertreter) und Dr. Gerald Reisinger (Geschäftsführer FH O
v.l.: DI (FH) Thomas Kern (Leiter FH OÖ TIMed Center), FH-Prof. DI Dr. Jaroslaw Jacak (Professor im FH OÖ Department Medizintechnik), Mag. Thomas Stelzer (Landeshauptmann-Stellvertreter) und Dr. Gerald Reisinger (Geschäftsführer FH OÖ) mit dem Prototyp einer fühlenden Prothese als ein Beispiel für die Forschungsarbeit der FH OÖ im Themenbereich Medizintechnik. Foto Land OÖ/Schauer

02.11.2016

Um die Forschung rund um das Thema Medizin und Technik weiter voranzutreiben, hat die FH Oberösterreich (FH OÖ) das neue fakultätsübergreifende „TIMed Center – Technological Innovation in Medicine“ gegründet. In diesem arbeiten Forscher/innen der Fakultäten in Hagenberg, Wels und Linz interdisziplinär zusammen, um Lösungen für technische Fragestellungen aus der Medizin, Biomedizin, Biologie, Biochemie, Molekularbiologie, Biophysik, Bioinformatik und Lebensmittelforschung zu entwickeln. Für fünf Jahre (2016 bis 2020) erhält die FH OÖ nun dafür eine Basisfinanzierung von 1,25 Mio. Euro vom Land Oberösterreich.

Ein Erfolgsbeispiel für diese neue, strategisch koordinierte Zusammenarbeit im TIMed Center ist das vor kurzem genehmigte “Czech-Austrian Center for Supracellular Medical Research”.  Mit diesem Projekt konnten fast 1,6 Mio. Euro an Drittmitteln zusätzlich für die Finanzierung der medizintechnischen Forschung eingeworben werden. In den nächsten drei Jahren sollen durch die grenzübergreifende Kooperation mehrerer Forschungseinrichtungen neue, anwendungsorientierte Erkenntnisse zur Herstellung organähnlicher Trägerstrukturen gewonnen werden. Mit Hilfe von künstlich gewachsenen, biologischen Zellstrukturen wollen die Forscher/innen jene Mechanismen untersuchen, die zu Cholesterin-bedingten Verengungen in menschlichen Blutgefäßen führen. Diese Technologie soll auch zu neuen Erkenntnissen führen, wie Viren durch die Blut-Hirn-Schranke gelangen, um neue Therapieansätze für Krankheiten wie zum Beispiel die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME oder das Zika-Virus zu erforschen.

Durch den Ausbau der Zusammenarbeit von Hochschulen, Unternehmen und dem Land Oberösterreich soll das Umfeld für Ausbildung und Forschung im Themengebiet Medizin und Technik noch attraktiver gemacht werden.

„Die FH OÖ hat schon sehr viel Know-how in diesen zukunftsweisenden Bereichen und laufende Forschungskooperationen mit Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitsbranche. Genau das bildet die Grundlage, die wir für den Aufbau eines Medical Valleys benötigen“, so LH-Stv. Stelzer.

 

Nähere Details finden Sie in der Presseunterlage.


Smarter Einkäufer kennt alle Rohstoff-Preise

V.l.: Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas STELZER, Sebastian SCHREY (Geschäftsleitung PS Quant OG), DI Mag. Michael PÜHRINGER (Geschäftsleitung PS Quant OG), Dr. Rudolf TRAUNER (Präsident Wirtschaftskammer OÖ) von vorne fotografiert
V.l.: Landeshauptmann-Stellv. Mag. Thomas STELZER, Sebastian SCHREY (Geschäftsleitung PS Quant OG), DI Mag. Michael PÜHRINGER (Geschäftsleitung PS Quant OG), Dr. Rudolf TRAUNER (Präsident Wirtschaftskammer OÖ) Foto: Land OÖ/Schauer

21.10.2016

Bei dem smarten Rohstoff-Einkäufer handelt es sich aber nicht um einen neuen Mitarbeiter. Es ist eine innovative Software, die lernt und sich laufend selbst verbessert. So kennt das Tool den optimalen Zeitpunkt für den Einkauf. Wie das alles möglich ist, lesen Sie hier.

Linzer Unternehmen entwickelt „smarten Rohstoffeinkäufer“

Mit Unterstützung durch das regionale Förderprogramm easy2innovate gelang der PS Quant OG mit Sitz in Linz eine Produktinnovation, von der gerade kleinere produzierende Betriebe, aber auch Großunternehmen profitieren können: ein Software-Tool, das Prognosen über die Entwicklung von Rohstoffpreisen erstellt.

 „Durch unser selbst-lernendes System können Rohstoffeinkäufer auch in turbulenten Marktphasen gelassen bleiben“

DI Mag. Michael Pühringer, PS Quant OG

Ein Tool beobachtet Preise

Rohstoffpreise (etwa von Metallen oder Rohöl) schwanken im Verlauf von Monaten, Wochen, aber auch Tagen teilweise extrem. Größere Unternehmen setzen daher auf eigene Abteilungen, die sich dem Rohstoffeinkauf widmen. „Auch diesen Unternehmen bietet das Tool Unterstützung bei der Preisbeobachtung“, sagt Pühringer. „Aufgrund seiner Bedienerfreundlichkeit ermöglicht es aber auch kleinen und mittleren Unternehmen, die Vorteile von Rohstoffpreisprognosen zu nutzen.“ Das von der Firma PS Quant entwickelte Tool verwendet Unmengen frei verfügbarer Daten, um zuverlässige Prognosen für Rohstoffpreise erstellen zu können.

 

Software lernt und verbessert sich laufend selbst

Gerade in dieser Sammlung und Beurteilung von Daten (etwa Zeitungsartikel, Börsenachrichten) lag einer der Schwerpunkte der Produktentwicklung. Da eine Vielzahl an Faktoren den Rohstoffpreis beeinflusst, wurden gemeinsam mit der FH OÖ Campus Hagenberg Machine-Learning-Algorithmen in das Tool integriert. So lernt die Software aus jeder erstellten Prognose und verbessert sich laufend selbstständig.

 

Ziel: Optimalen Zeitpunkt für den Einkauf finden und so Kosten sparen

Diese Prognosen erlauben dem Unternehmen, den Rohstoffeinkauf zum bestmöglichen Zeitpunkt zu planen.

„Eine geringere Abhängigkeit von den Schwankungen der Rohstoffmärkte führt nicht nur zu einer direkten Kostenersparnis, sondern führt auch zu mehr Preisstabilität und einer Verringerung des kalkulatorischen Risikos. In der Regel haben die Rohstoffeinkäufer langjährige Erfahrung und kennen die Märkte sehr gut. Unsere Software bietet ihnen durch die objektive Analyse der Marktdaten eine zusätzliche Unterstützung“

DI Mag. Michael Pühringer, PS Quant OG

 

Erfolgreiche Einreichung bei europäischem Förderprogramm

Neben der Förderung im Rahmen von easy2innovate ist es PS Quant auch gelungen, mit Unterstützung von Förderexpert/innen der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria erfolgreich im europäischen Förderprogramm EUROSTARS einzureichen. Mit diesen wird F&E in kleinen und mittleren Unternehmen gefördert.

 


 

easy2innovate - wie Innovationsforschung einfach funktioniert

Mit dem regionalen Förderprogramm „easy2innovate“ gelingt es, die oö. Wirtschaft stärker mit der Forschung zu vernetzen. Seit 2010 erhalten oberösterreichische Klein- und Mittelunternehmen (KMU) Unterstützung beim Zugang zu Forschungsleistungen, um die unternehmenseigene Innovationskraft voranzutreiben und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu forcieren.

„Heimische KMU werden bei ihren Forschungs- und Entwicklungsprojekten durch easy2innovate mit über 1,4 Mio. Euro unterstützt“

Forschungs-Landesrat LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer

 

Beeindruckend ist die Vielfalt der geförderten Themenbereiche: Von Übersetzungs-Software über innovative Maultrommeln bis hin zu Biodünger aus Schweineborsten – verschiedenste Forschungsvorhaben wurden bereits erfolgreich unterstützt.

 

Mit easy2innovate erhalten die Unternehmen durch zwei ineinandergreifende Programmlinien eine umfassende Unterstützung von der Produktidee bis zum Markteintritt:

  • In der Programmlinie „easy2research“ werden pro Projekt bis zu 25.000 Euro für die Umsetzung des F&E-Vorhabens bereitgestellt
  • In der Programmlinie „easy2market“ stehen bis zu 10.000 Euro für die Markteinführung zur Verfügung.

Unterstützung und Beratung bei der Einreichung gibt es durch die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria.

DI Paul Kuttner steht für Ihre Fragen zur Verfügung.

 


Am 21. Oktober fand zum Thema eine Pressekonferenz statt. Lesen Sie hier den vollen Beitrag. 


Reifegradmodell Industrie 4.0

Dimensionen der Reifegradbewertung Industrie 4.0.; Bild: Beitrag in Industrie 4.0 Management 5-2016
Dimensionen der Reifegradbewertung Industrie 4.0.; Bild: Beitrag in Industrie 4.0 Management 5-2016

19.10.2016

Unternehmen durch Industrie 4.0 stärken

Zahlreiche Kongresse, Tagungen und Symposien werden unter dem Begriff „Industrie 4.0“ abgehalten. Für eine breite Anwendung in Unternehmen fehlt es jedoch an Umsetzungsideen mit entsprechenden Bewertungsmöglichkeiten. Das Reifegradmodell Industrie 4.0 ist ein strategiegeleitetes Vorgehensmodell, um den IST-Reifegrad eines Unternehmens festzustellen und um den SOLL-Reifegrad zu bestimmen. Konkrete Verbesserungsmaßnahmen sowie Projektvorschläge zur Erreichung des SOLL-Reifegrads werden für die teilnehmenden Unternehmen abgeleitet. Zusätzlich werden die Ergebnisse der einzelnen unternehmensbezogenen Reifegradanalysen in einer Industrie 4.0 Benchmark-Datenbank erfasst.

 

Vollständiger Bericht


Neue oö. Initiative treibt Digitalisierung in der Medizintechnik voran

Eröffnungs.Talk
V.l. Im Eröffnungstalk sprachen Willibald Salomon (CGM Clinical Österreich), Michael Farthofer (CCS Akatech) und Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl mit Andreas Wögerer (MTC) über die digitalisierte Medizintechnik. © Business Upper Austria / Florian Voggeneder
Keynote Roland Rott
Roland Rott mit seinem Vortrag zu „how GE is driving the transformation“ © Business Upper Austria / Florian Voggeneder
TeilnehmerInnen und Kooperationspartner tauschten sich intensiv aus. © Business Upper Austria / Florian Voggeneder
Die IDM wurde beim Kick-Off vorgestellt. V.l.n.r. Christian Altmann, Andreas Wögerer, Nora Mack, Robert Stubenrauch, Michael Lettner - IDM-Team der Business Upper Austria. © Business Upper Austria / Florian Voggeneder

14.10.2016

Bei der Auftaktveranstaltung „DIGITAL MEDTECH – be inspired!“ am 13. Oktober im Ars Electronica Center in Linz stellten der Medizintechnik- und IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria erstmals die Initiative Digital MedTech (IDM) vor. Die Initiative vernetzt Medizintechnik- und IT-Unternehmen, um neue Produkte, Projekte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle in der Medizintechnik zu schaffen. Konkret werden Unternehmen auf ihrem Weg zum digitalen Medizinprodukt unterstützt.

Bei der Veranstaltung sprachen Pioniere auf dem Gebiet der digitalen Medizintechnik- und IT-Experten aus Österreich über die immensen Chancen und Möglichkeiten von Digitalisierung in der Medizintechnik. 

Im Eröffnungstalk sprachen Wirtschaftslandesrat Michael Strugl, Michael Farthofer (Consultant und Gesellschafter CCS Akatech, Beiratssprecher Medizintechnik-Cluster) und Willibald Salomon (CEO CGM Clinical Österreich, Beiratssprecher IT-Cluster) über die Wichtigkeit der Interdisziplinarität - der Vernetzung von IT- und Medizintechnik-Unternehmen, um die Medizintechnik in Oberösterreich weiterzuentwickeln.

Anschließend präsentierten die Projektmanager Andreas Wögerer (Medizintechnik-Cluster) und Michael Lettner (IT-Cluster) die Initiative Digital MedTech mit den Aktivitäten für das Jahr 2017. Die Initiative startet am 2. Februar 2017 mit einem Workshop zur Ideen- und Kooperationsfindung unter dem Titel „Innovation Day – creating ideas“. Im Mai geht es mit Partnerunternehmen auf eine 2-Tages-Reise nach Erlangen. Geplant sind eine Besichtigung von Siemens Healthcare und ein gemeinsamer Workshop mit dem Medical Valley EMN e.V.

Nach dem zweiten Innovation Day am Kepler Universitätsklinikum im Juni, startet die Initiative am 21. September 2017 erstmals exklusive Expertensprechstunden zum Thema „Digitalisierung in der Medizintechnik“. Vier IT- und Medizintechnik-Experten stehen etablierten Unternehmen, Start-ups und Ein- bzw. Umsteigern in die digitalisierte Medizintechnik je eine Stunde fachlich für Fragen zur Verfügung Die DIGITAL MEDTECH, die größte Fachveranstaltung der Initiative, findet als Jahreshighlight am 30. November 2017 statt.

Revolution in der Medizintechnik bahnt sich an
Die Experten Michael Farthofer (Consultant und Gesellschafter CCS Akatech, Beiratssprecher MTC), Willibald Salomon (CEO CGM Clinical Österreich, Beiratssprecher ITC), Roland Rott (General Manager Women´s Health Ultrasound & IT, GE Healthcare), Stefan Sauermann (Studiengangsleitung Biomedical Engineering Services, FH Technikum Wien), Christoph Bauchinger (CIO Oö. Gesundheits- und Spitals-AG) und Stephan Famler (Technikkoordinator Oö. Gesundheits- und Spitals-AG) demonstrierten, mit welchen rasanten Schritten wir uns auf die digitalisierte Medizintechnik zubewegen. Roland Rott betonte, dass sich eine Revolution in der Medizintechnik anbahnt. Verantwortlich für eine digitalisierte Medizintechnik sind unter anderem sinkende Budgets, ein Generationenwechsel und die vorhandene moderne Technologie. In der Medizintechnik ergeben sich somit große Chancen für Neueinsteiger und massive Kompetenzerweiterungen für etablierte Medizintechnik-Unternehmen.

Die digitalisierte Zukunft der Bildgebung bestaunen
In drei Best Practice Beispielen präsentierten Medizintechnik- und IT-Unternehmen sowie Institutionen neue Chancen und disruptive Ansätze am Medizintechnik-Markt. Franz Fellner (Zentrale Radiologie, Kepler Universitätsklinikum, Med Campus III.) und Klaus Engel (Principal Key Expert Visualization, Siemens Healthcare) stellten unter dem Titel „Medical Imaging goes to the Movies – the Future of Visualization“ die Revolution in der Bildgebung in der Medizintechnik und die daraus ungeahnten Möglichkeiten für Mediziner und Patienten vor. „Cinematic Rendering“ nennt sich die neu entwickelte Software von Siemens Healthcare mit der medizinische Bilddaten aus CT und MRT fotorealistisch dreidimensional visualisiert werden. Die Software ist bald auf dem Medizintechnik-Markt und soll zukünftig bessere Diagnosen ermöglichen, die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten erleichtern und beispielsweise Chirurgen bei der Einschätzung von Distanzen und Größenverhältnissen unterstützen.

Prof. Franz Fellner (Zentrale Radiologie, Kepler Universitätsklinikum, Med Campus III.) nutzt die neue Software bereits in der Praxis und hält seine Basisanatomie-Vorlesungen für Studenten bereits im Deep Space. Die Visualisierungen von Franz Fellner und Klaus Engel waren anschließend für alle TeilnehmerInnen im Deep Space 8K des AEC zu bestaunen.


Über die Initiative Digital MedTech (IDM) des Medizintechnik- & IT-Clusters
Mit der Initiative „Digital MedTech (IDM)“ haben sich der Medizintechnik-Cluster (MTC) und der IT-Cluster (ITC) der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria zum Ziel gesetzt, Gesundheitseinrichtungen, Medizintechnik- und IT-Unternehmen zu vernetzen, damit neue Produkte, Projekte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle entstehen. Die Initiative Digital MedTech begleitet seine Partnerunternehmen auf ihrem Weg zum digitalen Medizinprodukt. Die Maßnahmen erstrecken sich u.a. von der Unterstützung bei der Ideenfindung über eine gemeinsame Projektentwicklung bis hin zur Planung und Umsetzung von Marketing- und Vertriebsmaßnahmen.
www.digital-medtech.at

Über den Medizintechnik-Cluster (MTC)
Der Medizintechnik-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria ist die zentrale Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin. Ziel ist es, die rund 235 Partner im Bereich der Medizintechnik zusammenzuführen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Seit Bestehen des Clusters (2002) konnten bereits 50 Ideen der MedTech-Branche in Cluster-Kooperationsprojekten mit 177 Partnerbetrieben erfolgreich umgesetzt werden. Ausgehend vom zentralen Thema der Medizintechnik fokussiert der Cluster seine Aktivitäten auf 3 Schwerpunkte: MedTech.Transfer (mit der Initiative MedTech.Transfer), MedTech.IT (mit der Initiative Digital MedTech) und MedTech.Ein- & Umstieg (im Wesentlichen: Regularien).
www.medizintechnik-cluster.at


Medien-Kontakt & Nähere Informationen
Business Upper-Austria
Medizintechnik-Cluster
Melanie Sipos
Telefon: +43 732 79810 – 5158, melanie.sipos@biz-up.at

 

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Präsentation der neuen oberösterreichischen Forschungsförderung „STAR“ (Step Ahead through Research)

Bild von link nach rechts Mag.ª Dr.in Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer. Foto Land OÖ/Schauer. sitzend von vorne fotografiert
v.l. Mag.ª Dr.in Henrietta Egerth (Geschäftsführerin FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer. Foto Land OÖ/Schauer

14.10.2016

Gezielt Impulse Richtung Innovation setzen

Forschung bringt Innovation – und Innovation stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, schafft neue Arbeitsplätze und sichert nachhaltig den Wohlstand. Oberösterreichs Forschungsquote liegt mit 3,15 % deutlich über dem Österreich-Durchschnitt von 2,96 % (lt. Erhebung der Statistik Austria 2013). Auch im internationalen Vergleich ist OÖ gut aufgestellt. Um künftige Herausforderungen zu meistern, müssen allen voran die Stärken Oberösterreichs weiterentwickelt und ausgebaut werden.

„Wenn wir als Wirtschaftsstandort zu den europäischen Spitzenregionen aufsteigen wollen, dann müssen wir gezielt in die Forschung investieren. Mit der neuen oberösterreichischen Forschungsförderung „STAR“ werden wir in den nächsten Jahren zusätzlich 40 Millionen Euro in die Forschungslandschaft investieren“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

Die Forschungsförderung dient als effizientes Mittel dazu, gezielte Impulse in Richtung Innovation zu setzen. Die Förderlandschaft bietet dazu wirkungsvolle Instrumente – auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Auf regionaler Ebene liegt großes Potenzial, zielgerichtet auf die strategisch wichtigen Segmente, die lokalen Gegebenheiten, die Kernkompetenzen des Landes und auf die künftigen Herausforderungen einzugehen. Zum Beispiel wurden in den letzten Jahren drei regionale Calls zu den folgenden Themen durchgeführt:

• Medizintechnik: Der Schwerpunkt liegt dabei auf Informationstechnologien im Bereich der Medizintechnik und der Simulation sowie Planung von Operationen

• Produktionsstandort 2050: Umfasst Projekte in den Bereichen Composite-Bauteile, Leichtbauteile, Oberflächenbewertung für die Fahrzeugindustrie und Luftfahrt sowie zum Thema Interaktion Mensch-Maschine in der Produktion

• Smart Mobility: Die Projekte adressieren logistische Verbesserungen in den für OÖ strategischen Industriezweigen, die Entwicklung von effizienten Motoren sowie verschleißfesten Materialien Darunter: Mehr dazu in der beiliegenden Presseinformation! (liegt diesem Mail bei)

 

Nähere Details dazu finden Sie in der Presseunterlage.


Vorzeigeregion Energie: Oberösterreichs produzierende Industrie zum Mitmachen aufgerufen

13.10.2016

Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl:

„Das Projekt OÖ4Industry lädt Unternehmen ein, Oberösterreich auf dem Weg zur Vorzeigeregion Energie mit energieeffizienten Lösungen zu unterstützen.“

(LK) Durch das Projekt OÖ4Industry soll sich Oberösterreich als international sichtbarer Vorzeigestandort für eine energieeffiziente Produktion etablieren. Bis Anfang nächsten Jahres wird an einer gemeinsamen Vision und Strategie für eine „Vorzeigeregion Energie in Oberösterreich“ gearbeitet. Dafür werden noch Partner und Leuchtturm-Projekte gesucht, die jetzt und in der nächsten Einreichphase eine aktive Rolle spielen wollen. „Konkret werden Umsetzungsprojekte der energieintensiven produzierenden Industrie unterstützt und Kooperationen zwischen Technologieanwendern und -anbietern gefördert“ erklärt Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl. Die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria informiert über die Möglichkeiten einer Teilnahme.

Kürzlich fand als erste Einstiegsmöglichkeit der Startworkshop des Projekts statt. Neben 20 interessierten Unternehmen nahmen auch alle wesentlichen Stakeholder aus Interessensvertretungen, Politik und Wissenschaft teil. OÖ4Industry steht aber weiterhin interessierten Unternehmen offen.

Was erwartet die teilnehmenden Unternehmen?
• Projektideen werden durch das AIT Austrian Institute of Technology, das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz und die FH Wels auf ihre Machbarkeit analysiert
• Begleitung bei der Förderberatung
• Erhöhung der Sichtbarkeit bei der Projektumsetzung auf nationaler und internationaler Ebene
• Nutzung von zukünftigen Entwicklungs- bzw. Innovationslabors
• Unterstützung bei der Identifikation von Lösungsansätzen
• Bündelung und Stärkung von Einzelaktivitäten in der Region


Wie wird Oberösterreich zur Vorzeigeregion Energie?
Der Weg geht über den Einsatz innovativer heimischer Energietechnologien. Vorangetrieben wird dabei die Demonstration von innovativen, übertragbaren Lösungen. Dies sind zum Beispiel Lösungen zur Prozessintensivierung, Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch, industriellen Abwärme-/Kältenutzung, die Integration von Erneuerbaren Energieträgern, die Nutzung von innovativen Energiespeichertechnologien oder die gesamtheitliche Systemoptimierung. Diese Leuchtturm-Projekte sollen die breite und schnelle Marktdurchdringung von neuartigen technischen Lösungen stützen und somit den Wirtschaftsstandort Oberösterreich stärken.

Die Business Upper Austria ist als Wirtschaftsagentur des Landes OÖ ein wesentlicher Treiber, wenn es um die Förderung von Innovation durch Kooperation geht. Deshalb ist sie auch im Projekt „OÖ4Industry“ aktiv. Die weiteren Partner im Konsortium unter der Leitung des AIT Austrian Institute of Technology sind Technologielieferanten und -anwender, Energieversorger sowie F&E-Einrichtungen:
• Energieinstitut der Johannes Kepler Universität Linz
• FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH
• K1-MET GmbH
• LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH
• Linz AG
• Fischer Brot GmbH
• Energie AG Oberösterreich Power Solutions GmbH
• Energie AG Oberösterreich Wärme GmbH

Förderaktion „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds In der Vorzeigeregion Energie werden mit innovativen Energietechnologien aus Österreich Musterlösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie- und Verkehrssysteme der Zukunft entwickelt und demonstriert. Dafür stehen 23 Mio. Euro zur Verfügung.


Gegenwärtig läuft die Sondierungsphase des Programms. Vier von 11 geförderten Sondierungsprojekten sind in Oberösterreich zu finden; unter ihnen „OÖ4Industry“ mit aktiver Beteiligung der Wirtschaftsagentur.


Kontakt & Informationen über die Teilnahmemöglichkeiten
Mag. (FH) Martina Ammer, Projektmanagerin im Umwelttechnik-Cluster von Business Upper Austria (martina.ammer@biz-up.at / +43 732 79810-5212) DI Dr. Klemens Marx, Scientist am AIT Austrian Institute of Technology (klemens.marx@ait.ac.at / +43 664 88964959)





OÖ. MidTech-Initiative auf Erfolgskurs

von links: Mag. Benedikt Aichinger (Geschäftsführer SWYNC GmbH), Ing. Hubert Rapperstorfer (Geschäftsführer Rapperstorfer Automation), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH) von vorne fo
v.l.: Mag. Benedikt Aichinger (Geschäftsführer SWYNC GmbH), Ing. Hubert Rapperstorfer (Geschäftsführer Rapperstorfer Automation), Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Mag. Markus Manz (Geschäftsführer tech2b Inkubator GmbH). Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

10.10.2016

Potentiale ausschöpfen, technologieorientierte Ideen auf den Weg bringen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich stärken: Diese Ziele verfolgt die MidTech-Initiative im Rahmen der von Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl gestarteten oö. Gründerstrategie „Start Up(per) Austria“.

In Oberösterreich werden pro Jahr ca. 4.500 Unternehmen neu gegründet, rund 1.000 davon sind wissensintensive und technologieorientierte Gründungen. Damit liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich auf Rang drei – im Verhältnis zu den Einwohnern allerdings im nur Mittelfeld. Damit zeigte sich deutlich, dass noch Potential nach oben besteht.

Mit „Start Up(per) Austria – Die oö. Strategie für mehr Gründungen“ wurde eine ganzheitliche und langfristige Gründungsstrategie für Oberösterreich erstellt, die besonderen Fokus auf wissensbasierte und technologieorientierte Gründungen in strategisch relevanten Potentialfeldern legt. Denn gerade technologieorientierte Gründungen tragen neben den traditionellen Leitbetrieben entscheidend dazu bei Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Oberösterreich für die Zukunft abzusichern.

Im Rahmen von „Start Up(per) Austria“ wurden gezielt neue Maßnahmen konzipiert, um kurz- und mittelfristig die sehr differenzierten Gründungs- und Technologiepotentiale in Oberösterreich zu heben. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei auf die Ideenphase gerichtet, in der sich das Innovationspotential einer potentiellen Gründung manifestiert, sowie auf die intensive Gründungsphase, in der bestmögliche Unterstützung und Betreuung maßgeblich zur Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells beitragen können.

MidTech-Initiative erschließt neue Gründungspotentiale und baut auf bewährte Strukturen
Bisher haben sich die Unterstützungsmöglichkeiten für innovative Gründer/innen in erster Linie auf Hightech-Gründungen mit akademischem und wissenschaftlichem Hintergrund konzentriert. Es hat sich aber gezeigt, dass gerade Gründer/innen, die ihre Ideen in den Branchen des sogenannten Midtech-Segments, wie etwa Mechatronik, Elektrotechnik, Fahrzeugbau, Metall, Kunststoff entwickeln, in vielen Fällen Praktiker aus der Wirtschaft oder HTL-Absolventen sind. Diese, aber auch alle anderen Personen mit Ideen für technologische und wissensorientierte Gründungen und Dienstleistungen holt die vom oö. Inkubator tech2b betreute Midtech-Initiative nun auf einer viel breiteren Basis ab als es zuvor möglich war.

Mit dem Inkubator tech2b, eine Tochterfirma der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, besteht in Oberösterreich bereits ein erfolgreiches Netzwerk für forschungsbasierte, technologieorientierte Geschäftsideen und Unternehmensgründungen. Akademiker aus dem Hightech-Bereich werden in der Startphase der Unternehmensgründung mit einem umfassenden Angebot von Beratung, Coaching und Mentoring über Finanzierung, Infrastruktur und Netzwerk-Zugang unterstützt.

„Die Idee des Inkubators, nämlich die umfassende Begleitung von Gründungen, haben wir nun auch auf das Midtech-Segment übertragen. Mit der MidTech-Initiative wird eine Unterstützungs-Lücke in Richtung technologie- und design-orientierte Gründungen geschlossen. Damit geben wir der oberösterreichischen Gründerlandschaft einen kräftigen Impuls und schöpfen zusätzliches Potential aus."
Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl

 

 Nähere Details finden Sie in der Presseunterlage.


Revolutionäre Therapie für Schlaganfall-Patienten made in OÖ

Live-Demo im neuen Zentrum für Neurotechnologie von g.tec in Schiedlberg (v. l.): Bgm. NR-Abg. Johann Singer, g.tec-Chef Dr. Christoph Guger ,Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Physiotherapeutin Manuela Zehetner, BSc, mit Testperson Woosang Cho
Live-Demo im neuen Zentrum für Neurotechnologie von g.tec in Schiedlberg (v. l.): Bgm. NR-Abg. Johann Singer, g.tec-Chef Dr. Christoph Guger ,Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Physiotherapeutin Manuela Zehetner, BSc, mit Testperson Woosang Cho.; Foto: g.tec/Abdruck

19.09.2016

Rund alle 20 Minuten erleidet jemand in Österreich einen Schlaganfall – mehr als 24.000 Menschen sind so jedes Jahr betroffen. Vor diesem Hintergrund hat das oö. Unternehmen g.tec mit Sitz in Schiedlberg (Bez. Steyr-Land) eine revolutionäre Schlaganfalltherapie entwickelt, die völlig neue Wege geht: Sie arbeitet mit der Kraft der Gedanken und kombiniert drei Rehabilitations-Methoden.

Mit der Eröffnung des Zentrums für Neurotechnologie am Firmensitz in Schiedlberg etabliert g.tec ein Kompetenzzentrum für Schlaganfall-Rehabilitation, das Therapie, Forschung und Schulung unter einem Dach vereint. Das Projekt wurde von Business Upper Austria begleitet und beraten und durch die Förderung H2020 unterstützt. 

Bildung-Forschung-Wirtschaft – an dieser Innovationskette orientiert sich die strategische Wirtschafts- und Forschungspolitik Oberösterreichs in ihrem Programm „Innovatives OÖ 2020“. Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Wirtschaft zu übertragen ist dabei einer der wichtigsten Faktoren, um die Innovationspotenziale des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich zu heben.

 

Neue Initiative Digital MedTech
Zu bereits existierenden clusterübergreifenden Themen Connected Mobility, Leichtbau, Smart Plastics und Generative Fertigung gesellt sich in Kürze ein neues, das zwei hoch spannende und dynamische Branchen vernetzt: die Initiative Digital MedTech (IDM). Wie das Beispiel g.tec eindrucksvoll zeigt, öffnen sich durch die Digitalisierung der Medizintechnik viele neue Chancen für innovative Produkte und Dienstleistungen. Um die Unternehmen dabei zu unterstützen, diese neuen Chancen zu nutzen, starten der Medizintechnik-Cluster und der IT-Cluster der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria gemeinsam die IDM.

Im Zentrum der Initiative steht die Kooperation von IT- und Medizintechnik-Unternehmen. Im Rahmen der Initiative werden die Partnerunternehmen auf deren Weg zum digitalen Medizinprodukt begleitet. Weiters werden auch österreichische Gesundheitseinrichtungen angesprochen. Diese stehen durch einen hohen Verwaltungsaufwand, komplexe Anforderungen im medizinischen Bereich, Herausforderungen bei der Pflege und steigendem Kostendruck vor großen Hürden. Die IDM soll hier Abhilfe schaffen, indem durch Kooperationen neue Ideen und Projekte im Bereich der Gesundheitseinrichtungen entstehen sollen.

 

1,9 Millionen Euro EU-Förderungen unterstützen Produktentwicklung
recoveriX wird durch die Förderschiene „Horizon 2020 SME Instrument - Phase 2“ von 2016 bis 2018 mit 1,9 Mio. Euro gefördert. Dieses Programm unterstützt wachsende KMU, innovative Ideen weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen.

Zusätzlich unterstützt die Europäische Kommission erfolgreiche Einreicher im Rahmen eines Key Account Managements (KAM) mit verschiedenen Services. Business Upper Austria als zuständiger Ansprechpartner identifizierte für g.tec einen geeigneten, international tätigen Coach für die begleitende Umsetzung des Projektes beim Markteintritt. Das Unternehmen, das bisher hauptsächlich Universitäten und andere Forschungseinrichtungen als Kunden hatte, will mit seiner neuesten Entwicklung nun einen viel breiteren Markt erobern und bekommt dabei professionelle Unterstützung.


Beratung bei Forschungs- und Innovationsförderungen durch Business Upper Austria
Die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria begleitet und berät Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Abwicklung von Innovationsprojekten. Die Experten/innen unterstützen kompetent und umfassend im gesamten Innovationsprozess: bei der Auswahl und Beantragung von Forschungs- und Innovationsförderungen, bei der Projektentwicklung, beim Finden von geeigneten Kooperationspartnern und dem Umgang mit Schutzrechten. Die Zusammenarbeit zwischen g.tec und Business Upper Austria ist auch ein Beispiel dafür, wie Unternehmen umfassend und langfristig bei ihrem Weg zur Innovationsführerschaft begleitet werden. g.tec hat mit Unterstützung der oö. Wirtschaftsagentur unter anderem an den regionalen Förderprogrammen „InnovationsassistentInnen/BeraterInnen für KMU“ und „easy2research“ und am H2020-Programm erfolgreich teilgenommen.

  

Nähere Details zu dem Projekt finden Sie in der Presseunterlage. 


20-Punkte-Plan für die digitale Zukunft Oberösterreichs

V.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, EU-Kommissar Günther H. Oettinger und Landeshauptmann Dr.  Josef Pühringer
V.l.: Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl, EU-Kommissar Günther H. Oettinger und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer; Foto: Land OÖ/ Heinz Kraml

13.09.2016

Beschäftigung, Wertschöpfung, Patentaktivitäten – zahlreiche Indikatoren weisen schon jetzt darauf hin, welch tiefgreifenden Wandel die digitale Transformation der Wirtschaft und der Gesellschaft mit sich bringt. Für einen traditionell starken Produktionsstandort wie Oberösterreich gilt ganz besonders: Die Informationstechnologie ist eine der Schlüsseltechnologien für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes.

Schon jetzt entwickelt sich Oberösterreichs Wirtschaft dynamisch, was die Digitalisierung betrifft. Zwischen 2008 und 2013 ist die Wertschöpfung im Bereich Information & Kommunikation in Oberösterreich jedes Jahr um durchschnittlich 7,3 Prozent gewachsen – fast dreimal so stark wie im gesamtösterreichischen Schnitt (2,5 %). Auch die Beschäftigung zeigt ähnliche Tendenzen: Von 2011 bis 2013 stieg sie in der Wirtschaftsklasse „Information und Kommunikation“ um 7,8 Prozent.

 

Zwar kann Österreich insgesamt im aktuellsten Report der Europäischen Kommission einen im Vergleich der europäischen Länder überdurchschnittlichen Trend vorweisen und zählt erstmals zu den Top-Regionen, doch um die Chancen der Digitalisierung über alle Sektoren hinweg nutzen zu können, braucht es gezielte Maßnahmen. Diese sind für unser Bundesland in der „Leitinitiative Digitalisierung“ des Landes OÖ formuliert, deren Umsetzung von der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria koordiniert wird.

 

Schwerpunkte IT-Sicherheit und Fachkräfte:
Einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass der Standort OÖ aus der digitalen Transformation gestärkt hervorgeht, ist die Qualifikation der Mitarbeiter/innen. Hier gilt es, nicht nur auf die Uni-/FH-Absolventen zu schauen, sondern auch auf HTL-Abgänger aus den Bereichen Elektronik, elektronische Datenverarbeitung, IT. Bei Letzteren zeigt sich, dass die Zahl der Absolventen in diesen Fachbereichen sinkt – und zwar um 4,9 Prozent jährlich in den von 2005/06 bis 2013/14.

 

Den 20-Punkte-Plan im Detail finden Sie hier.


„Task Force Investition“ unterstützt erfolgreich Unternehmen, die in OÖ investieren wollen

V.l.: DI (FH) Werner Pamminger, Geschäftsführer Business Upper Austria, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Rudolf Mark, Geschäftsführer und Eigentümer Mark Metallwaren, Spital/Pyhrn.
V.l.: DI (FH) Werner Pamminger, Geschäftsführer Business Upper Austria, Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl und Rudolf Mark, Geschäftsführer und Eigentümer Mark Metallwaren, Spital/Pyhrn, Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

24.08.2016

Die „Task Force Investition“ der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur hat in Oberösterreich bereits mehr als 100 Millionen Euro Investitionsvolumen ermöglicht. Auch wenn die Prognosen der Wirtschaftsforscher für 2016 und die folgenden Jahre wieder einen leichten Aufwärtstrend ankündigen – mit größeren Investitionen sind die heimischen Unternehmen grundsätzlich zurückhaltend. Auch Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten, die für die exportorientierte oberösterreichische Wirtschaft besonders wichtig sind, tragen nicht zu gesteigerter Investitionslust bei. Dennoch gibt es Unternehmen, die auch in dieser Phase am Standort investieren.

„Im Vorjahr hat die oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria insgesamt Investitionen in den oö. Betrieben im Ausmaß von über 200 Millionen Euro begleitet und unterstützt. 500 Arbeitsplätze wurden damit geschaffen“
Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl

 

"Task Force Investition“ durchleuchtet knifflige Fälle
Für besonders schwierige Fälle gibt es bei Business Upper Austria die „Task Force Investition“. Vor gut einem Jahr von Landesrat Strugl im Rahmen der „OÖ. Wachstumsoffensive“ ins Leben gerufen, wurden in diesem Zeitraum schon mehr als 50 Investitionsprojekte in oö. Unternehmen durchleuchtet. Die Faktoren, die Investitionsvorhaben verhindern oder verzögern, sind dabei sehr individuell und reichen von Fragen der Flächenwidmung über Anlagenrecht bis hin zu Anrainer-Interessen. Für zehn dieser Fälle konnte in der Zwischenzeit eine Lösung gefunden werden, wodurch mehr als 100 Millionen Euro Investitionsvolumen ausgelöst wurden und mehr als 200 Arbeitsplätze geschaffen werden können.

 

100 neue Jobs: MARK verdoppelt Produktionskapazität in Spital/Pyhrn
Mehr als 100 neue Mitarbeiter/-innen wird MARK in den kommenden Jahren aufnehmen und der Standort in Spital am Pyhrn wird um 10.000 m² erweitert. „MARK hat sich in den letzten Jahren als Zulieferer der Automobilindustrie einen enorm guten Namen gemacht. Das Ergebnis daraus ist eine Vielzahl an neuen Aufträgen und Projekten für unsere weltweiten Kunden“, sagt Geschäftsführer und Eigentümer Rudolf Mark. Für die neuen Projekte benötigt das Unternehmen Platz und zusätzliche Mitarbeiter. Daher ist ein Zubau geplant, um die Zukunft des Unternehmens in Spital am Pyhrn zu sichern. MARK investiert für die Erweiterung in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag.

 

Hier finden Sie den LoungeFM Beitrag über die Pressekonferenz.

 

Hier finden Sie die gesamte Presseunterlage.