Workshop zur intelligenten Spezialisierung in OÖ mit Themenschwerpunkt Gesundheit

Auf dem Bild sind ein Vortragender und drei sitzende Teilnehmer zu sehen. Neben dem Vortragenden wird eine Präsentation gezeigt. Links neben der Projektion stehen zwei Pinnwände
Foto: Business Upper Austria
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05.05.2017

Das Konzept der intelligenten Spezialisierung (auch S3 – Smart Specialisation Strategy genannt) soll für Regionen Wettbewerbsvorteile schaffen. In Oberösterreich spiegelt sich dieses Konzept im strategischen Programm „Innovatives OÖ 2020“ wider. Mit dem Ziel, die Wirkung der regionalen Spezialisierungsstrategie auf Unternehmen zu verstärken, schlossen sich 14 Projektpartner aus elf Regionen des Alpenraums mit ihren Clustern im Projekt „S3-4AlpClusters“ zusammen. In diesem Zusammenhang fand bei Business Upper Austria, dem oö. Projektpartner, ein Workshop für die Region mit dem Themenschwerpunkt „Gesundheit“ statt.

Am 4. Mai trafen sich in Linz Vertreter des oö. Innovationsnetzwerks zum „Entrepreneurial Discovery Workshop“. Diese Workshops finden im Rahmen des Interreg-Projekts „S3-4AlpClusters“ in allen teilnehmenden Regionen statt und zielen darauf ab, Prioritäten zu bestimmen, die als entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Region gesehen werden. In weiterer Folge gilt es dann, Synergien zwischen den Regionen zu identifizieren.

Beim oberösterreichischen Workshop konzentrierte man sich auf das Thema „Gesundheit“. Dabei wurden neben dem Bereich Medizintechnik die vier komplementären Felder Informations- und Kommunikationstechnologien, Produktion, Rohstoffe und Lebensmittel hinsichtlich existierender Kompetenzen, Ressourcen und Potenziale beleuchtet.

Intelligente Spezialisierung steht für die Ermittlung von strategischen Prioritäten in Stärkefeldern mit hohem Entwicklungspotential eines Landes oder einer Region, die Nutzung von Wettbewerbsvorteilen sowie die Mobilisierung regionaler Akteure und Ressourcen für eine an Exzellenz orientierte Zukunftsstrategie.

Oberösterreich setzt seit fast zwei Jahrzehnten auf strategische Wirtschafts- und Forschungspolitik. Das aktuelle Programm „Innovatives OÖ 2020“ baut noch stärker auf den Grundsätzen der intelligenten Spezialisierung auf und deckt die Aktionsfelder Industrielle Produktionsprozesse, Mobilität/Logistik, Gesundheit/alternde Gesellschaft, Lebensmittel/Ernährung und Energie ab.

Für den Zeitraum 2014 bis 2020 sind die „Regionalen Innovationsstrategien für Intelligente Spezialisierung“ (RIS3) auch Teil der Wachstumsstrategie der Europäischen Union. Anstatt nach dem „Gießkannenprinzip“ zu arbeiten, sollen Regionen den Fokus auf noch stärkere Spezialisierung legen und sich auf einige Stärkefelder konzentrieren.

Viele Regionen haben bereits eine Strategie zur intelligenten Spezialisierung entwickelt, stehen allerdings vor der Herausforderung, in den für sie wichtigen Industriebereichen eine kritische Masse zu erreichen. Im Projekt „S3-4AlpClusters – Smart Specialisation Strategies to build an Innovation Model for Alp Clusters“ arbeiten genau aus diesem Grund 14 Projektpartner aus elf Regionen in Italien, Österreich, Deutschland, Slowenien, Frankreich und der Schweiz mit ihren Clustern zusammen. Durch transregionale Kooperationen können regionale Schwächen abgedeckt und Stärken ausgebaut werden.

Dabei geht es vor allem um zwei zentrale Fragen: Wie kann man den Innovationsprozess innerhalb der Cluster vorantreiben? Und wie kann die Wirkung der in den Regionen implementierten Spezialisierungsstrategien verstärkt werden?

Die Eckdaten zum Interreg-Projekt „S3-4AlpClusters“ finden Sie hier.

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